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Archive for the ‘Psychologie’ Category

Auf etwas Lust zu haben, bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch meist einen besonders dreisten Akt der Aggression. Nicht der Wunsch nach vorbehaltloser Hingabe an das begehrte Objekt wird mit dieser Formulierung zum Ausdruck gebracht, sondern der unbedingte Wille, es sich ohne Zartheit und Schamgefühl, dafür aber um den Preis brutaler Selbstüberwindung und ohne Rücksicht auf Verluste, restlos anzueignen. […] Die entfesselte Lust zielt hierzulande nicht auf die unreglementierte Erfahrung ihres Gegenstands, sondern auf dessen Zerstörung.

Magnus Klaue: Geist ist geil, konkret 2/2012 (via abgrundtiefe)

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Wilhelm Schmidt-Biggemann: Kabbala, die Zahlen und das Alphabet Gottes

In der Zeit vor der Woche, in der Gott die Welt erschuf, „spielte“ er mit heiligen Buchstaben. Sie sind zugleich Zahlen. Zeichen, die die Welt regieren. Das ist das Thema der ältesten Quellen der Kabbala, des kleinen Buches Sefer Jetzira, das aus der Antike stammt und im 10. JH nach Christus bekannt wurde. Zu den Geheimnissen gehört dabei die Konstitution der Zahlen von Eins bis Zehn. Eine wichtige Frage betrifft die Lücke zu den 22 Buchstaben des alttestamentarischen Alphabets und der heiligen Zahl Siebenundzwanzig. Es geht dabei um die „Suche nach dem verlorenen Buchstaben“ und um das Dunkle Alpha.

Neu im Catch-up Service: Das Geheimnis des Dunklen Alpha

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Erich Fromm: Es ist die Krise, die man als Krankheit des Jahrhunderts, als Abstumpfung des Lebens, Automation des Menschen und seine Entfremdung von sich selbst, seinen Mitmenschen und von der Natur bezeichnet hat. Der Mensch ist dem Rationalismus bis zu dem Punkt gefolgt, wo der Rationalismus zur äußersten Irrationalität wurde. – (Zen-Buddhismus und Psychoanalyse. Suhrkamp)

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Die Dokumentation von Stan Neumann erzählt die Geschichte des künstlerischen Aufbegehrens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die zur Zeit des Expressionismus vor allem in Deutschland und Österreich entstandenen Werke sowohl in der bildenden Kunst, des Theaters und des Kinos wurden gleichzeitig zu Meilensteinen der künstlerischen Weltgeschichte.

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Mit Röntgenblick porträtierte der Künstler die Wiener Gesellschaft. Der Retrospektive im Leopold-Museum gelingt dank dokumentarischen Materials ein vielschichtiges Bild – Untiefen inbegriffen Die Augen verschattet, das Lid hängend, blasse Haut mit tiefen Furchen: Es war ausdrucksstark und feinnervig, wie Oskar Kokoschka (1886-1980) seinen Förderer Adolf Loos 1909 porträtierte. Als schön galt es nicht. „Seelenaufschlitzer“ nannte man den Mitbegründer des österreichischen Expressionismus spitz. Das Innere kehrte er mit groben Pinselstrichen nach außen. Viele dieser Porträts sind nun in der umfassenden Kokoschka-Retrospektive des Leopold-Museums zu sehen. – derstandard.at

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„Bei der Aktiven Imagination kommt es darauf an, dass Sie mit irgendeinem Bild beginnen. […]

Betrachten Sie das Bild und beobachten Sie genau, wie es sich zu entfalten oder zu verändern beginnt. Vermeiden Sie jeden Versuch, es in eine bestimmte Form zu bringen, tun Sie einfach nichts anderes als beobachten, welche Wandlungen spontan eintreten. Jedes seelische Bild, das Sie auf diese Weise beobachten, wird sich früher oder später umgestalten, und zwar auf Grund einer spontanen Assoziation, die zu einer leichten Veränderung des Bildes führt. Ungeduldiges Springen von einem Thema zum andern ist sorgfältig zu vermeiden. Halten Sie an dem einen von Ihnen gewählten Bild fest und warten Sie, bis es sich von selbst wandelt. Alle diese Wandlungen müssen Sie sorgsam beobachten und müssen schließlich selbst in das Bild hineingehen: Kommt eine Figur vor, die spricht, dann sagen auch Sie, was Sie zu sagen haben, und hören auf das, was er oder sie zu sagen hat. Auf diese Weise können Sie nicht nur Ihr Unbewusstes analysieren, sondern Sie geben dem Unbewussten auch eine Chance, Sie zu analysieren. Und so erschaffen Sie nach und nach die Einheit von Bewusstsein und Unbewusstem, ohne die es überhaupt keine Individuation gibt.“

http://www.museumimlagerhaus.ch/wp-content/uploads/2018/03/MiL_Pressekit_Sammlung-C.G.-Jung.pdf

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Peter Nadas: Ich stand mit meiner Freude außerhalb meiner selbst. (77)

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