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Archive for the ‘Geschichte’ Category

Besonders für den Anfänger ist es fast unmöglich, allein zu meditieren. Es geht nur in einer Gruppe, die vorher abspricht, wie lange die Meditation dauern soll. Unser Stolz oder unsere Scham zwingt uns dann dazu, vor dem Ende nicht aufzugeben: Wenn es andere können, dann kann ich es auch. Stolz ist nicht immer negativ; als Mittel zum Zweck kann es recht nützlich sein. Die anderen wackeln nicht, deswegen werde ich auch nicht wackeln; ich bin zu stolz dazu. Ich bin zu stolz, vor Schmerz zu stöhnen; ich sitze still, genau wie die anderen. Wenn jeder das denkt, sitzt die Gruppe wirklich still. Manchmal … musste ich schluchzen, unfähig mich zu beherrschen. Dann bemerkte der Vorsteher meine schlechte Verfassung und schickte mich für fünfundzwanzig Minuten nach draußen. Dann musste ich auf und ab gehen und die Konzentration fortsetzen – immer in einem Teil des Gartens, den der Obere von seinem Platz nahe dem Eingang zur Meditationshalle überblicken konnte.

Zen-Buddhismus

  • Der leere Spiegel – Erfahrungen in einem japanischen Zen-Kloster. Übersetzt von Herbert Graf. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1977
  • Ein Blick ins Nichts – Erfahrungen in einer amerikanischen Zen-Gemeinde 1973
  • Reine Leere – Erfahrungen eines respektlosen Zen-Schülers 1999)
  • Das Kōan und andere Zen-Geschichten. Rowohlt 1996

https://www.wikiwand.com/de/Janwillem_van_de_Wetering

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NDR Info – Sonntag, 29. Jan 2023 11:04 Teil 1/5 – Begegnung in der Hölle

NDR Info – Sonntag, 29. Jan 2023 15:04 Teil 2/5 – Das Paradies

An einem Tag im Oktober 1980 liegt in einem Haus bei São Paulo, Brasilien, ein Mann tot in seinem Badezimmer. Er ist blutüberströmt, ein Stich in die Brust beendete sein Leben. Der Tote, Gustav Wagner, ist der ehemalige Lagerspieß des Vernichtungslagers Sobibor. Hier wurden in den 40er Jahren knapp 250.000 Juden getötet. Die brasilianische Polizei geht nach kurzer Untersuchung davon aus, dass Wagner sich selbst das Leben genommen hat. Doch kurz nach Wagners Tod geht eine Postkarte um die Welt, abgeschickt vom jüdischen Sobibor-Überlebenden Stanislaw Szmajzner, genannt Shlomo. Die mit der Karte verbundene Botschaft ist mehrdeutig: Ist die Postkarte ein Geständnis?

https://www.ardmediathek.de/serie/shlomo-der-goldschmied-und-der-nazi/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS80ODY2/1

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Video 50 ist ein außergewöhnliches Video-Skizzenbuch, eine höchst originelle, visuell dramatische und häufig humorvolle Sammlung von einhundert gekürzten „Episoden“, die für das Fernsehen produziert wurden. Dieser rätselhafte Stil-Essay, der sich als eine Reihe von 30-Sekunden-Vignetten entfaltet, zeichnet sich durch eine unaufgeregte Theatralik, symbolistische Bilder, surrealistische Gegenüberstellungen und die Wiederholung von visuellen Schlüsselmotiven aus. Unauslöschliche, präzise komponierte Bilder – ein Mann, der über einem Wasserfall wippt, ein schwebender Stuhl, ein zwinkerndes Auge, ein Papagei vor der New Yorker Skyline – werden von einer „architektonischen“ Tonspur begleitet, die anstelle von Worten gesprochene „phonetische Muster“ enthält.

https://ubu.com/film/wilson_50.html

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Eine Welt ohne Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Unterdrückung, eine Gesellschaft, in der die Freiheit aller Einzelnen die Bedingung der Freiheit aller ist, ein Fortschritt, der allen Mobilität, gute Arbeit, materielle Fülle und Gesundheit bringt – diese soziale Utopie ist so alt wie die europäische Neuzeit.

