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Posts Tagged ‘Zitat’

Alles auf der Tafel von einem Tag zum anderen auslöschen, neu sein mit jedem anbrechenden Morgen, in einem ständigen Wiederaufleben unserer emotionalen Jungfräulichkeit, das, allein das lohnt die Mühe, zu sein oder zu haben, um zu sein oder zu haben, was wir auf unvollkommene Weise sind.

http://www.psp-tao.de/zitate/autor/Fernando_Pessoa/332

 

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Hüte dich, des Menschen Herz zu stören! Wird das Menschenherz bedrückt, so wird es verzagt; wird es gefördert, so wird es trotzig.

psp-tao

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„Wer fühlt, dass er sich taktlos gegen uns benommen hat, verzeiht uns das nicht.“

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Die künstliche, maschinell regulierte Zeit des modernen Menschen hat ihn nicht zum Herrn, sondern zum Sklaven der Zeit gemacht. Je mehr er versucht, Zeit zu gewinnen, desto weniger besitzt er sie. Es ist, als ob wir einen Fluß in einem Eimer einfangen wollten, ohne uns zu vergegenwärtigen, dass es ja gerade das Fließen, die Kontinuität seiner Bewegung ist, die den “Fluß” ausmacht.

Das gleiche trifft auf die Zeit zu, nur wer sie in ihrer Fülle, in ihrem ewigen und lebenspendenden Rhytmus aktzepiert, in der ihre Kontinuität besteht, kann sie meistern und sie sich zu eigen machen. Indem wir die Zeit in dieser Weise akzeptieren und willig in uns aufnehmen, ohne ihrem Fluß widerzustreben, verliert sie ihre Macht über uns. Wir werden von ihr wie auf einem Gipfel einer Wolke getragen, ohne von ihr verschlungen oder in die Tiefe gezogen zu werden”. 

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„Der Verstand entdeckte den Kampf ums Dasein und das Gesetz, das verlangt, alle zu erwürgen, die der Befriedigung meiner Wünsche entgegenstehen. Das wäre die Folgerung des Verstands. Den Nächsten zu lieben konnte der Verstand jedoch nicht entdecken, denn das ist nicht vernünftig.“

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Denn so gut wie der Rächer sehen will, um daraus Vergnügen zu ziehen, so muß derjenige, an dem er sich rächet, auch sehen, um davon Mißvergnügen zu haben und Reue zu empfinden. Es wird ihn gereuen, pflegen wir zu sagen. Glauben wir denn, daß er Reue darüber fühlen werde, wenn wir ihm eine Kugel durch den Kopf gejagt haben? 

Hier schreibt niemand anderer als ▹Michel de Montaigne. Er kennt das Wesen des Menschen in seiner Zeit: Ich lebe in einer Zeit, in der, wie es in wilden Bürgerkriegen nun einmal ist, Beispiele kaum glaublicher Grausamkeit sich häufen. Fälle, die schlimmer sind als die furchtbarsten Berichte aus der Antike, sind heute etwas Alltägliches. Trotzdem habe ich mich durchaus nicht damit abgefunden. Ehe ich es gesehen habe, habe ich mir gar nicht denken können, daß Menschen so barbarisch sein sollten, aus bloßer Mordlust einen Mitmenschen zu töten, ihm Glieder abzuhacken, mit allem Scharfsinn unbekannte Qualen und neue Todesarten auszudenken, und zwar nicht etwa aus Haß oder Profitgier, sondern nur zu dem Zweck, sich an dem Schauspiel eines Menschen in Todesnot zu weiden, an seinen Schmerzensgesten und an seinem Stöhnen und Schreien. Das ist doch offenbar die Höhe der Grausamkeit, »daß ein Mensch seinen Mitmenschen tötet nicht aus Zorn, nicht aus Angst, nur weil er ihn sterben sehen will« Der Mensch hat, fürchte ich, von der Natur selbst etwas wie einen Instinkt zur Unmenschlichkeit mitbekommen. 

Den letzten Satz, Der Mensch hat, fürchte ich, von der Natur selbst etwas wie einen Instinkt zur Unmenschlichkeit mitbekommen, den sollten wir uns mal merken. 

loomings-jay.blogspot.de

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„Ich blicke auf mein vergangenes Leben wie auf ein weites Feld in der Sonne, wenn sie durch die Wolken bricht; und ich bemerke mit metaphysischem Staunen, daß mein bedachtestes Tun, meine klarsten Vorstellungen, meine logischsten Vorhaben letztlich nichts anderes waren als angeborene Trunkenheit, naturgegebene Narrheit und großes Unwissen.“

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