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Archive for the ‘Sonstiges’ Category

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Damit Mensch Mensch sein kann, muss er etwas darstellen – vor sich selbst und vor anderen. Und das gilt keineswegs erst seit dem Aufkommen der Sozialen Medien. Die Manipulation der eigenen Geschichte gehört schon immer zum Alltag. Wes Alltag Antwort gäb zeichnet das Psychogramm eines monologisierenden Ich, das auf- und abgeklärt, reflektiert und impulsiv zugleich, akribisch an der Ausgestaltung seines Selbst arbeitet und dabei mehr und mehr an Selbstdistanz einbüßt. In einer mäandernden Walze der Selbstreflexion umkreist der Protagonist seine Alltagswelt, immer auf der Suche nach Bestätigung und in ständiger Furcht vor vernichtender Bewertung. Denn nichts kann das virtuose Ich mehr gefährden als der kritische Blick von außen, der zielsicher alles infrage stellt, was vorher mühevoll und passgenau im Zentrum des eigenen Lebens platziert wurde. Wes Alltag Antwort gäb erzählt von den ins unermessliche steigenden Erwartungen und Anforderungen an uns selbst und an ein erfülltes Dasein als schillerndes, aktives und bestenfalls umjubeltes Ich und der daraus resultierenden Überreizung. – Ein monologisches Gesellschaftsporträt unserer Ansprüche und Selbstauskünfte, die unser Zusammenleben lautstark prägen.

https://www.br.de/mediathek/podcast/hoerspiel-pool/wes-alltag-antwort-gaeb-von-gesche-piening/1930428

https://www.geschepiening.de/projekte/wes-alltag-antwort-gaeb

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Am nächsten Morgen vor dem Frühstück ging Arthur Symons mit mir auf den Rasen hinaus, um ein Stück eines Gedichtes aufzusagen, des einzigen, das er jemals nach einem Traum aufgeschrieben hatte. Er hatte die Nacht davor von einer wunderschönen Frau geträumt, aber sie war bekleidet und hatte keinen Pfeil und Bogen. Als er nach London zurückkehrte, erwartete ihn eine Erzählung, die Fiona Mackert (?) an Savoy geschickt hatte und, wie ich glaube, die Bogenschützin hieß. Jemand in der Erzählung hatte die Vision von einer Frau, die einen Pfeil in den Himmel schoß, und dann von einem Pfeil, der einen Faun traf und seinen Leib durchbohrte, das Herz des Fauns herausrieß und mit dem haftenden Herzen in einem Baum steckenblieb.

Einige Wochen später war auch ich in London und begegnete unter Mathers Schülern einer Frau, deren kleines Kind – vielleicht zur gleichen Zeit wie meine Vision, vielleicht ein wenig später – aus dem Garten gelaufen kam und rief: „Mutter, ich habe eine Frau gesehen, die hat einen Pfeil in den Himmel geschossen, und ich habe Angst, dass sie den lieben Gott getötet hat!“

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Dogen wurde in Kyoto am 2. Januar (26. Januar im Sonnenkalender) geboren. Am 26. Januar werden zwei Zeremonien zur Feier seines Geburtstages abgehalten, eine morgens und die andere am Nachmittag. Für die Morgenzeremonie wird eine Rolle mit einem Gemälde von Dogen im Hörsaal aufgehängt. Vor das Gemälde wird ein Eimer mit geweihtem Wasser gestellt, in dem Kräuter wie Aloe und Sandelholz gekocht wurden. Am Nachmittag findet die Dankesfeier (Ho-on Koshiki) statt. Besondere buddhistische Musik genannt shomyo wird als Ausdruck des Dankes gespielt.

https://www.sotozen.com/ger/practice/event/index.html#Winter

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Blow up zeigt zu Beginn des neuen Jahres einen weiteren Beitrag über Farben im Film – nach dem Blau geht es diesmal um die Farbe Rot.

