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Posts Tagged ‘DLF’

Warum Menschen glauben, wollte Sigmund Freud wissen. Seine Antwort: Weil sie nicht erwachsen sind, sondern wie ein Kind Trost und Hilfe von einem Vater im Himmel erhoffen. Zum Judentum bekannte sich der Psychoanalytiker – zur jüdischen Religion nicht. – Von Klaus Englert

Der Vater der Psychoanalyse Sigmund Freud erzählte einmal mit süffisanter Ironie, wie ein ausgezeichneter Mann, der sich rühmte, sein Freund zu sein, ihn zur Religion habe bekehren wollen. Der Wiener Psychoanalytiker zeigte sich überrascht, denn er hatte ihm zuvor sein religionskritisches Pamphlet Die Zukunft der Illusion geschickt. In seinem Brief erzählte ihm der Bekannte, dass er in der Religion ein Gefühl von „Ewigkeit“, von etwas „Unbegrenztem“ verspürt. Er empfinde sogar ein „ozeanisches Gefühl“. Freud erwiderte darauf in seiner bekannt trockenen Art: Dieses „ozeanische Gefühl“ habe er selbst niemals an sich entdeckt.- DLF

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Askese sei schrecklich, sagt der Würzburger Theologe Klaas Huizing, Verzicht auf gutes Essen sei ein Ergebnis der „Sündenverbiesterung“. Aber Tugenderziehung findet er angebracht, gerade zur Fastenzeit. Die Kirchen sollten sich nicht scheuen, als Moralagenturen aufzutreten.

Klaas Huizing im Gespräch mit Christiane Florin – DLF

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„Das Büro“ von J.J. Voskuil – gelesen von Wolfgang Schiffer, KulturSalon Freiraum, Köln, Gottesweg 116a, samstags 11:00 Uhr, sonntags 17:00 Uhr – wolfgangschiffer

24. Februar 2018

1.Der 2008 verstorbene niederländische Autor J.J. Voskuil war ein Unikat. Im Rentenalter schuf er mit dem mehrteiligen Roman „Das Büro“ einen Bestseller. Experten feiern ihn schon jetzt als ersten Klassiker des neuen Jahrtausends. Jetzt ist der siebte und letzte Band auf Deutsch erschienen.

Von Enno Stahl – Auch Maarten Koning würde vorziehen, es nicht zu tun, zu arbeiten nämlich – ganz so wie Bartleby, die genial anarchische Figur Herman Melvilles. Aber Kooning, dem unverhohlenen alter ego seines Autors Johannes Jacobus Voskuil, fehlt dieser Schuss Desporadotum freundlicher Verweigerung. Daher heuert er widerwillig und gegen den energischen Widerstand seiner Frau Nicolien, die ihn nicht mit einer beruflichen Anstellung teilen möchte, Ende der 1950er-Jahre im Institut für Volkskultur seines Mentors Anton P. Beerta an. DLF

2.Einmal im Jahr – Geburtstag. Sich selbst beschenken. Wieder ist es passiert. Diesmal das wohl langwierigste literarische Gesamtkunstwerk von J.J.Voskuil – Das Büro genannt. Eine Biographie eines Büroangestellten von 1957 an. Erblickte das Licht der Welt 1996 und erzeugte, wenn man dem Nachwort aus Band 1 glauben darf, eine regelrechte Voskuil Manie in den Niederlanden. Die Leute standen Schlange nach diesem eigenwilligen Buch, das (fast) ohne Sex und Crime auskommt. Das liest sich wie „Buchhalterprosa“, schimpften die Kritiker. Der Harry Potter der Niederlande? Ein neuer Marcel Proust? verhoovensbuch.wordpress.com

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Rudolf Otto hat 1917 ein Buch veröffentlicht, das bis heute in über 20 Sprachen übersetzt wurde: „Das Heilige“. Otto beschreibt darin etwas, das man seiner Meinung nach gar nicht in Worte fassen kann: das Erschaudern im Angesicht Gottes.

In einer „kulturpessimistischen“ Zeit sei das Buch aktueller denn je, sagt der Religionswissenschaftler Fritz Heinrich. – Von Christian Röther

http://www.deutschlandfunk.de/100-jahre-das-heilige-von-rudolf-otto-ein-prophet-des-20.886.de.html?dram:article_id=386583

http://www.deutschlandfunk.de/rudolf-otto-und-die-erfahrung-des-heiligen.886.de.html?dram:article_id=233339

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Der rumänische Religionsphilosoph Mircea Eliade galt als „Einstein der Religionsgeschichte“. Er vertrat eine scheinbar simple Botschaft: Die Menschheit solle zurückkehren zu ihren religiösen Wurzeln, um die Probleme der Moderne zu lösen. Damit fand Eliade in ganz unterschiedlichen Milieus Zuspruch – von Hippies bis zur Neuen Rechten.- DLF

„Die menschliche Existenz ist bedeutungslos geworden. Der Mensch lebt in einer Natur ohne Vorbild, ohne Schöpfer, ohne Ziel. Das ist der Nihilismus, den Nietzsche ausgerufen hat, als er sagte ‚Gott ist tot‘.“

Dem Religionsphilosophen Mircea Eliade geht es um das große Ganze: um das Heilige. Er empfindet den modernen westlichen Menschen als defizitär. Der Mensch finde sich in der Welt nicht zurecht, weil er die höhere Ordnung darin nicht mehr erkenne, diagnostiziert Eliade. Er empfiehlt der Menschheit, zur Weltsicht ihrer Vorfahren zurückzukehren.

 

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Bis zum 6 Januar schließe ich die Fensterläden!

 

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Als am Weihnachtsmorgen 1717 eine verheerende Sturmflut auf die Nordseeküste zurollte, schliefen die meisten Bewohner hinter den Deichen noch. Die Flut ließ ganze Siedlungen verschwinden, Tausende Menschen starben. Es ist eine Katastrophe, die wir nicht vergessen sollten, warnen Klimaforscher und Küstenbauingenieure. Warum? – Von Tomma Schröder – DLF

„Opferzahlen und Verluste: Minsen: 255 Menschen, 69 Pferde, 273 Rinder, 104 Schweine, 206 Schafe, 55 weggetriebene Häuser“

Conrad Joachim von Ummen, Zeitzeuge und Chronist: „Ach eine Weyhnachts-Fluht hat unser Glück verhüllt / Von dieser Jammer-Nacht wird meine Feder schreiben / und dessen Bitterkeit soll mir der Führer bleiben“

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