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Posts Tagged ‘SWR2’

Der „Essay“, gegründet 1955, war viele Jahre lang ein inhaltlich hochinteressanter, formal aber eher konventioneller Sendeplatz. Das änderte sich in den 70er-Jahren, als junge Popliteraten in der Redaktion ausprobiert wurden.

Im Mittelpunkt von Wolf Wondratscheks Essay steht ein delirantes Gespräch zwischen David Bowie und William S. Borroughs: über Science-Fiction und Andy Warhol, Buddhismus und Fernsehen, China und den Rock ’n‘ Roll, Drogen, Inspiration und Kunst. Die Rolle von Bowie übernimmt der Schlagzeuger von Amon Düül II – Daniel Fichelscher, und er tut das … nun ja: recht experimentell. In der Reihe „Aus den Archiven“ eine Wiederholung von 1975. – SWR2

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Spontan bricht Christian Kracht mit seiner kranken, exzentrischen Mutter zu den Orten seiner Kindheit auf. In einem Taxi, mit sechshunderttausend Franken in der Tüte. Eigentlich will die Mutter nach Afrika. Aber es geht nach Saanen, wo ihr Sohn geboren wurde, auf einen Gletscher, an den Genfer See zum Chalet des verstorbenen Vaters sowie an Jorge Luis Borges‘ Grab.

Gemeinsam und gegeneinander erinnern sich Mutter und Sohn: an sexuellen Missbrauch, die Nazivergangenheit der Familie und an den steilen Aufstieg seines Vaters. „Eurotrash” ist ein tragikomisches Spiel mit der eigenen Biografie. Teil 1

Teil 2 – Eurotrash (2/2) – Heimkehr zum Ngorongorokrater

https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/eurotrash-2-2-swr2-hoerspiel-2022-01-02-100.html

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SWR 2 – Samstag, 8. Januar 2022 um 23:03 Uhr – (angekündigte Länge: 315:00) via Hördat

Die Unstetigkeiten des Herzens (1. Teil)
Die Küsten von Balbec (2. Teil)
Betrübnisse von Monsieur de Charlus (3. Teil)

Prousts ›Suche nach der verlorenen Zeit ist nicht nur ein grandioser Roman, sondern auch der perfekte Ratgeber für alle Lebenslagen. Alain de Botton Der vierte Roman aus Marcel Prousts „À la recherche du temps perdu“ heißt „Sodom und Gomorrha I“, erschienen in zwei Bänden zwischen 1920 und 1921. Im Alten Testament sind mit diesen Namen Städte benannt, die Gott unter einem Regen aus Feuer und Schwefel begrub, weil sie sich der Sünde hingegeben haben. Im Stadtpalais der hochadligen Familie der Guermantes hat sich für Marcel, den Ich-Erzähler, zuvor die mondäne Welt der exquisiten Gesellschaft erschlossen. Jetzt ist es Ausgangspunkt seiner Entdeckung der Welten von Sodom als der der männlichen und Gomorrha als der der weiblichen Homosexualität…

Die Hörspielfassung wahrt die Eckpfeiler des Handlungs- und Erzählverlaufs. Sie kürzt aber radikal, um Platz zu schaffen: für umfangreiche akustische Tableaus entlang der Satzkonstruktionen, die den Proustschen Erinnerungsprozess in all seiner Heterogenität belassen, in all seiner Komik und Unbarmherzigkeit. Das Hörspiel basiert auf der neuen Übersetzung der „Recherche“ durch Bernd-Jürgen Fischer, die 2016 abgeschlossen wurde.

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SWR2 Essay – Seit Brian Eno und seinem Album Ambient 1: Music for Airports von 1978 entwickelte sich das Genre der Ambient Music. Enos Definition: Ambient Musik soll ebenso „ignorierbar wie interessant“ sein. Ganz auf Entspannung ausgelegt, war das Genre seither vielen Schmähungen ausgesetzt: „Fahrstuhl- und Kaufhausmusik“, „Esoterikmist“ etc. Doch damit wird man dem Phänomen nicht gerecht. Vielmehr erfährt das traditionelle Komponieren mit der Ambient Music eine einschneidende Sinn- und Schwerpunktverschiebung. Es geht um Hörraumkonstrukte, um akustische Neuschöpfungen individueller Umgebungsrealitäten.

