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Archive for the ‘Psychologie’ Category

Den edlen Seelen gelingt es schwer, an das Böse und an die Undankbarkeit zu glauben, und sie brauchen harte Lektionen, ehe sie das Ausmaß der menschlichen Korruption erkennen.

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„Retrotopia“ von Zygmunt Bauman

Wenn es eine spezielle Autorität der „letzten Worte“ gibt – wie groß sind dann die Zuschreibungen an das letzte Buch eines bedeutenden Autors? Das letzte Buch des britisch-polnischen Soziologen und Philosophen Zygmunt Bauman interveniert in aktuelle Konstellationen ohne sie zu benennen: Was haben der Brexit, Donald Trumps „America first“, die Finanzkrise und der Widerstand gegen Zuwanderung gemeinsam? Und wie ist überhaupt die allgemeine Befindlichkeit angesichts unleugbarer Umgestaltungen? – Ö1

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Im April 1923 drängelten sich an die hunderttausend Menschen in Wien auf der Hohen Warte, weil sie beim Match Österreich gegen Italien dabei sein wollten. Nur 85000 ließ man ins Stadion ein. Die Überlastung brachte auf dem Hang der riesigen Naturtribüne die Erde zum Rutschen. Das Illustrierte Sportblatt schrieb: „Die Leute waren förmlich ineinander verkeilt. Viele hatten die Füße gar nicht am Boden und schwebten förmlich in der Luft.“ Es ist die Beschreibung der konzentrierten Form von Masse.

Von Elias Canetti wissen wir, dass die Masse im Stadion ein Fall kollektiver Ethik ist. Er selbst erhielt die akustische Anregung für sein Werk Masse und Macht vom nahe gelegenen Rapid-Wien-Stadion. Von dort hörte Canetti das Publikum während der Spiele, seinen Aufschrei und sein Raunen, seinen Beifall und sein schnell aufbrausendes Stöhnen. Ja, er hörte Fußball. „An Feiertagen strömten große Menschenmengen hin, die sich ein Match dieser berühmten Mannschaft nicht leicht entgehen ließen. Ich hatte wenig darauf geachtet, da mich Fußball nicht interessierte.“- diepaideia.blogspot.de

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Das Tibetische Totenbuch von Sogyal Rinpoche (ISBN 978-3-596-169099-0) empfiehlt sich als umfassendes Werk zum Thema Sterben bzw. Sterbebegleitung. Hier werden einige Essenzen daraus vorgestellt: Manchmal hat es ein Sterbender schwer, loszulassen wenn seine Liebsten oder die ihn umgebenden Menschen noch nicht dazu bereit sind. Dann empfiehlt es sich, dem Sterbenden mit aufrichtiger Zärtlichkeit mitzuteilen:

Ich bin hier bei Dir, und ich liebe Dich. Du liegst im Sterben, aber das ist etwas ganz Natürliches; es geschieht jedem. Ich wünschte, Du könntest noch länger bei mir bleiben, aber ich möchte nicht, dass Du noch weiter leidest. Die Zeit, die wir miteinander verbracht haben, war schön und intensiv, und ich werde sie immer zu schätzen wissen. Bitte halte jetzt nicht länger am Leben fest. Lass los! Ich gebe Dir von ganzem Herzen mein Einverständnis zu sterben. Du bist nicht allein, weder jetzt, noch in Zukunft. Du hast meine ganze Liebe.”

Weltenlichter wachsen im Ozean des Seins,

Schatteninseln schwinden,

Lebensflammen glühen heiss

und tragen dich auf ihren Schwingen Heim.

Quelle unbekannt – http://tcmpro.ch/am-sterbebett/

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Träume

Alle Darsteller = ICH

Allen Figuren und Elemente eines Traumes werden vom Träumenden selbst produziert, folglich sind sie ein Teil des Träumenden, sei es ein Aspekt seiner Persönlichkeit, ein Empfinden, eine Idee, usw. Ausserdem könnte es aber in spirituellen Träumen auch sein, dass man tatsächlich auf Wesen oder Umgebungen von „Aussen“ trifft…

Klassische Psychoanalyse – Orginaltext von Sigmund Freud

(aus: Selbstdarstellung, Psychoanalyse, 1925
IV. Die Technik der Psychoanalyse: Traumdeutung)

(…) Wenn man die latenten Traum­gedanken, die man aus der Analyse des Traumes erfahren hat, untersucht, findet man einen unter ihnen, der sich von den anderen, verständigen und dem Träumer wohlbekannten, scharf abhebt. Diese anderen sind Reste des Wachlebens (Tagesreste); in dem vereinzelten aber erkennt man eine oft sehr anstößige Wunschregung, die dem Wachleben des Träumers fremd ist, die er dementsprechend auch verwundert oder entrüstet verleugnet. Diese Regung ist der eigentliche Traumbildner, sie hat die Energie für die Produk­tion des Traumes aufgebracht und sich der Tagesreste als Material bedient; der so entstandene Traum stellt eine Befriedigungssituation für sie vor, ist ihre Wunscherfüllung. Dieser Vorgang wäre nicht möglich geworden, wenn nicht etwas in der Natur des Schlafzustandes ihn begünstigt hätte. Die psychische Voraussetzung des Schlafens ist die Einstellung des Ichs auf den Schlafwunsch und die Abziehung der Besetzungen von allen Interessen des Lebens;.. – http://tcmpro.ch/traume/

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Kintsugi ist eine alte japanische Tradition, mit der die Scherben zerbrochener Schalen zu einzigartigen Kunstwerken wieder zusammengefügt werden. Was hat Kintsugi mit Struktureller Dissoziation und Traumatherapie zu tun?

Kintsugi ist Handwerk und Kunstform zugleich. Zerbricht eine wertvolle Keramikschale, werden die Scherben mit dieser traditionellen Handwerkskunst behutsam wieder zu einem Ganzen zusammengefügt. Dabei werden die Scherben der Schale nicht einfach zusammengeflickt, damit die zerbrochene Schale ihre Funktion zurückerhält. Die Bruchkanten der Scherben werden sorgsam mit einem besonderen Kitt verbunden und mit Goldstaub lackiert. Kinsugi-Schalen zeigen ihre Narben. Jede Kinsugi-Schale sagt: Ich war zerbrochen. In viele Teile. Ich bin wieder ganz. Das hat viel Zeit und Anstrengung gekostet. Jetzt strahle ich in neuem Glanz und kann wieder Neues aufnehmen.- Moon Stegk

Kintsugi oder Goldverbindung ist ein traditionelles, 500 Jahre altes, besonders in Asien verbreitetes Verfahren zur Wiederherstellung beschädigter Keramiken und Porzellane.- http://www.kintsugi.de und Wikipedia

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Es ist eine merkwürdige Verwandtschaft: Viele Verfahren der Selbstpräsentation auf Facebook oder WhatsApp gleichen auf frappante Weise den Methoden der Kriminologie. Das Format des Profils in den sozialen Netzwerken geht so zurück auf psychiatrische Profile von Internierten oder auf Täterprofile von Mördern. Andreas Bernard, Professor am Center for Digital Cultures der Leuphana-Universität in Lüneburg, fragt nach den Ursachen dieser irritierenden Ähnlichkeit.- SWR2

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