Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Feature’ Category

Hörbare Worte sind Atem, Atem ist Leben – eine Gleichung, die bis zum 29. November 1877 stimmte. An diesem Tag spricht Thomas A. Edison ein Gedicht in seine neueste Erfindung, den Phonographen. Und damit beginnt eine technische Entwicklung, die bald zum Alltag gehört. – Von Stefan Zednik

Read Full Post »

WDR 3 Kulturfeature – Der Außerirdische – Reise durch den Inner Space des Schriftstellers Clemens Setz – Von Manuel Gogos – Wiederholung: So. 15.04 Uhr

Ufos lassen ihn erschauern, Autopsien von Aliens flössen ihm religiöse Gefühle ein. Clemens Setz wird der „Außerirdische“ der deutschen Gegenwartsliteratur genannt. Seine Texte sind literarische Sonderzonen, irgendwo im Grenzbereich zwischen Surrealismus und Science Fiction, sublimem Horror und groteskem Humor. Fragt man den Büchner-Preisträger, wie er zu seinen außerirdischen Stoffen kommt, erzählt er, wie er manchmal abends im Dunkeln sitzt, um sich innerlich in eine Sache „hineinzubohren“. Wie er auf Bildschirme starrt, bis sich die Netzhaut von seinen Augen löst. Wie er die Dinge anschreit, bis sie eine Seele haben.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-kulturfeature/audio-der-ausserirdische—reise-durch-den-inner-space-des-schriftstellers-clemens-setz-100.html

Read Full Post »

In havant, südengland, machen etwa 70 recht alte menschen radio. musik wird nur aus der zeit vor 1959 gespielt. werbungen müssen klingen wie damals. die moderatoren sind total unprofessionell und plauschen vor sich hin. wünsche und grüße werden versendet, lieder vor 30 jahren verstorbenen partnern gewidmet. gesendet wird aus einem kleinen ladenlokal in einer ranzigen, irgendwie stillgelegt wirkenden, einkaufsstrasse in havant. jeder darf reinkommen und bekommt dann einen kaffee. wenn man genau hinhört, fahren manchmal draußen autos vorbei…
klar, dieses radiomachen hat sicherlich so etwas wie eine therapeutische funktion. für die macher wie für die hörer. man fühlt sich nicht mehr so alt, wenn man etwas sinnvolles TUT. da fällt das aufstehen leichter, und man ist nicht allein. und dass tausende hörer das gut finden, macht die sache noch schöner. mithilfe der musiken und der gleichaltrigen moderatorInnen begeben die hörerInnen sich in eine reminiscence-therapy usw. aber das ist nicht das wesentliche an ANGEL, finde ich. das wesentliche an ANGELRADIO ist, dass hier auf eine völlig unaufgeregte art der tod verhandelt wird. unser verschwinden. und die frage beantwortet wird: was bleibt?
was bleibt sind die wellen.

https://www.hoerspielundfeature.de/angel-radio-102.html

Read Full Post »

Bachmeditationen. Dienstag, 31. Mai 2022, 20:00 bis 21:00 Uhr im NDR Kultur

Feature von Jean-Claude Kuner.

Während das Konservatorium in Beijing 1966 geschlossen und Klaviere zertrümmert werden, wird die 16-jährige Musikstudentin Xiao-Mei wie Millionen andere aufs Land verschleppt und verbringt fünf Jahre in einem Arbeitslager. Dann führt eine Irrfahrt die junge Pianistin aus Maos Arbeitslagern über Hongkong, die USA und Paris auf die Konzertbühnen Europas. Sie wird eine der herausragenden Interpretinnen v.a. der Musik von Bach. In dem kleinen französischen Ort Névache findet Zhu Xiao-Mei ihre Inspiration. Hier verbindet sie die Spiritualität von Bach mit der chinesischen Philosophie von Lao-tse.

https://www.ndr.de/kultur/epg/Feature-Bachmeditationen,sendung1258030.html

Read Full Post »

