Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Essay’ Category

Spoken Essay von Reiner Niehoff und Sven Rücker

Vom biblischen Geist, der über den Wassern schwebt, über die lange Liste schwebender Heiliger, die obskurantistischen Séancen des 18. und 19. Jahrhunderts bis zu modernen Entspannungstechniken reicht die Geschichte der Levitation. Sie erzählt von den Bemühungen des Wesens, das Gegenkräfte des Leichtwerdens entwickeln möchte. Die Utopie der Levitation tritt an gegen den „Geist der Schwere“ (Nietzsche), der uns auf den Boden der vermeintlichen Tatsachen zurückbringen will. swr2-essay

Read Full Post »

Sendung am

He. Sie da. Sie widerliches Stück Abschaum. Ich werde Sie zertreten wie eine Ratte.

Warum? Wissen Sie wirklich nicht, was Sie sich vorzuwerfen haben? Sie wissen es schon sehr genau.

Alle machen Fehler? Was ist mit Ihren Fehlern? Als ob Sie der erste wären. Sich zusammenreißen? Ist Schimpfen nicht die größte Kunst?

Die Schönheit der Tirade, ihre Poesie … Die Leute sagen, sie sei zerstörerisch. Sie irren sich. Nichts ist der Schönheit näher als die Beleidigung. Hören Sie?!

SWR2 – Manuskript zur Sendung: SWR2 Essay – Hurensöhne! – Über die Schönheit und Notwendigkeit des Schimpfens

Read Full Post »

Die Meerjungfrau ist eine Figur, die in der Lage ist, Gegensätze aufzulösen. Sie lädt dazu ein, überkommene Kategorien und Bewertungsmaßstäbe beiseitezulegen. Eine Seinsform, die vor Herrschaftsstrukturen flieht und sich gegen die so genannte „normale Menschheit“ positioniert. Eine Form der Störung, ein Modus des Nichtwissens, eine widerständige Ontologie, eine Fantasie des Lebens jenseits des Menschen. „Wenn ich groß bin, was werde ich dann? Meerjungfrau.“ – SWR2 Essay

Das Meeresrauschen auf dem Grund einer Muschel, an mein Ohr gehalten irgendwo in einer niedersächsischen Stadt, nichts als Häuser um mich herum und dahinter Felder, Felder, Felder, … – das Rauschen erzählt von bleichenden Riffen, von Übersäuerung, aber auch von dem Kind, das ich war, das Kind, das bis zu den Oberschenkeln im Meer steht, die bunte Regenjacke leuchtet neon gegen den Horizont, ein dunstiger Herbsttag, Weißwassertosen, allein in dieser Brandung, der Blick auf den Ozean, was macht es, was sucht es dort, was hat es gesehen, was hat es gehört?

Read Full Post »

Strände, Berge, Steppen, Wälder: Landschaften verlocken, befremden, ergreifen oder erwecken Schauder – seit jeher. Durch eine zunehmende Ökonomisierung sind sie heute prekär geworden. Um sie zu regenerieren, ist nicht weniger notwendig als die Revolution der menschlichen Lebensweise. Von Volker Demuth – Essay und Diskurs

Read Full Post »

Kann man sich aussuchen, was man wünscht? Und was wünscht man sich, wenn alle Wünsche wahr geworden sind?

SWR2 Essay

Read Full Post »

Corona- und Klimakrise werden das internationale System verändern. Mit dem Irrweg „My Country First“ und antagonistischer geopolitischer Blockbildung werden die großen Herausforderungen nicht zu bewältigen sein, meint Claus Leggewie.

Am Horizont steht ein neuer Gesellschaftsvertrag (nunmehr zwischen den Generationen) und ein neuer Naturvertrag, der belebte und unbelebte Natur zu Mitakteuren transnationaler Politik erhebt.

Read Full Post »

Der Schatten hat keinen guten Ruf. Im Schatten stehen, das heißt: in der zweiten Reihe stehen, im Regen stehen, nicht von Bedeutung sein, keine Lobby haben. Das Leben im Schatten ist arm, der Platz im Schatten macht bleich. Wo die Effizienzleuchte herrscht und der Platzhirsch in der Lichtung röhrt, ist der Schatten längst stumm in der Versenkung verschwunden. Aber vielleicht hat er uns doch etwas zu sagen, der Schatten. SWR2

ueber-den-schatten-swr2-essay-2021-06-21-104

Read Full Post »

In der Musik schien für eine ganze Weile alles klar: Es gab die Hauptsache (die Noten, die Töne) und alles mögliche Andere drumherum. Aber stimmt das so noch oder überhaupt? Sind Raum und Aufführungssituation, Texte, Bilder usw. nicht Teil des Ganzen? Im gesellschaftlichen Kontext erscheint die Musik (wie alle Kunst) gern selbst als Nebensache. Wie gerechtfertigt oder womöglich gar gefährlich ist das? Und wie hängen Ästhetik und Politik zusammen? Der Essay des Komponisten Manos Tsangaris versetzt ein scheinbar festes Gefüge in Schwingung. – ardaudiothek.de

Read Full Post »

Essay und Diskurs 

Von Anfang an beherrschten Autorinnen wie Agatha Christie, Dorothy Sayers oder Patricia Highsmith das Mordgeschehen in der Literatur. Doch die Rolle der Frauen im Kriminalroman selbst war begrenzt. Sie gaben die schöne Leiche, die shady lady oder die strickende Amateurdetektivin. Heute ermitteln Kommissarinnen ebenso smart und hartgesotten wie ihre männliche Kollegen. Wozu braucht es also den feministischen Kriminalroman? Welche Verbrechen werden darin geahndet? Und mit welchen Waffen? Eine essayistische Ermittlung von Thekla Dannenberg.

Read Full Post »

Older Posts »