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Von Volkart Wildermuth: Blut ist Leben. Herzschlag für Herzschlag versorgt es Zellen mit Sauerstoff, Energie und Hormonbotschaften. Es ist ein Hightechprodukt der Biologie, repariert selbstständig kleine Verletzungen, wehrt mit Antikörpern und Killerzellen Krankheitserreger ab.

Blut lässt sich nicht synthetisieren, Blutspenden bleiben unverzichtbar. Und Blut sorgt noch immer für Überraschungen: So könnte die Blutgruppe Null das Risiko einer Corona-Infektion senken. Und irgendwo im jungen Blut versteckt sich ein Wirkstoff gegen das Alter.

https://www.swr.de/swr2/wissen/blut-lebensspender-abwehrkraft-und-jungbrunnen-swr2-wissen-2023-01-11-100.html

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Rhetorik ist die listige Schwester der Logik. Sie tut so, als argumentiere sie zwingend, dabei will sie vor allem eines: manipulieren. Sie kann auch Gespräche totschlagen. Hier eine kleine Auswahl von Keulen, die gegenwärtig im Schwung sind. –

https://kaeser-technotopia.blogspot.com/2023/01/nzz-18.html

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Aber meistens wiederholte man bestimmte Namen und zeichnete oder stellte sich bestimmte symbolische Figuren vor, die eine genaue Bedeutung angenommen hatten, nicht nur für den dunklen Bereich des eigenen Geistes, sondern für den Geist des Volkes.

Ich beschloß, die Namen zu wiederholen, die im kabbalistischen Lebensbaum (Sohar) mit dem Mond assoziiert sind, den göttlichen Namen, den Namen des Engelordens, den Namen der Planetensphäre (usf,), und wahrscheinlich, obwohl ich mich nicht genau daran erinnere, bestimmte geometrische Figuren zu zeichnen Ich beschloß (…) meine Mondbeschwörung in Galway zu machen. Das tat ich Nacht für Nacht vor dem Schlafengehen, und nach vielen Nächten, acht oder neun etwa, sah ich zwischen Schlaf und Wachen einen galoppierenden Zentauren und einen Augenblick später eine nackte Frau von unsagbarer Schönheit, die auf einem Piedestal stand und mit einem Pfeil auf einen Stern schoß. Ich habe den Farbton dieses herrlichen Fleisches noch vor Augen, mit dem verglichen alles menschliche Fleisch ungesund aussieht, und ich erinnere mich, dass andere, die solche Gestalten gesehen haben, dasselbe Merkmal im Gedächtnis behielten.

Das wäre möglich, es war groß und weiß, aus Kulmbach zur Leihe?

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Von Marco Maculotti

(…)  Meyrink … beginnt seine vierzigjährige „Suche“, kopfüber in die Welt des Okkultismus, des Spiritismus, der esoterischen Wissenschaften, der kabbalistischen Lehren und orientalischen Praktiken wie Yoga und Tao eintauchen. Jahrzehntelang widmete er sich telepathischen Experimenten, Sitzungen, alchemistischen Transmutationen, yogischen und „magischen“ Praktiken jeglicher Art; erlebt persönlich die Einnahme von Halluzinogenen und Giften; er interessiert sich für die phänomene der Vorausschau und entwickelt auch erhebliche praktische Fähigkeiten; er wird in eine sehr große Anzahl von Geheimgesellschaften und para-freimaurerischen Logen in Kontinentaleuropa eingeweiht. Der so erworbene Erfahrungs- und Wissensschatz wird für Meyrink die eigentliche Grundlage und zugleich den Kern seines schriftstellerischen Schaffens darstellen, zu dem wesentliche Romane wie Der Golem  und Das grüne Gesicht gehören.

https://axismundi.blog/de/2018/09/25/Gustav-Meyrink-%C3%BCber-die-Grenzen-des-Okkulten/

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