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/die-vermessung-des-sorglosen-hoerraumkonstrukte-der-ambient-music-swr2-essay-2022-01-02-100.html

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Imperium bezeichnet im antiken Rom zunächst die Amtsgewalt eines Beamten, später den römischen Herrschaftsbereich (Imperium Romanum), davon abgeleitet weitere Groß- und Weltreiche.

Krachts Imperium ist eine ironisch gebrochene (oho) Südseeballade, in bewusster Anlehnung an Joseph Conrad, Jack London und die Comicfigur Corto Maltese des Italieners Hugo Pratt. Krachts Protagonist ist aber eine reale Person. Der 27-jährige Nürnberger August Engelhardt (1875 – 1919) macht sich 1902 per Schiff auf, um in der deutschen Kolonie Papua-Neuguinea auf der Insel Kabakon eine Art religiöse Gemeinschaft zu gründen. – SWR2

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Eine Frau, ein Hochsitz, ein Wald, eine Matte aus Schaumstoff, eine Isomatte, ein Schlafsack, eine Decke, ein Wasserkanister, eine Taschenlampe, ein Vogelbestimmbuch, Zeitungen, ein Notizbuch, ein Stift, eine Laute, Kleidung.

Durch ein tragisches Erlebnis aus der Bahn geworfen, bricht die allmählich aus dem Schockzustand erwachende Ich-Erzählerin mit dem Nötigsten aus dem zivilisierten Leben aus. Ihr Domizil ist ein weit abgelegener Hochsitz draußen in der Wildnis.

„Wild ist scheu“ erzählt mit feiner Melancholie, leisem Humor und Zartgefühl von einem Abschied.

https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/wild-ist-scheu-swr2-hoerspiel-2021-11-21-100.html

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SWR 2 – Samstag, 27. November 2021 um 19:05 Uhr

Kaum ein Paris-Tourist verirrt sich in das ärmliche 15. Arrondissement. Einem der Verlierer bei den undurchsichtigen Spielen, die dort während des Algerienkrieges gespielt wurden, ist 1957 der Privatdetektiv Nestor Burma auf der Spur: seinem einstigen Schützling Paul Demessy, den er als Clochard aus der Gosse gezogen hat und der nun aus seinem tristen Fabrikarbeiter-Leben verschwunden ist. Er hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen. Aber nur noch den Gewinner bei diesem Spiel trifft Burma lebend. (Hördat)

Und: https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/leo-malet-ein-clochard-mit-schlechten-karten-100.html

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Er war ein Spieler in jeder Hinsicht: Fjodor Dostojewski hat nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Figuren Äußerstes abverlangt. In seinen Romanen lotet der vor 200 Jahren geborene russische Schriftsteller menschliche Abgründe und Komplexität aus. Woher kommt die Faszination für diesen Autor, worin besteht das Geheimnis seiner Wirkung? Und welche Bedeutung hatte Dostojewski als öffentlicher Intellektueller? – Sendung von

Silke Arning diskutiert mit
Prof. Dr. Christoph Garstka, Slavist, Universität Bochum, Vorsitzender Deutsche Dostojewski-Gesellschaft
Christine Hamel, Russland-Expertin und Kulturkritikerin des BR
Klaus Mertes SJ, Deutscher Jesuit, Superior Ignatiushaus, Berlin

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Er gilt als einer der wirkungsvollsten Autoren der Weltliteratur: Der Russe Fjodor Michajlowitsch Dostojewski, geboren am 11. November 1821 in Moskau, war ein virtuoser Erzähler.

In seinen Romanen schuf er tragikomische, aber auch sehr menschliche Figuren mit widersprüchlichen, zuweilen irren Reflexionen. Der Mensch Dostojewski aber war ein wandelndes Paradox. Er predigte Versöhnung und Menschenliebe und offenbarte zugleich nationalistische, rassistische und militante Überzeugungen. Bis heute wird dieser Schriftsteller kontrovers diskutiert. Doch sein Werk, in dem er die Tiefen des menschlichen Bewusstseins ausleuchtete, bleibt immer aktuell. SWR2 Wissen

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