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Posts Tagged ‘SWR2’

Die Meerjungfrau ist eine Figur, die in der Lage ist, Gegensätze aufzulösen. Sie lädt dazu ein, überkommene Kategorien und Bewertungsmaßstäbe beiseitezulegen. Eine Seinsform, die vor Herrschaftsstrukturen flieht und sich gegen die so genannte „normale Menschheit“ positioniert. Eine Form der Störung, ein Modus des Nichtwissens, eine widerständige Ontologie, eine Fantasie des Lebens jenseits des Menschen. „Wenn ich groß bin, was werde ich dann? Meerjungfrau.“ – SWR2 Essay

Das Meeresrauschen auf dem Grund einer Muschel, an mein Ohr gehalten irgendwo in einer niedersächsischen Stadt, nichts als Häuser um mich herum und dahinter Felder, Felder, Felder, … – das Rauschen erzählt von bleichenden Riffen, von Übersäuerung, aber auch von dem Kind, das ich war, das Kind, das bis zu den Oberschenkeln im Meer steht, die bunte Regenjacke leuchtet neon gegen den Horizont, ein dunstiger Herbsttag, Weißwassertosen, allein in dieser Brandung, der Blick auf den Ozean, was macht es, was sucht es dort, was hat es gesehen, was hat es gehört?

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Kann man sich aussuchen, was man wünscht? Und was wünscht man sich, wenn alle Wünsche wahr geworden sind?

SWR2 Essay

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Ein Bankräuber bricht aus dem Gefängnis aus und macht sich auf in den australischen Busch. Dort liegt seine Millionenbeute vergraben. Die Polizei verfolgt ihn. Aber sie bekommt Konkurrenz. Von der Spionageabwehr. – SWR2

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Der Schatten hat keinen guten Ruf. Im Schatten stehen, das heißt: in der zweiten Reihe stehen, im Regen stehen, nicht von Bedeutung sein, keine Lobby haben. Das Leben im Schatten ist arm, der Platz im Schatten macht bleich. Wo die Effizienzleuchte herrscht und der Platzhirsch in der Lichtung röhrt, ist der Schatten längst stumm in der Versenkung verschwunden. Aber vielleicht hat er uns doch etwas zu sagen, der Schatten. SWR2

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In der Musik schien für eine ganze Weile alles klar: Es gab die Hauptsache (die Noten, die Töne) und alles mögliche Andere drumherum. Aber stimmt das so noch oder überhaupt? Sind Raum und Aufführungssituation, Texte, Bilder usw. nicht Teil des Ganzen? Im gesellschaftlichen Kontext erscheint die Musik (wie alle Kunst) gern selbst als Nebensache. Wie gerechtfertigt oder womöglich gar gefährlich ist das? Und wie hängen Ästhetik und Politik zusammen? Der Essay des Komponisten Manos Tsangaris versetzt ein scheinbar festes Gefüge in Schwingung. – ardaudiothek.de

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SWR 2 – Sonntag, 4. Juli 2021 um 14:05 Uhr. Oder gleich hier

Ein Amerikaner in Paris. Im Frühjahr 1971 treibt sich ein fetter, drogenkranker Kerl aus den USA in den Bars der Seine-Metropole herum. Er trinkt viel, spricht wenig und wenn ihn jemand erkennt und anspricht, nickt er nur: ja, ich bin’s. Es ist Jim Morrison, legendärer Kopf der legendären Band „The Doors“. Aber in Paris ist er nicht als Musiker, sondern als Poet, der die Musik hinter sich gelassen hat. Ein Dichter wollte er immer sein. Ein Dichter, der keine Begleitband mehr braucht. In Paris will sich Morrison neu orientieren – an seinen französischen Vorbildern Baudelaire und Rimbaud – und neu positionieren – neben seinen amerikanischen Vorbildern Ginsberg und Kerouac. Doch der Traum vom Neuanfang dauert nicht lang.
Am 3. Juli 1971 stirbt der 27-jährige Jim Morrison in seiner Badewanne. Offizielle Todesursache: Herzversagen. Begleitet von Fans und Freunden Morrisons ist Egon Koch den wenigen Spuren, die der Rockstar als Poet in Frankreich hinterlassen hat, gefolgt: durch Bars, Buchläden und Hotelzimmer bis zu seinem Grab. (Hördat)

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Der Mensch ist die einzige Spezies, die fast ausschließlich auf zwei Beinen unterwegs ist. Damit wir das Gleichgewicht halten, koordiniert das Gehirn die komplexen Informationen aus Rezeptoren in der Muskulatur, Sensoren im Innenohr und den Augen. Viele Erwachsene können jedoch die Balance nicht mehr halten, Stürze nehmen zu. Die WHO nennt sie als zweithäufigste zum Tode führende Unfallursache nach Verkehrsunfällen. Mehr Bewegung, Balance-Übungen und geistige Entspannung können vorbeugen. – SWR2 Wissen

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Nach Texten von J.A. Baker.

Naturverbundenheit als Kunst: In seinem neuen musikalischen Hörstück thematisiert Werner Cee das Verhältnis des Menschen zu seinem Lebensraum. Ausgangspunkt sind Texte des in Deutschland kaum bekannten, in England jedoch verehrten Autors John Alec Baker (1926 – 1987). Er steht in der Tradition des „Nature Writing“, in der das Schreiben über die Natur dokumentarische wie poetische wie politische Dimensionen erschließt. Bei Baker ist es die Landschaft von Essex, die magisch zu sprechen beginnt und die er zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchstreift hatte. – SWR2

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SWR 2 – Sonntag, 6. Juni 2021 um 18:30 Uhr – SWR2

Platonow, dessen prägendes Grunderlebnis die große Dürre und anschließende Hungerkatastrophe des Jahres 1921 war, arbeitete von 1922 bis 1926 als Leitender Meliorator und setzte sich mit den Ursachen der Wüstenbildung auseinander. Wüsten waren für ihn das Ergebnis einer verheerenden Wirtschaft, die ihre eigenen Lebensgrundlagen vernichtete, insbesondere durch die Zerstörung des Wasserkreislaufs. Ziel des Kommunismus müsse es sein, dem Raubbau des Menschen an der Natur ein Ende zu setzen. Lothar Trolle hat sich Andrej Platonows 1935 entstandene Novelle »Dshan« anverwandelt und sie überschrieben. In seinem Hörspiel verschmelzen Hölle und Paradies, archaischer Mythos und minutiöse Dokumentation, Utopie und Leid, Seele und Blindheit, Leben und Sterben zu einem sprachgewaltigen Erzählstrom.

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