In der Krise der kopernikanischen Wende wurden die ersten utopischen Entwürfe von Mönchen, Staatsmännern, Philosophen formuliert. Aus den Krisen der industriellen Gesellschaft wuchsen die radikalen liberalen, sozialistischen oder kommunistischen Philosophien eines Fortschritts, der allen die volle Entwicklung ihrer Fähigkeiten ermöglichen solle. Das kapitalistische Wachstum hat den Wohlstand in unserem Teil der Welt ins Unermessliche wachsen lassen, aber auch die globale Ungleichheit, die ökologischen Gefahren, die Kriege, die wirtschaftlichen Katastrophen. Heute zerstört dieser Fortschritt die Grundlagen unseres Lebens, und es wächst die Erkenntnis, dass nur noch radikale Änderungen Leben und Überleben sichern können.

Aber was ist aus den utopischen Konzepten geworden? Brauchen wir neue Utopien oder reichen die alten? Und was hindert Menschen daran, für ihre Interessen zu kämpfen?

https://www.deutschlandfunk.de/die-ideen-sind-da-doch-wir-noch-nicht-so-weit-warum-utopien-100.html

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Aber meistens wiederholte man bestimmte Namen und zeichnete oder stellte sich bestimmte symbolische Figuren vor, die eine genaue Bedeutung angenommen hatten, nicht nur für den dunklen Bereich des eigenen Geistes, sondern für den Geist des Volkes.

Ich beschloß, die Namen zu wiederholen, die im kabbalistischen Lebensbaum (Sohar) mit dem Mond assoziiert sind, den göttlichen Namen, den Namen des Engelordens, den Namen der Planetensphäre (usf,), und wahrscheinlich, obwohl ich mich nicht genau daran erinnere, bestimmte geometrische Figuren zu zeichnen Ich beschloß (…) meine Mondbeschwörung in Galway zu machen. Das tat ich Nacht für Nacht vor dem Schlafengehen, und nach vielen Nächten, acht oder neun etwa, sah ich zwischen Schlaf und Wachen einen galoppierenden Zentauren und einen Augenblick später eine nackte Frau von unsagbarer Schönheit, die auf einem Piedestal stand und mit einem Pfeil auf einen Stern schoß. Ich habe den Farbton dieses herrlichen Fleisches noch vor Augen, mit dem verglichen alles menschliche Fleisch ungesund aussieht, und ich erinnere mich, dass andere, die solche Gestalten gesehen haben, dasselbe Merkmal im Gedächtnis behielten.

Das wäre möglich, es war groß und weiß, aus Kulmbach zur Leihe?

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Von Marco Maculotti

(…)  Meyrink … beginnt seine vierzigjährige „Suche“, kopfüber in die Welt des Okkultismus, des Spiritismus, der esoterischen Wissenschaften, der kabbalistischen Lehren und orientalischen Praktiken wie Yoga und Tao eintauchen. Jahrzehntelang widmete er sich telepathischen Experimenten, Sitzungen, alchemistischen Transmutationen, yogischen und „magischen“ Praktiken jeglicher Art; erlebt persönlich die Einnahme von Halluzinogenen und Giften; er interessiert sich für die phänomene der Vorausschau und entwickelt auch erhebliche praktische Fähigkeiten; er wird in eine sehr große Anzahl von Geheimgesellschaften und para-freimaurerischen Logen in Kontinentaleuropa eingeweiht. Der so erworbene Erfahrungs- und Wissensschatz wird für Meyrink die eigentliche Grundlage und zugleich den Kern seines schriftstellerischen Schaffens darstellen, zu dem wesentliche Romane wie Der Golem  und Das grüne Gesicht gehören.

https://axismundi.blog/de/2018/09/25/Gustav-Meyrink-%C3%BCber-die-Grenzen-des-Okkulten/

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https://diekarthause.jimdofree.com/scriptorium/die-kart%C3%A4user/der-orden/

https://chartreux.org/moines/de/

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Der pflanzenüberwucherte Innenraum einer halbverfallenen (möglicherweise) gotischen Kirche von berückender Schönheit: Angenehme Proportionen eines kraftvollen Raumes, reiches Maßwerk, schöne Fenster, Skulpturen. Im Nachhinein ist völlig klar, daß der Ort nicht besonders ausgedehnt sein konnte, aber das bemerkte man nicht. Denn auch die unscheinbarste Schönheit wirkt immer groß und vollständig. Das ist ihr Geheimnis. 

https://martininbroda.blogspot.com/2023/01/la-chapelle-lange-au-violon.html

Gelegentlich ist die Wirklichkeit doch zu wenig respektabel, als daß wir sie ernsthaft in Erwägung ziehen könnten.

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