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Posts Tagged ‘Zitat’

Die eigentümliche Bewegung des Wissens. Es hält sich lange still, wie Stein oder wie scheintotes Leben. Es bekommt dann plötzlich unerwartet pflanzenhaften Charakter. Man blickt zufällig hin: es hat sich zwar nicht von der Stelle bewegt, aber es ist gewachsen. Ein großer Augenblick, aber noch nicht das Wunder. Denn eines Tages blickt man woanders hin und jenes Wissen ist dort, wo es bis jetzt bestimmt nicht war, es hat seinen Ort verändert, es ist gesprungen. Auf dieses springende Wissen wartet jeder. In der Nacht, von der man erfüllt ist, horcht man auf das Fauchen der neuen Raubtiere und im Dunkel leuchtet gefährlich und gierig ihr Auge. – (Die Provinz des Menschen, 1942-1972)

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Horchen oder Hinhorchen als Stillung und Konzentration des Denkens.

Sobald der Atem hörbar ist, ist er grob und oberflächlich und vermag nicht ins Geheimnis einzudringen. Das heißt, der Geist muss ganz leicht und leise werden. Je mehr er sich von der äußeren Wirklichkeit löst, um so leichter wird er; je leichter er wird, um so stiller wird er. Übt man dies lange genug, so kommt was leise und leicht ist plötzlich zu Stillstand. Dies ist die Offenbarung des Wahren Atems, und man erkennt das Wesen des Geistes . . .

„Horchen“ ist also das „Hinhorchen nach dem Unhörbaren“. (O.W. Barth Verlag 1984)

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Wang Anshi: Unbeschwerter Geist wird nicht gefunden; um zu finden, beende die Suche.

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Die Menschen unserer Zeit kranken daran, ausgesprochen ängstlich und misstrauisch zu sein. Nur wenn eine Unternehmung ihre Zeit, Kraft und ihren Einsatz zu lohnen verspricht, handeln sie. Im Zen soll man ganz im Gegenteil einfältig werden. Ein einfacher Mensch hat keine Hintergedanken, ist nicht „schlau“. Er begehrt nichts, ist weder verklemmt noch frustriert. Er benimmt sich „unkompliziert und offen“.

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Oscar Wilde: Seichte Trauer und seichte Liebe leben lange. Grosse Liebe und grosse Schmerzen vernichten sich durch ihre eigene Fülle.

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Albert Camus: Ein zum Absurden gelangter Mensch, der folgerichtig zu leben versucht, entdeckt unweigerlich, daß nichts in der Welt schwieriger ist, als stets bewußt zu handeln. Die Umstände stehen dem fast immer entgegen. Es gilt, in einer Welt, in der Zerstreuung die Regel bildet, hellsichtig zu leben.

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14 Merkmale des Ur-Faschismus nach Umberto Eco

„Faschismus wurde zu einem „Allzweckbegriff“, weil man aus faschistischen Regimen Merkmale eliminieren kann und es trotzdem noch als faschistisch erkennbar sein wird.“ schrieb Umberto Eco 1995. „Nehmen Sie den Imperialismus vom Faschismus und Sie haben noch Franco und Salazar. Nehmen Sie den Kolonialsmus weg und sie haben noch den Balkanfaschismus der Ustascha. Fügen Sie dem italienischen Faschismus einen radikalen Antikapitalismus hinzu, (der Mussolini nie fasziniert hat) und Sie haben Ezra Pound. Addieren Sie einen Kult der keltischen Mythologie und die Gral-Mystik (völlig fremd dem offiziellen Faschismus) und Sie haben einen der angesehensten faschistischen Gurus, Julius Evola.“

 

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