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Archive for the ‘Essay’ Category

Über den Schatten – Ein Gespräch im Sommer

Der Schatten hat keinen guten Ruf. Im Schatten stehen, das heißt: in der zweiten Reihe stehen, im Regen stehen, nicht von Bedeutung sein, keine Lobby haben.

Das Leben im Schatten ist arm, der Platz im Schatten macht bleich. Wo die Effizienzleuchte herrscht und der Platzhirsch in der Lichtung röhrt, ist der Schatten längst stumm in der Versenkung verschwunden.

Aber vielleicht hat er uns doch etwas zu sagen, der Schatten.

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/ueber-den-schatten-swr2-essay-2021-06-21-100.html

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Peter Brook ist tot, der große Regisseur, der das Theater zu seinem Urgrund, dem Menschen auf der Bühne, zurückführte. – Von Egbert Tholl

Es gebe, schrieb Peter Brook in den Sechzigerjahren in seinem Essay „Der leere Raum“, vier Formen von Theater: das konventionelle, das er für tödlich hielt, das heilige, das an Ritualen festhalte und deshalb wohl überlebensfähig sei, das volksnahe, derbe und das unmittelbare. Das mochte er am liebsten. Denn, und mit dieser Definition wurde er berühmt, bedeutend, hunderttausendmal zitiert: „Ich kann jeden leeren Raum nehmen und ihn eine nackte Bühne nennen. Ein Mann geht durch den Raum, während ihm ein anderer zusieht; das ist alles, was zur Theaterhandlung notwendig ist.“

https://www.sueddeutsche.de/kultur/nachruf-peter-brook-theater-regisseur-1.5614162

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In havant, südengland, machen etwa 70 recht alte menschen radio. musik wird nur aus der zeit vor 1959 gespielt. werbungen müssen klingen wie damals. die moderatoren sind total unprofessionell und plauschen vor sich hin. wünsche und grüße werden versendet, lieder vor 30 jahren verstorbenen partnern gewidmet. gesendet wird aus einem kleinen ladenlokal in einer ranzigen, irgendwie stillgelegt wirkenden, einkaufsstrasse in havant. jeder darf reinkommen und bekommt dann einen kaffee. wenn man genau hinhört, fahren manchmal draußen autos vorbei…
klar, dieses radiomachen hat sicherlich so etwas wie eine therapeutische funktion. für die macher wie für die hörer. man fühlt sich nicht mehr so alt, wenn man etwas sinnvolles TUT. da fällt das aufstehen leichter, und man ist nicht allein. und dass tausende hörer das gut finden, macht die sache noch schöner. mithilfe der musiken und der gleichaltrigen moderatorInnen begeben die hörerInnen sich in eine reminiscence-therapy usw. aber das ist nicht das wesentliche an ANGEL, finde ich. das wesentliche an ANGELRADIO ist, dass hier auf eine völlig unaufgeregte art der tod verhandelt wird. unser verschwinden. und die frage beantwortet wird: was bleibt?
was bleibt sind die wellen.

https://www.hoerspielundfeature.de/angel-radio-102.html

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SWR2 Essay _ In den 70er-Jahren des vergangenen Jahrtausends versuchte der Redakteur des Radio-Essays, Helmut Heißenbüttel, zusehends, jüngere Autoren für seinen Sendeplatz zu gewinnen. Dazu gehörte auch der knapp 30-jährige Ralf Thenior. Der war ein großer Fan des amerikanischen Musikers, Lyrikers und Zappa-Intimus Captain Beefheart – und so machte er, für die erstaunten Ohren des hochkulturellen Publikums, eine Sendung über ihn. Ein ungewöhnlicher Radio-Essay ist dabei herausgekommen.

 https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/old-fart-at-play-swr2-essay-2022-04-10-100.html

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SWR2 Essay von Heike Geissler

Mit Heike Geißler besuchen wir heute die hohe Schule des Liegens. Oder die niedere? „Sie dürfen diese Liegende nicht mit einer Somnambulen oder einer Hysterischen verwechseln, ganz grundsätzlich dürfen Sie die Liegende aber verwechseln, ja, bitte, verwechseln Sie sie.

Sie dürfen die Liegende nicht mit einer Faulen verwechseln, wenngleich sie der Faulheit bedarf, sich nach Faulheit sehnt und ab und an ruft: Wo sind denn all die Faulen hin? Sind die denn schon jahrelang verschwunden? Ich läge gern einigen zu Fleißigen im Weg.“ Wir auch.

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/liegen-swr2-essay-2021-02-15-100.html

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Werden Frauen das Schachspiel erobern?

Schach ist das Spiel der Männer. Oder doch bald nicht mehr? Zumindest das Schachspiel selbst erlebt einen unglaublichen Boom: Serien wie „Das Damengambit“ faszinieren das Publikum ebenso wie die Neuverfilmung der „Schachnovelle“. – Von Louisa Thomas 

Essay

https://www.deutschlandfunk.de/damenfluegel-werden-frauen-das-schachspiel-erobern-100.html

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Günther Anders, der unerbittliche Kritiker der Technik- und Medienwelt, war nicht nur ein leidenschaftlicher Musikliebhaber, sondern auch ein professioneller Musikschriftsteller. Anders interessiert die Position des Rezipienten von Musik; in seiner groß angelegten Arbeit „Philosophische Untersuchungen über musikalische Situationen“ bemängelt er, dass die subjektive Seite des Musikhörens meistens vernachlässigt werde. Für ihn gleicht jede musikalische Hörsituation einem erfüllten Zeitraum, der den Menschen fähig werden lässt, sich in eine neue Dimension seiner Selbst umzugestalten.

https://www.ardaudiothek.de/episode/swr2-essay/verwandlungskunst-guenther-anders-als-musikschriftsteller/swr2/10406629/

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„Radio muss frei bleiben. Alles muss erlaubt sein“ – Essay von Schorsch Kamerun

Schorsch Kamerun ist Gründungsmitglied und Sänger der Hamburger Band «Die Goldenen Zitronen» sowie Mitbegründer des Hamburger «Golden Pudel Club». Er ist Theaterregisseur und -autor – und er arbeitet als Hörspielautor. Er hat für uns über die Bedeutung des Radios nachgedacht und sagt: „Das Radio muss frei bleiben. Alles muss erlaubt sein.“

https://swr2.app/s/radio-muss-frei-bleiben-alles-muss-erlaubt-sein-100

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Helmut Heißenbüttel war literarischer Experimentator, Lyriker und Büchner-Preisträger. Seinen Lebensunterhalt allerdings verdiente er zwischen 1959 und 1981 als Redakteur des „Radio-Essays“ beim Süddeutschen Rundfunk. Diese Tätigkeit war bei weitem unglamouröser, als man sich das gemeinhin vorstellt …

Michael Lissek, aktueller Essay-Redakteur, hat sich tief ins Archiv gegraben und einen Material-Essay zusammengetragen, der Briefe an Arno Schmidt und Jean Amery ebenso beinhaltet wie die Bestellung von Tesafilm. Das Funkhaus: Ein seltsamer Ort …

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/hoffentlich-bekommen-sie-ein-schlechtes-gewissen-beim-ansichtigwerden-meines-namens-helmut-heissenbuettel-im-buero-swr2-essay-2022-03-20-100.html

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