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Posts Tagged ‘So-Sein’

Gabrielle Roth: Wir wollen keine Magie. Wir wollen alles sicher, voraussagbar, sogar langweilig haben, und das ist der Grund, warum wir uns mechanisch auf der Stufe des Oberflächlichen bewegen – der kalkulierende, urteilende Verstand, der Verstand als allbeherrschender Feldwebel, der alles in strikten Prozeduren festlegt. Dieser Teil ist verkrampft, vollgestopft und glaubt, allwissend zu sein. Für ihn ist nichts neu, frisch oder geheimnisvoll.

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In der Türkei wie auch in Deutschland riskiert man mitunter Strafanzeigen, wenn man die Wahrheit schreibt. Zweifler gelten dann als Sicherheitsrisiko.

Nicht der Mangel an Freiheit ist heute das dringende Problem, sondern die Abwesenheit von Wahrheit“, sagt der französische Philosoph Michel Serres in einem jüngst in der taz veröffentlichten Interview: „Wir erkennen heute, dass die Wahrheit in der gegenwärtigen Gesellschaft das grundlegende philosophische Problem ist. Wir können nicht wirklich frei sein, wenn wir nicht über wahre Informa­tionen verfügen.“TAZ

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Es stammen aber die Namen Ziel und Zweck aus der Sprache der Schützen: Bedeutet also ziellos und zwecklos in seinem ursprünglichen Zusammenhang nicht soviel wie kein Tötender sein? – Robert Musil

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Jeder Mensch in seiner ganzen Schüchternheit hat eine bestimmte Grenze, die er nicht überschreiten kann, ohne sich aufzuregen. Es ist unvermeidlich, dass der, der mit konzentriertem Einsatz für sich diese Grenze erweitert hat, die Missgunst derer erweckt, die Konventionen akzeptiert haben, die, da ja von allen allgemein akzeptiert, keinen Einsatz zur Anerkennung benötigen. Und diese Missgunst nimmt üblicherweise die Form von bedeutungslosem Gelächter und Kritik, wenn nicht sogar Verfolgung, an. Aber diese offensichtliche Missgunst ist den monströsen Gewohnheiten vorzuziehen, die von Etikette und Ästhetizismus gebilligt werden.

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Wenn in der Stille jedes Wort vergessen ist, erscheint dies vor euch mit Deutlichkeit.

Wanshi Shokaku

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Niklas Luhmann: Einmal in Kommunikation verstrickt, kommt man nie wieder in das Paradies der einfachen Seelen zurück.

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Zettel 1818

Deng Ming-Dao: Tao ist wie ein Fluss, und wir gleichen Booten auf dem Fluss. Wer sagt, dass der Weg des Tao ein Sich aufgeben bedeutet, befindet sich im Irrtum. Das würde bedeuten, dass wir das Boot einfach treiben lassen: Früher oder später wird es auf die Felsen aufprallen. Diejenigen, die sich vorstellen, dass sie von allen Umständen unabhängig sind, gleichen Bootsleuten, die gegen einen treibenden Fluss stromaufwärts anzurudern versuchen: Sie werden alle ihre Energien verausgaben. Die dem Tao auf richtige Weise folgen, gleichen Bootsleuten, die mit dem Strom schwimmen, aber doch so handeln, dass sie dorthin reisen, wohin sie wollen.

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Dichtung von Joachim Ringelnatz / Rezitation: Otto Sander / Anmerkung: Wenn ich die Gesichter rings studiere, Frage ich mich oft verzagt: Wieviel Menschen gibt’s und wieviel Tiefe? (J. Ringelnatz)

Es gehen Menschen vor mir hin Und gehen mir vorbei, und keiner Davon ist so, wie ich es bin. Es blickt ein jedes so nach seiner Gegebenen Art in seine Welt. Wer hat die Menschen so entstellt?? Ich sehe sie getrieben treiben. Warum sie wohl nie stehenbleiben, Zu sehen, was nach ihnen sieht? Warum der Mensch vorm Menschen flieht? Und eine weiße Weite Schnee Verdreckt sich unter ihren Füßen.

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Die Anderen blieben ihm fremd, machten ihm Angst. Wie hätte er ihr Leben leben, ihre Spielchen spielen können? Er blieb lieber allein und sie mochten ihn nicht, weil er damit auch noch so unverfroren zufrieden war.

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