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Posts Tagged ‘DLF Kultur’

DLF Kultur – Freitag, 18. Juni 2021 20:05 Uhr – DLF Kultur

Der Autor Philip Roth hat es einst als „Massaker“ bezeichnet – das Altern. Schon lange arbeitet die Wissenschaft daran, die gesunden Lebensjahre des Menschen auszudehnen. Nun scheint sich ein Durchbruch abzuzeichnen. Im Selbstversuch testet die Autorin Jessica Braun die vielversprechendsten der neuen Anti-Aging-Ansätze. Und stößt dabei nicht nur an körperliche, sondern auch an ethische Grenzen. Wie sieht ein Leben aus, das auf Gesundheitsmaximierung ausgerichtet ist? Seit die Menschen verstanden haben, dass sie altern, suchen sie auch nach Mitteln dagegen. Das Wissen darüber, was den Alterungsprozess antreibt, wächst stetig. Und seit die Weltgesundheitsorganisation WHO 2018 die 11. Ausgabe ihrer Internationalen Klassifikation der Krankheiten veröffentlichte, steht es auch auf dem Papier: „Code MG2A: hohes Alter“. Altern ist damit nicht mehr unabwendbares Schicksal. Es ist eine Krankheit, die Behandlung erfordert.

Jessica Braun startet den Selbstversuch mit einer umfassenden Bestandsaufnahme ihrer Alterserscheinungen.

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La Rochelle im Spätherbst. Es regnet schon seit drei Wochen. Die Stadt ist abends nahezu verwaist, denn ein Mörder geht um, der alte Frauen bestialisch erwürgt. Der Polizei fehlt bislang jeder Anhaltspunkt. Nur der Schneider Kachoudas, ein armer Migrant, kommt dem Mörder zufällig auf die Schliche. Wird er den vermögenden, angesehenen Mann verraten? Würde man ihm glauben? Zwischen dem Mörder und seinem unfreiwilligen Mitwisser entspinnt sich eine bemerkenswerte Beziehung. Derweil geht das Morden weiter. Ein beklemmendes, raffiniertes Psychogramm und ein Klassiker der Non-Maigrets von Georges Simenon. – DLF Kultur

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Gruppenzwang und Gruppendynamik

Das Wir ist so etwas wie ein schöner, nicht allzu heißer Sommertag. Das Wir ist kümmernd, sorgend, bergend, friedlich, erfüllend, glücksbringend. Das Wir ist flauschig, warm, gewaltfrei, süß … Aber es hat es nicht nur Freunde. Da wäre Wolf Lotter, Publizist und Mitbegründer des Wirtschaftsmagazins „Brand eins“:

Der Denunziationsmodus ist immer gegen die Individualität gerichtet gewesen in diesem Land. Immer! Das haben die Nazis gemacht, das haben die Kommunisten gemacht, das haben die Sozialdemokraten gemacht, die Christdemokraten! Man darf sie da wirklich in einem Namenszug alle nennen, weil sie natürlich alles kollektivistische Organisationen sind. Und vergessen Sie nicht: Unsere Parteien, und damit auch unsere politische Kultur, stammt aus dem Zeitalter der Massenbewegungen. Eine Politik, die ein Wir möchte, das auf Einheit und Eindeutigkeit hinausläuft, auf diese fatale Eindeutigkeit, die heute immer gefordert wird, ist per se nicht demokratisch.“

Zeitfragen

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Mit Büchern und Fernsehauftritten ist der Waldführer Wolfgang Schreil inzwischen über Bayern hinaus bekannt. Seine Fotos von gefährdeten Tieren verhinderten einst den Bau einer Gondelbahn. Selbst wenn er krank ist, zieht sich Schreil in den Wald zurück.

„Vergesst das Schleichen!“ Wenn man mit Wolfgang Schreil bei einer seiner Waldführungen unterwegs ist, dann ist das meist sein erster Tipp: „Schleichen tut draußen im Wald ein Beutegreifer. Jedes Tier ist also sofort gewarnt. Kein Tier ist so blöd und denkt, dass Du kein Mensch bist.“ – DLF Kultur

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Deutschlandfunk Kultur – Sonntag, 16. Mai 2021 um 18:30 Uhr 

Figurenensemble: Ich, das Mödchen (sic), die Luna. Dann Mama, Großmama, Sheitan, Geisha, ein Bär, ein Lamm, eine Gans aus Pappmaché, ein Soldat, Mathilda, ein Tyrann, ein Ausrufer, ein ESA-Astronom.