DLF – Dienstag, 31. Mai 2022 um 20:10 Uhr – Von Friederike Mayröcker

„will nicht mehr weiden“ ist eine poetische Trauerarbeit. Am 9.6.2000 starb in Wien der Dichter und Hörspielautor Ernst Jandl, der Lebensgefährte der Autorin Friederike Mayröcker. Wenige Wochen nach seinem Tod versuchte Mayröcker nicht, ein Porträt oder eine Würdigung des Lebensgefährten zu schreiben; sie muss sich damit abfinden, ihr Leben, ihre Schreibexistenz ohne die tägliche Anwesenheit des ihr wichtigsten, geliebten Menschen zu führen. Schreiben als Trauerarbeit: es entstand ein Text, dem Mayröcker den Titel ‚Requiem für Ernst Jandl‘ gab. Die Autorin bat Martin Haselböck um eine Komposition. – Mit Jutta Lampe

https://www.hoerspielundfeature.de/will-nicht-mehr-weiden-102.html

Read Full Post »

https://archive.org/details/VonLpkeGeseko-Features

Read Full Post »

Deutschlandradio Kultur – Von Winfried Roth

Zwischen 1918 und 1953 wurden in der Sowjetunion mehrere Millionen Menschen erschossen oder starben bei Zwangsarbeit, noch weitaus mehr fielen Hungersnöten zum Opfer, für die das Regime verantwortlich war. Schon seit der Oktoberrevolution von 1917 zog sich ein krasser Widerspruch zwischen dem Anspruch „sozialer Befreiung“ und dem Ausbau unkontrollierter Macht durch die Geschichte der Sowjetunion. Für die Partei Lenins, Trotzkis und Stalins war Gewalt eine selbstverständliche Form von Politik. Sie richtete sich gegen Vertreter des gestürzten Zarenregimes, in erster Linie aber gegen „Feinde aus den eigenen Reihen“. Sie traf die Dorfbevölkerung, die anfangs großenteils die Kommunisten unterstützte, ebenso wie die Parteielite. Aber die vermuteten „ungeheuerlichen Verschwörungen“ gab es nicht. Seit Mitte der 1930er-Jahre beeinflussten geradezu wahnhafte Vorstellungen die Politik.

Read Full Post »

„April ist der übelste Monat von allen …“. So beginnt T.S. Eliots berühmtes Langgedicht „The Waste Land“. Es erschien vor 100 Jahren und begründete die literarische Moderne, zusammen und auf einer Höhe mit James Joyces Roman „Ulysses“. Aus lauter Fragmenten, die Eliot nur mit Hilfe seines Freundes Ezra Pound in eine Ordnung bringen konnte, erwuchs ein vielstimmiger Gesang, der zum nachhaltigsten Ausdruck der Sinnkrise Europas nach dem Ersten Weltkrieg wurde. Der Lyriker und Übersetzer Norbert Hummelt zeichnet die Entstehung dieses Jahrhundertgedichts nach – und erkundet, wie man es heute verstehen kann.

https://www.swr.de/swr2/literatur/the-waste-land-ts-eliots-jahrhundertgedicht-swr2-lesenswert-feature-2022-04-03-100.html

Read Full Post »

Radikale Netzwerke

„Pflanzen sind die radikalste Form des In-der-Welt-Seins“, analysiert der Philosoph Emanuele Coccia. Bücher über die Pflanzenwelt in der Tradition des Natural Writings boomen. Und dass Pflanzen keine passiven Bio-Automaten sind, bestätigen auch immer mehr Wissenschaftler.

Die Wissenschaft attestiert den Pflanzen viele Sinneswahrnehmungen und Erinnerungsvermögen, ja sogar Intelligenz. Der Wurzelbereich der Pflanze, eine Art unterirdisches Gehirn, ist bestens vernetzt. In den Kommunikations- und Abwehrkünsten der Pflanzen und in ihren Anpassungsstrategien sieht die nachhaltige Landwirtschaft eine Chance für die Zukunft. Sind Pflanzen Subjekte, Tier und Mensch gleichgestellt, die mehr Respekt verdienen? Sind sie als selbsternährende Lebewesen der Ursprung der Welt?

https://www.hoerspielundfeature.de/einblicke-in-pflanzenwelten-radikale-netzwerke-100.html

Read Full Post »

Older Posts »