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Posts Tagged ‘Essay’

Die Meerjungfrau ist eine Figur, die in der Lage ist, Gegensätze aufzulösen. Sie lädt dazu ein, überkommene Kategorien und Bewertungsmaßstäbe beiseitezulegen. Eine Seinsform, die vor Herrschaftsstrukturen flieht und sich gegen die so genannte „normale Menschheit“ positioniert. Eine Form der Störung, ein Modus des Nichtwissens, eine widerständige Ontologie, eine Fantasie des Lebens jenseits des Menschen. „Wenn ich groß bin, was werde ich dann? Meerjungfrau.“ – SWR2 Essay

Das Meeresrauschen auf dem Grund einer Muschel, an mein Ohr gehalten irgendwo in einer niedersächsischen Stadt, nichts als Häuser um mich herum und dahinter Felder, Felder, Felder, … – das Rauschen erzählt von bleichenden Riffen, von Übersäuerung, aber auch von dem Kind, das ich war, das Kind, das bis zu den Oberschenkeln im Meer steht, die bunte Regenjacke leuchtet neon gegen den Horizont, ein dunstiger Herbsttag, Weißwassertosen, allein in dieser Brandung, der Blick auf den Ozean, was macht es, was sucht es dort, was hat es gesehen, was hat es gehört?

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Kann man sich aussuchen, was man wünscht? Und was wünscht man sich, wenn alle Wünsche wahr geworden sind?

SWR2 Essay

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In der Musik schien für eine ganze Weile alles klar: Es gab die Hauptsache (die Noten, die Töne) und alles mögliche Andere drumherum. Aber stimmt das so noch oder überhaupt? Sind Raum und Aufführungssituation, Texte, Bilder usw. nicht Teil des Ganzen? Im gesellschaftlichen Kontext erscheint die Musik (wie alle Kunst) gern selbst als Nebensache. Wie gerechtfertigt oder womöglich gar gefährlich ist das? Und wie hängen Ästhetik und Politik zusammen? Der Essay des Komponisten Manos Tsangaris versetzt ein scheinbar festes Gefüge in Schwingung. – ardaudiothek.de

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Essay und Diskurs 

Von Anfang an beherrschten Autorinnen wie Agatha Christie, Dorothy Sayers oder Patricia Highsmith das Mordgeschehen in der Literatur. Doch die Rolle der Frauen im Kriminalroman selbst war begrenzt. Sie gaben die schöne Leiche, die shady lady oder die strickende Amateurdetektivin. Heute ermitteln Kommissarinnen ebenso smart und hartgesotten wie ihre männliche Kollegen. Wozu braucht es also den feministischen Kriminalroman? Welche Verbrechen werden darin geahndet? Und mit welchen Waffen? Eine essayistische Ermittlung von Thekla Dannenberg.

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Ö1 – Dienstag, 29. Juni 2021 um 16:05 Uhr – Essay von Janko Hanushevsky

Erst am Ende seines Lebens erhält Ludwig Hohl (1904-1980) literarische Anerkennung. Der Suhrkamp-Verlag bringt eine Neuauflage seines Werks heraus, u.a. sein knapp 1000-seitiges Magnum Opus ‚Die Notizen‘: ein Konvolut mit einander korrespondierender Fragmente. Eine breite Wahrnehmung bleibt dem Werk des Schweizer Dichter-Philosophen aber bis heute verwehrt.
Dabei ist sein Denken in Fragmenten, entlang der Zwischenräume und Ränder des Bewusstseins, entwickelt in den Zwanziger- und Dreißigerjahren während einer Phase nomadischer Heimatlosigkeit, von erstaunlicher Modernität. Seine ganz eigene Denk- und Schreibform entspringt der Ruhelosigkeit, dieser Zerrissenheit. Als er aus finanzieller Not 1937 in die Schweiz zurückkehrt, trägt er im Gepäck sein fast vollendetes Werk: tausend Seiten ‚Notizen‘.
Zurück in der Schweiz hat Hohl sich selbst nach und nach zu einem Mythos stilisiert. Ein Vierteljahrhundert hat er in Genf in einem Kellerloch gelebt, zwischen Wäscheleinen, die kreuz und quer durch den Raum liefen, vollgehängt mit seinem literarisch-philosophischen Zettelwerk. Er hat sein armseliges Dasein zelebriert, inszeniert und das Seinige zur Legendenbildung um den wunderlichen Solitär beigetragen. – https://oe1.orf.at/player/live

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Rituale bringen Ordnung ins tägliche Chaos; sie schaffen Verlässlichkeit, wirken vertrauensbildend, stiften Sinn und konstituieren Gemeinschaft.

Wenn es so etwas gibt wie eine durchgängige Motivation bei der Konstitution von Ritualen, dann diejenige, dass Menschen der unterschiedlichsten Zeiten und Weltgegenden die Immanenz ihres Daseins noch nie gereicht hat. Und dass sie einer Instanz bedürfen, die ihr physisches Leben transzendiert. Etwas, das größer, stärker, weitblickender und vollkommener ist als sie selbst.

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/rituale-nabelschnur-zum-goettlichen-swr2-essay-2021-04-12-100.html

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SWR2 Essay von Pascal Richmann

Pascal Richmann ist wieder unterwegs auf seinen postmodernen „sentimental journeys“.

Wir begleiten ihn nach Bamberg, der Stadt, die aus Brauereien erbaut wurde.

„Ich sehe Männer, die Rauchbier stürzen, Männer, die Schweineschultern verschlingen. Aber am meisten sehe ich Jesus-Denkmäler, furchtbar brutale Jesus-Denkmäler, an jeder Hausecke eines. Unter dem blutigsten steht geschrieben: 1945 In Dankbarkeit nach prüfungsvoller Zeit. Mich überkommt ein richtig schlechtes Gefühl. Ich denke: Jede Deutsche glaubt zu wissen, wer ihn gekreuzigt hat.“

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/das-richtig-schlechte-gefuehl-swr2-essay-2021-03-22-100.html

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Es gibt unzählige Formen des Liegens. Und ebenso viele Gründe dafür, herumzuliegen. Heike Geißler kennt sie alle.

https://beta.ardaudiothek.de/essay/liegen-eine-meditation/86279866

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In seinem 2003 erschienenen „Buch der von Neil Young Getöteten“ dreht Navid Kermani Neil Young und Ibn-el-Arabi, islamischen Sufismus und Adorno, Lyrics und Koran durch den Fleischwolf seiner Intelligenz. Ein hinreissendes Buch. 17 Jahre sind seitdem vergangen. Die Tochter, von der das Buch auch handelt, ist groß geworden, Freunde sind gestorben. Neil Young spielt noch immer Konzerte mit Crazy Horse. Und Navid Kermani reist ihnen mit seiner Tochter hinterher. Und dann geschieht in Lucca, Italien, als die Band sich kurz nach Ende des Konzertes verbeugt, etwas sehr Seltsames…

https://beta.ardaudiothek.de/essay/tonight-s-the-night-mit-neil-young-leben-und-sterben/84636556

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