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Posts Tagged ‘Glaube’

Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben. Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar. Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen; man bittet, aus der alten Zelle, die man hasst, in eine neue gebracht zu werden, die man erst hassen lernen wird. Ein Rest von Glauben wirkt dabei mit, während des Transportes werde zufällig der Herr durch den Gang kommen, den Gefangenen ansehen und sagen:

„Diesen sollt ihr nicht wieder einsperren. Er kommt mit mir“.

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Was geschieht nach dem Tod? Was gehört zu einem guten Leben? Und auf welche Traditionen können wir dabei zählen? Viele Menschen suchen Antworten darauf in ihrer Religion. Fünf von ihnen erzählen, wie sich ihr Glaube mit der Zeit verändert hat.

Geborgenheit, Enttäuschung, Rückkehr, Befreiung – wie tief ein Mensch in seinem Innersten um Glaubensfragen ringt, bleibt meistens unsichtbar. „Der Glaube ist wie ein Eisberg im Menschen“, sagt Pfarrer Martin Stoelzel aus Berlin. „Wir wissen, dass ein Viertel aus dem Meer guckt, und der Rest ist untendrunter.“ In die Glaubensvorstellungen ihrer Kindheit wachsen die meisten Menschen unbewusst hinein. Doch im Lauf eines Lebens kann sich das Verhältnis zur eigenen Religion ganz wesentlich verändern. deutschlandfunkkultur.de/

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In der 227. Betrachtung über „Menschliches, Allzumenschliches“ erörtert Friedrich Nietzsche die stabile Grundlosigkeit vieler Institutionen, Tätigkeiten, Überzeugungen. Der unübertroffene Diagnostiker menschlicher Torheiten beschreibt die Fadenscheinigkeit des „Vertrauens“, dessen Schwinden von Politik, Laien- und Expertenpublizistik so lautstark beklagt wird: holbachinstitut.wordpress.com/

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Geheime Wahrheiten und Komplotte üben auf manche Menschen eine unerklärliche Faszination aus. Der Glaube an Verschwörungen fußt dabei auf ähnlichen psychologischen Mechanismen wie der Glaube an Götter, kommentiert der Religionswissenschaftler Michael Blume.

Jahrelang erforschte der US-Psychologe Rob Brotherton  klassische Verschwörungstheorien in den USA, etwa zum Mord an US-Präsident John F. Kennedy von 1963, zur – vermeintlich im Studio gefälschten – US-Mondlandung von 1969 oder zum angeblichen Alien-Crash in Roswell von 1947.

Dabei zeigte sich, dass viele der psychologischen Grundfunktionen von „conspiracy theories“ denen entsprachen, die wir auch aus der Religionsforschung kennen, beispielsweise die Überwahrnehmung von Wesenhaftigkeit („hyper agency detection“, HAD). Demnach vermuten Menschen im Zweifelsfall – und verstärkt unter Stress – geradezu instinktiv planvolle Akteure hinter Ereignissen, um sich abzusichern. Nach dem Prinzip: Es ist evolutionär günstiger, viele Male einen Busch für einen lauernden Bären zu halten als ein einziges Mal einen lauernden Bären für einen Busch.- spektrum.de

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