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Posts Tagged ‘WDR 3’

WDR 3 – Samstag, 17. August 2019 19:04 Uhr

Natalia Ginzburgs Leben war geprägt durch die Erfahrungen des Faschismus. Sie entstammte einer angesehenen jüdischen Familie in Turin. Ihr Vater und ihre drei Brüder kämpften im Widerstand. Ebenso ihr erster Mann, Leone Ginzburg, der in Turin russische Literatur lehrte, seine Lehrerlaubnis aber verlor, weil er dem faschistischen Mussolini-Regime 1934 den Treueeid verweigerte. Am Ende fiel er 1944 den deutschen Faschisten in Rom zum Opfer. Trotz widrigster Umstände, politischer und rassistischer Verfolgung und Verbannung, gelang es Natalia Ginzburg noch während des Krieges, unter Pseudonym einen viel beachteten Roman zu veröffentlichen. Ihr schriftstellerisches Werk, stets begleitet von Verlagsarbeit und politischem Engagement, wurde mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. (Hördat)

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WDR 3 – Samstag, 6. Juli 2019 19:04 Uhr

Es war eine traumatische Urszene des heutigen Europas: der Jugoslawienkrieg in den 1990er-Jahren. Mit ihm ist der Krieg zurückgekehrt auf diesen Kontinent. Vier Menschen erzählen aus ihrem Leben: von Krieg und Vertreibung, vom Verlust von Heimat und Ideologie. „Europe is falling apart“ singt dazu die slowenische Kult-Band Laibach in ihrem Soundtrack zu „The Dark Ages“.

Srebrenica und Sarajevo, aber dann auch wieder Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg oder Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion – europäische Geschichte im Prisma persönlicher Erfahrungen. WDR3

 

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WDR 3 – Donnerstag, 16. Mai 2019 19:04 Uhr (Ursendung) 

Ein ätzend gelber Nebel senkt sich auf die Umgebung eines mysteriösen Chemielabors. Was ist passiert? Drei Augenzeugen schildern ihr Erleben einer apokalyptischen Situation und die Folgen für die Menschen. In einer fernen Realität: Ein renommiertes Chemielabor unweit des Meeres betreibt genetische Forschung. Für die Menschen in der Region ist die Einrichtung von großer Bedeutung. Die Natur rundum erscheint merkwürdig idyllisch. Doch plötzlich kommt es zu Unruhe in der Bevölkerung, eine Welle der Empörung schwappt durch die Medien – und gelber Nebel zieht auf. Was geht hier vor? Drei intime Berichte schildern die Vorgänge im Labor. Helena, Louis und Julie, selbst eng mit den Vorgängen im Labor verwoben, erzählen in einer Mischung aus Naivität, Apathie und visionären Fähigkeiten. Von Heilung, Mutationen und Tierversuchen, wissenschaftlicher Entgrenzung und den schleichenden Veränderungen im Labor. Und ständig schwebt das Damoklesschwert des unausweichlichen Unfalls über der Szenerie. Was jetzt kommt, lässt die bisherigen Zusammenhänge zerfallen. Denn was in dieser Apokalypse noch Welt ist, bleibt mysteriös und verschwommen. (hördat.de)

 

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An der Färmansbo-Schleuse trifft er sie rein zufällig. Der Mann – er ist etwa 70 Jahre alt – erzählt von jenem glücklichen Tag in seinem Leben, als er mit dem Boot des Vaters diese Schleuse passierte, vor über 40 Jahren. Damals sah er ein Mädchen, das der jungen Frau, die er nun hier trifft, zum Verwechseln ähnlich war. Die Vermutung, es könne sich dabei um die Großmutter des Mädchens gehandelt haben, führt zu einem spielerischen Dialog über die Zufälligkeit von Begegnungen und Lebensläufen.

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Eine Legende einer sehr fernen Zukunft: Alles ist dabei, sich aufzulösen, die Religion, auch die Sprache – aber nicht die Hoffnung. Denn einige Menschen fahren fort, im Laufe der Generationen an Mitmenschlichkeit zu glauben.

Geflimmer und Blitzlichter, mehr oder weniger unberührte Fußspuren der Zukunft, während die Erde als Attrappe am Himmel hängt. Jean Muno malt sich die Zeiten aus, in denen selbst Wissenschaft und Technik vorüber sind, nachdem sie sich bis zu den äußersten Grenzen des Menschen vorgewagt hatten.

 

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WDR 3 – Samstag, 13. April 2019 um 12:04 Uhr

Elias Canetti war sein Trauzeuge, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt zählten zu seinen Freunden. Le Monde nennt den 1929 in Bern geborenen und seit über 40 Jahren in Paris lebenden Schriftsteller Paul Nizon „den zur Zeit größten Magier der deutschen Sprache”. 2018 ist das neue Buch des 89-Jährigen erschienen: ,Sehblitz – Almanach der modernen Kunst’, eine Sammlung seiner Kunstkritiken von Goya über Turner bis zu Giacometti. Immer geht es in Nizons Büchern um die Eigenwelt des manischen Schreibkünstlers, seine Jagd nach Glück, Erotik und Leidenschaft. Wie bilanziert Nizon heute sein Leben? Was bleibt, was hat sich für ihn im Alter gewandelt? Gibt es Veränderungen bei seinen großen Themen Einsamkeit und Sex? Was tun, wenn die Gier nach Frauen im Alter kein Gegenüber mehr findet? Gibt es weiterhin Augenblicke der Liebe zur ganzen Existenz? Wenn Nizon Schreiben und Leben zu Synonymen erklärt: Wie lebt es sich, wenn sich der Schreibstrom langsam ausdünnt? Burkhard Reinartz hat den Schriftsteller in Paris besucht und ist mit ihm durch sein Quartier gestreift.

 

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Hörspiel nach dem gleichnamigen Exilroman von Irmgard Keun – Im Nazi-Frankfurt von 1936 erwartet die jubelnde Menge am Opernplatz den Auftritt von Reichskanzler Adolf Hitler. Unter ihnen die 19-jährige Sanna, die das Geschehen mit befremdetem Erstaunen kommentiert. // Von Irmgard Keun / Komposition: Katrin Schüler-Springorum / WDR3

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