LUNA LUNA‘ ist ein dunkler Text. Er ist sprunghaft, verwirrend, atemlos und spricht von tief Innen aus dem weit offenen Gaumenraum heraus. Es ist das zwischen Abringen und Ausschleudern changierende Sprech- und Sprachprotokoll eines Ichs, seine sich selbst vorantreibende Suche nach stimmenden Sätzen und die Suche nach einem Ort zwischen Badewanne, Mole und schwarzem Weltraum. Es geht um die dünne Wand zwischen Traum und Trauma, um dünne Haut, um eine Gans aus Pappmaché und den Bären, den sich eine aufbindet am Rücken, um sich gegen den Wind zu schützen, bevor der Bär auf dem Rücken eines Lamms mit dem Lamm zusammen in den Weidegründen verloren geht. Luna Luna

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Hörspiel, im Deutschlandfunk Kultur

Ein eindringlicher Monolog sowie ein kunstvoller Film in der Hauptrolle mit Sandra Hüller über Trauma, Familiengeheimnisse und den Umgang mit Psychosen. Wie lassen sich für das Unaussprechliche die richtigen Worte finden?

Das audio-visuelle Projekt „Ihre Geister sehen“ erzählt von der seelischen Erkrankung Annas. Im Hörspiel als auch im Kunstfilm erzählt sie von Stimmen in ihrem Kopf, von Medikamenten, sie erinnert sich an die Worte ihrer Mutter, die Geburt der Tochter, an die Liebe zu ihrem Mann und an zunächst verborgenen Gebliebenes. Mutig, offen und zärtlich spricht Anna von einem Trauma und sie zeigt wie nah und wie fremd zugleich die Welt und die eigene Familie sein kann. Wie fühlt es sich an, wenn man mit der Welt nicht mehr zurecht kommt? – DLF Kultur

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Der Ton bei gesellschaftlichen Debatten ist rau. Mithu Sanyal plädiert für mehr Humor beim Streiten. Rassistische Strukturen lassen sich dadurch zwar nicht verändern – aber immerhin könne man sich dann noch in die Augen schauen.

Es wird ausgiebig gestritten in Deutschland – über Themen wie Gender, Rassismus, Sexismus oder Machtmissbrauch. Der Ton ist dabei oft gereizt, gerade in den sozialen Medien drohen Diskussionen schnell außer Kontrolle zu geraten.

Mithu Sanyal beschäftigt sich in ihrem Roman „Identitti“ mit der Mutter aller Debatten – mit der über Identität. Statt aber angstvoll zu versuchen, es jedem Recht zu machen, setzt Sanyal auf Humor. Auch vor Selbstironie macht die 49-Jährige nicht Halt.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/mithu-sanyal-ueber-streitkultur-humor-ist-ein-testfeld-fuer.1013.de.html?dram:article_id=496932

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Deutschlandfunk Kultur. „Unter seinem Hut ist Utopia“ – Eine Lange Nacht über Joseph Beuys.

Von Berit Hempel Regie: Burkhard Reinartz

Schamane, Scharlatan, Vordenker? Der Zeichner, Bildhauer und Aktionskünstler Joseph Beuys erklärte einem toten Hasen Bilder, teilte sich mit einem Kojoten mehrere Tage einen Galerieraum, arbeitete mit ungewöhnlichen Materialien wie Fett, Filz und Honig. Mit wenigen Zeichenstrichen und einzelnen Wörtern öffnete er neue Gedankenräume. Beuys sah den Menschen in seiner Gesamtheit als Künstler und wollte das politische System und die Gesellschaft verändern. Durch seinen allumfassenden Ansatz veränderte er die Kunst. Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 geboren, gilt als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit seinem erweiterten Kunstbegriff und der Theorie der „sozialen Plastik“.

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Elf Jahre blieben die ersten britischen Marinesoldaten auf der Halbinsel Cobourg im Norden Australiens. 1849 kapitulierten sie vor Wirbelstürmen, Termiten und Malaria. Kurz zuvor waren sie auf Ludwig Leichhardt getroffen, einen Naturwissenschaftler aus Brandenburg, der behauptete, den Ort „als Erster“ über den Landweg erreicht zu haben.

Diesen entlegenen Schauplatz der Kolonialgeschichte hat nun die Klangkünstlerin Kirsten Reese bereist. Nachts schlief sie unter freiem Himmel, lauschte zarten Insektengeräuschen. Zurückgelassene britische Objekte brachte sie zum Klingen, sie sprach mit Menschen vor Ort, dokumentierte deren Lebenswelt in Tonaufnahmen. – DLF Kultur

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