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Archive for the ‘Politik’ Category

Ö1 – Samstag, 2. Juli 2022 um 14:00 Uhr (Kurzfassg.) – https://oe1.orf.at/player
Die Geschichte des Ersten Weltkrieges erscheint als Mosaik von Wirklichkeitsausschnitten. Mehr als ein Drittel des Tragödientextes ist aus Zitaten montiert, die Zeitungsmeldungen, Leitartikeln, militärischen Tagesbefehlen, Verordnungen, Gerichtsurteilen, kommerziellen Anzeigen und Gedichtsammlungen entnommen wurden. Überallhin führt Kraus: in die Straßen Wiens und Berlins, in Kanzleien und Kasernen, in Hinterhöfe und großbürgerliche Wohnungen, in Friseursalons und Redaktionen, in Vergnügungslokale und Truppenunterkünfte, in Lazarette und Wallfahrtskirchen, in den Prater und an die Kriegsschauplätze. Es treten auf, neben dem „Nörgler“ und dem „Optimisten“, der deutsche Kaiser Wilhelm II. sowie Österreichs Kaiser Franz Joseph, der deutsche Kronprinz und die österreichischen Erzherzöge – daneben Militärs und Zivilisten jeder sozialen Schattierung. Viele dieser Repräsentaten eines entmenschten Geschehens werden von Kraus ins Maskenhaft-Typische stilisiert.

http://www.xn--hrdat-jua.de/index.php?aktion=suche&dat=2022-07-02

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André Gorz, Wege ins Paradies: Die Erhaltung der Norm der Vollbeschäftigung tendiert grundsätzlich dahin, die auf der Leistungsethik beruhenden Herrschaftsbeziehungen zu erhalten.

Diese Politik, die ideologischen Grundlagen des Herrschaftsverhältnisses zu bewahren, hat hohe gesellschaftliche Kosten. Sie führt notwendig zu einer Zweiteilung der erwerbstätigen Bevölkerung: auf der einen Seite steht eine Elite von geschützten und ständig vollbeschäftigten Arbeitern, die die traditionellen Werte des Industrialismus wahren und an ihrer Arbeit wie ihrem sozialen Status hängen; auf der anderen Seite eine Masse von Arbeitslosen und unqualifizierten Arbeitern ohne Status, die unregelmäßig und ungeschützt zur Verrichtung wechselnder, aber immer uninteressanter Arbeiten herangezogen werden.

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Sein Programm steht für Intellekt, Wahnsinn und bissigen Humor. In brillanter Dialektik zerpflückt Andreas Thiel Religionen und Ideologien. Der Schweizer Kabarettist ist der Dandy unter den Komikern, der Henker unter den Poeten und ein Meister des verbalen Floretts. Sekundiert wird er beim 3satfestival vom Musikcomedy-Duo Les Papillons mit Giovanni Reber an der Geige und Michael Giertz am Piano.

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4. FEBRUAR 2014 VON UWE KALKOWSKI

Das Buch »Zehn Milliarden« von Stephen Emmott hat es in sich. Und zwar gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen ist es buchgestalterisch ein echter Hingucker, mit einem aufwändig produzierten und sehr haptischen Umschlag, der Innenteil schon fast ein typographisches Gesamtkunstwerk. Und zum anderen geht es um nichts Geringeres als den Untergang unserer Welt.

Ich erinnere mich vage, irgendwo einmal von einem Zeitpunkt in der Erdgeschichte gelesen zu haben, bis zu dem Natur und Mensch sich in einem perfekten ökologischen Gleichgewicht befanden. Dieser Zeitpunkt war um das Jahr 1780 erreicht, also kurz vor Beginn der Industrialisierung der westlichen Welt. Seitdem geht es mit der Zahl der Menschen auf diesem Planeten stetig bergauf und mit dem ökologischen Gleichgewicht immer rasanter bergab.

https://kaffeehaussitzer.de/stephen-emmott-zehn-milliarden/

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Ein Kleinod aus dem SWR Hörspielarchiv von 1959: Schillers Drama wurde kurz vor der Französischen Revolution 1787 uraufgeführt. Am Beispiel von Don Carlos, Sohn Philipps II. von Spanien und Thronfolger, thematisiert er die Anfänge des Unabhängigkeitskriegs der niederländischen Provinzen von Spanien zwischen 1556- 1598. Das Historiendrama um den Widerstand gegen ungerechte Herrschaftsformen wird bei Schiller zum indirekten Spiegelbild seiner Gegenwart und erweist sich auch heute wieder von bedrückender Aktualität.

https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/friedrich-schiller-don-carlos-100.html

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1972 gilt als entscheidendes Terrorjahr des 20. Jahrhunderts. Der Weltöffentlichkeit wird dabei besonders brutal ein neuer Akteur des globalen Terrorismus bekannt: die linksradikale Japanische Rote Armee (JRA). Bereits mit ihrer ersten großen Aktion sorgt die Terrorgruppe für Entsetzen, als drei Mitglieder mit Geigenkästen getarnt den Flughafen Lod in Tel Aviv betreten und ein Blutbad anrichten. Die Vorgeschichte des Attentats führt uns nach Japan, Nordkorea und in den Libanon.

https://www.ardaudiothek.de/episode/tatort-geschichte-true-crime-meets-history/die-japanische-rote-armee-ideologie-und-terror/bayern-2/10571881/

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„Kunstfreiheit ist kein Freibrief für alles“

Das umstrittene Bild „People’s Justice“ ist nach Kritik an seinen antisemitischen Motiven abgebaut worden. Bei der Frage, was Kunst darf, werde der Begriff der Kunstfreiheit oft missverstanden, sagt der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich.

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Arno Gruen: „Ohne Vergangenheit“, schreibt Terrence DesPres (1976) in seiner poetischen Huldigung an die Überlebenden aller Vernichtungslager der Welt, „haben wir nichts, auf dem wir stehen können, haben wir keinen Kontext, in dem wir die Energien für eine moralische Version unseres Seins organisieren können.“ Durch seine Schreie behauptet der Mensch sein Recht, seine Vergangenheit mitzuteilen, Widerstand zu leisten und Hilfe einzufordern. „Stille in ihrer primären Eigenschaft ist eine Konsequenz des Terrors, eine Auflösung des Selbst und der Welt. Gekritzelt auf eine Latrinenwand in einem sowjetischen Lager war diese Aufschrift: Soll der verdammt sein, der schweigt, nachdem er seine Freiheit wiedererlangt hat.“ – „Zu schweigen“, schreibt Nadeshda Mandelstam (1970), ist das wahre Verbrechen gegen die Menschheit.“ Zeuge sein bedeutet, jene Hilflosigkeit zu überschreiten, welche sonst Hoffnung und Selbstachtung verdorren läßt.

Arno Gruen – Der Verlust des Mitgefühls – Über die Politik der Gleichgültigkeit – dtv

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