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Posts Tagged ‘DLF’

Filmemacher, Autor, Vordenker und Sinnsucher: Alexander Kluge ist einer der produktivsten Intellektuellen Deutschlands. Mit „Pluriversum“ widmet das Essener Folkwang-Museum Kluge jetzt eine Ausstellung, die der 85-Jährige selbst mitgestaltet hat. – Von Michael Köhler

Während der Ausstellungsdauer wird er mit Georg Baselitz, Helge Schneider, Hannelore Hoger und anderen tätig sein. Diese Ausstellung bietet – um es mit einem Buchtitel von Alexander Kluge zu sagen, eine „Chronik der Gefühle“, die nicht kalt lässt. Selten ist das filmische und literarische Werk eines geistigen Monteurs, eines intellektuellen Klempners, so geistreich und sinnlich präsentiert worden.

„Ich würd´ mich als 16-Jährigen genauso sehen wie jetzt. Und in mir spricht jemand, der nicht sehr alt ist.“ – DLF

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Eine Lange Nacht mit dem Künstler Klaus …Der Künstler Klaus Staeck eckte mit seinen politischen Plakaten an, einmal traf ihn auch ein Ausstellungsverbot. Die „Lange Nacht“ sendet ein Gespräch über ihn, er kommentiert sein Leben und sein Werk. www.dlf.de/392463

Kritisiert wurde er von den 68ern, gehasst besonders von den konservativen Erben der Nach-Adenauerzeit, die ihn wegen der bis zur Kenntlichkeit entlarvenden Polemiken reihenweise vor Gericht brachten. Da waren sie bei dem Volljuristen, Grafiker, Verleger, Designer und ehemaligen Präsidenten der Akademie der Künste Professor Klaus Staeck aber an der falschen Stelle. Von den vielen Prozessen hat er bis heute keinen verloren.

Mit seinen grafischen „Staeckbriefen“ hat der Sozialdemokrat auch nicht die etablierte Politik der Ära Brandt/Schmidt verschont. Die Lange Nacht beleuchtet das vielschichtige Leben dieses Künstlers, der im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird.

http://www.deutschlandfunk.de/eine-lange-nacht-mit-dem-kuenstler-klaus-staeck-nichts-ist.704.de.html?dram:article_id=392463

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Krähen leben nah beim Menschen, sie beobachten uns, beeindrucken uns mit ihrer Intelligenz. Sie können sich Gesichter merken und mit Wölfen paktieren. Kurz: Sie sind unheimliche Wesen – und gerade deshalb so faszinierend.

Direkt neben dem Flughafen Tegel lebt die letzte Saatkrähenkolonie Berlins. „Dieser Flughafen Tegel ist ein beliebter Schlafplatz, die dann abends hier einfallen und dann auf den Bäumen, auf den Gebäuden oder auch drinnen in diesem Rondell, wo es zum Parkdeck runtergeht, nächtigen“, sagt Jens Scharon. Er ist Artenschutzreferent beim Naturschutzbund Berlin. Wenn er über Krähen erzählt, fallen drei Dinge auf. Erstens: Krähen wohnen oft an Orten, die nahe beim Menschen sind und auf den ersten Blick gar nicht besonders naturbelassen wirken, sondern unfreundlich und kühl. Das erinnert an eine Passage aus Philip Roths „Der Menschliche Makel“:

„Unzählige Krähen rings um den Parkplatz. Der Krähenkongress bei Friendly’s. Was finden Krähen bloß an Parkplätzen? Was machen sie da? Wir werden‘s nie herausfinden. Genauso wenig wie alles andere.“ – DLF

http://www.deutsche-vogelstimmen.de/saatkrahe/   –   https://www.wikiwand.com/de/Raben_und_Kr%C3%A4hen

 

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Der Religionswissenschaftler Michael Blume beobachtet einen „stillen Rückzug“ der Muslime. Viele hätten Glaubenszweifel und mit der Religion wenig oder gar nichts mehr zu tun, sagte er im Dlf. – Michael Blume im Gespräch mit Andreas Main

Herr Blume, ich zitiere mal eine Überschrift von Ihnen, wie der Islam erstarrte. Sie sprechen vom – so wörtlich – „Schicksalsjahr 1485“. Es geht um den Buchdruck. Sie sprechen von einer der ‚verhängnisvollsten Fehlentscheidung der Weltgeschichte‚. Damals wurde verboten, arabische Buchstaben zu drucken. Wie kam es dazu und was waren die Folgen?

Blume: Also, wir haben in Europa ja die Situation, dass um 1450 Gutenberg den Buchdruck erfindet. Und das breitet sich dann sehr schnell aus, auch deswegen, weil Europa sehr zersplittert ist und es nicht möglich ist, das zentral zu verbieten.

Und um 1485 kommt eine Handelsdelegation nach Istanbul und fragen bei der hohen Pforte an, ob sie auch im Osmanischen Reich eine Druckerpresse aufbauen können…

Die islamische Welt ist eigentlich auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Sie breitet sich aus. Die Schriftgelehrten sagen dem Sultan: Auf gar keinen Fall soll er das zulassen, weil dann kann ja nachher jeder lesen und schreiben. Und das ist eine verantwortungsvolle Kunst, für die man Jahre braucht und die nur wenigen Gebildeten vorbehalten sein soll.

Und so verbietet Sultan Bayezid II. den Buchdruck im Osmanischen Reich, und zwar für arabische Buchstaben, was auch bedeutet für Persisch und Osmanisch. Und das Ergebnis davon ist eben, dass tatsächlich das Osmanische Reich stabil bleibt.

Also, wir haben in Europa die Reformation, die Kirche bricht auseinander, es entstehen Konfessionskriege, dann aber auch Aufklärung und Humanismus, während umgekehrt in der islamischen Welt, es bleibt zwar stabil, aber es entwickelt sich auch nicht weiter…

http://www.deutschlandfunk.de/religion-der-islam-kann-auch-untergehen.886.de.html?dram:article_id=394307

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Die 50er-Jahre wurden in Westdeutschland vor allem von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder geprägt. In Sachen Humor und Satire aber war die Adenauer-Republik Entwicklungsland. Das änderte sich mit der Satirezeitschrift „pardon“, die vor 55 Jahren erstmals erschien.– DLF

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Um Aufschluss über die Gegenwart zu erhalten, soll Vergessenes erinnert und Vergangenes rekonstruiert werden. Entscheidend dabei werden Sprache und Bilder. Walter Benjamin ist ein Sprachmagier, der die Kunst beherrscht, seine Leser zu verführen – eine ganze Nacht lang.

Auf das „bucklicht Männlein“ kommt Benjamin in der „Berliner Kindheit um Neunzehnhundert“ zu sprechen. Wer von diesem buckligen Gesellen angesehen wurde, der gab nicht Acht und ihm zerbrach etwas oder er fiel hin. „Ungeschickt lässt grüßen“, kommentierte Benjamins Mutter diese Unachtsamkeit. Benjamin wurde vom „bucklicht Männlein“ schärfer angesehen, als er sich selber sah. Die Erinnerungsbilder, die das Männlein gesammelt hat, wecken Benjamins Interesse.- DLF

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Ein Schritt vor und zwei Schritte rückwärts: Diese Sendung wechselt immer wieder die Abspielrichtung. Ton- und Videoaufzeichnungen zeigen uns, wie sich Leben rückwärts anhört. Dadurch kamen Ängste zurück, dass sich im Rückwärts von Musik, Film und Sprache unheimliche oder gar teuflische Botschaften verbergen könnten.- radio.friendsofalan.de

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