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Posts Tagged ‘DLF Kultur’

Ausgerechnet in der Aufklärung verbreitet sich auch der Vampirglaube rasant in Europa. Wie kommt es dazu? Andreas Puff-Trojan untersucht die Kulturgeschichte des Vampirismus und erkennt darin ein Korrektiv gegen die Todesvergessenheit.

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Deutschlandradio Kultur (Ursendung)

Jean-Luc Godard, 1930 in Paris geboren, wuchs als Kind einer großbürgerlichen Familie in der Schweiz auf. Er studierte an der Sorbonne Ethnologie und lernte früh François Truffaut, Jacques Rivette und Eric Rohmer kennen. Zunächst arbeitete er als Filmkritiker für die Zeitschrift Cahiers du Cinéma. 1959 drehte er seinen ersten Spielfilm „Außer Atem“ mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg in den Hauptrollen. Es war sein erfolgreichster und einflussreichster Film – mit ihm begann die Nouvelle Vague. In den folgenden sieben Jahren drehte er 15 Filme, darunter Der kleine Soldat, Pierrot le Fou, Eine Frau ist eine Frau und Die Verachtung. Mit dem Film Weekend, in dem der Wochenendstau auf einer französischen Landstraße zu einem Blutbad führt, verkündete er das Ende des Kinos.

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Jung, dynamisch, pragmatisch und vor allem optimistisch – diese Eigenschaften zeichnen erfolgreiche Menschen aus. So jedenfalls verheißt es die einschlägige Ratgeberliteratur. Die Unterhaltungsindustrie liefert dazu die Freizeitvariante: Alle sind gut gelaunt, ‚cool'“ natürlich. Sie tragen ein Lächeln im Gesicht und verschicken Smileys. Wer sich dem entzieht, trifft auf wenig Sympathien oder wird schnell als depressiv pathologisiert. Optimistisch stimmt nach wie vor auch die Fortschrittsgewissheit, die spätestens seit der Aufklärung die Geschichtsauffassungen prägte. Doch schon Sophokles weiß: „nicht geboren zu werden, (ist) für die Erdbewohner am besten.“ … froehliche-pessimisten

 

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Wenn Individuen nur noch um sich selber kreisen

Ein Kommentar von Astrid von Friesen: Es scheint paradox zu sein, wenn eine Gestalt- und Trauma-Therapeutin wie Astrid von Friesen sich über zu intensive Empfindsamkeit echauffiert. Doch permanente Selbstbeschäftigung hat einen hohen Preis, meint sie.

„Wir haben nun seit 100 Jahren Psychotherapie und Psychoanalyse, die Menschen werden immer empfindsamer, und die Welt geht immer mehr vor die Hunde.“ Das konstatierte der amerikanische Psychotherapeut James Hillman schon vor 20 Jahren, und die weitere Entwicklung gibt ihm Recht. Wir leben in einer empfindlichen und verrohten Zeit. Dabei war die Hinwendung zu Sensibilität und Gefühligkeit einmal eine gute, eine notwendige Sache. hier

Wo wir in der Gegend sind: Der soziale Umgangston – Einfach unsäglich?

Pöbeleien und Shitstorms anstelle von Debatten und ernsthaften Argumenten: Der soziale Ton scheint zu entgleisen. Was sagt das veränderte Kommunikationsverhalten über unsere Gesellschaft aus, über die Grundfesten unserer Demokratie? BR

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Lange Nacht

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Von hinten durch die Brust ins Auge, aber direkt und treffsicher – so zielte Schriftsteller Arno Schmidt auf Adenauermief und Frömmelei. Durch die Literatur des 18. Jahrhundert gelangte der Einzelgänger in den 1950er-Jahren in seine eigene Moderne. Lud man ihn zu Lesungen ein, sagte er wutschnaubend ab &* nutzte noch den letzten Satz, um das seltsame Ansinnen ins Lächerliche zu ziehen: „Muss man bei der Gruppe 47 auch singen oder braucht man nur nackt vorzulesen?“ Fragte man wegen eines Besuches an, sagte er postwendend ab. Wer dennoch zu kommen wagte, musste sich auf einiges gefasst machen. Ein Tapferer bekam zu hören, zum Geburtstag wünsche sich der Künstler neben einer festen Monatsrente zehn Jahre lang keinen Besucher …  DLF Kultur

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DLF Kultur – Donnerstag, 16. September 2021 um 22:03 Uhr, von Franziska Seyboldt

Angst haben wir alle, und das ist auch gut so. Weil sie uns davor bewahrt, uns in Gefahr zu begeben. Mit einer Angst, die uns behutsam begleitet, können wir gut leben. Die nichts dagegen hat, sich ab und zu von guten Argumenten oder noch besserer Laune vertreiben zu lassen. Was aber, wenn die Angst so präsent ist, dass ein unbeschwertes Leben kaum noch möglich ist? Wenn sie uns auslacht, immer am längeren Hebel sitzt und unser Denken und Handeln bestimmt? Tatsächlich kommt diese Art von Angst öfter vor, als man glaubt, und sie ist weder mit reiner Willenskraft zu zähmen, noch lässt sie sich einfach ignorieren. Aber manchmal hilft es, sich mit der Angst zu unterhalten, um sie besser zu verstehen – wie Franziska Seyboldt in Rattatatam, mein Herz.

Millionen von Menschen kämpfen sich  durchs Leben, in ständiger Angst vor der Angst, und hangeln sich von Ausrede zu Ausrede. Aber warum ist es so schwer, zuzugeben, dass man ein Problem hat? Ist man schwach, wenn man Schwäche zeigt – oder holt man sich gerade so die Kontrolle zurück? Und vor allem: Wie wird man diese Scheißangst wieder los? (Hördat)

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In seinem Lehrgedicht „De Rerum Natura“ entwirft der römische Philosoph Lukrez eine Art Kosmologie. Alles besteht aus kleinsten unteilbaren Elementen, die sich zu immer neuen Konstellationen fügen, sich auflösen und wieder zu neuen Formen verbinden. Von Merzouga

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Schiffbruch, Herkunftsrätsel, Zauberei und Magie, überraschende Zufälle sowie eine unerwartete Liebe. Shakespeares „Sturm“ zieht auf und lässt auf einer abgelegenen Insel Könige, bizarre Geister und absonderliche Inselwesen aufeinandertreffen.

„Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind“ – wohl der berühmteste Satz aus dem „Sturm“, jener nachdenklichen Komödie aus Shakespeares letzter Schaffensperiode, die in den vergangenen Jahren durch verschiedene Neuinszenierungen glanzvoll Wiederauferstehung feierte. Das Stück lebt durch seine Hauptfigur, den Zauberer Prospero. Gleich am Beginn steht der große Sturm, durch Zauberkraft von Prospero selbst entfacht, bei dem Alonso, König von Neapel, und Antonio, Herzog von Mailand, mit ihrem Gefolge Schiffbruch erleiden und auf einer einsamen Insel stranden. Prospero war vor zwölf Jahren selbst Herzog von Mailand gewesen, wurde aber von seinem intriganten Bruder Antonio entthront und zusammen mit seiner Tochter Miranda auf ebenjene Insel verbannt. hier

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