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Archive for the ‘Geist und Gott’ Category

Besonders für den Anfänger ist es fast unmöglich, allein zu meditieren. Es geht nur in einer Gruppe, die vorher abspricht, wie lange die Meditation dauern soll. Unser Stolz oder unsere Scham zwingt uns dann dazu, vor dem Ende nicht aufzugeben: Wenn es andere können, dann kann ich es auch. Stolz ist nicht immer negativ; als Mittel zum Zweck kann es recht nützlich sein. Die anderen wackeln nicht, deswegen werde ich auch nicht wackeln; ich bin zu stolz dazu. Ich bin zu stolz, vor Schmerz zu stöhnen; ich sitze still, genau wie die anderen. Wenn jeder das denkt, sitzt die Gruppe wirklich still. Manchmal … musste ich schluchzen, unfähig mich zu beherrschen. Dann bemerkte der Vorsteher meine schlechte Verfassung und schickte mich für fünfundzwanzig Minuten nach draußen. Dann musste ich auf und ab gehen und die Konzentration fortsetzen – immer in einem Teil des Gartens, den der Obere von seinem Platz nahe dem Eingang zur Meditationshalle überblicken konnte.

Zen-Buddhismus

  • Der leere Spiegel – Erfahrungen in einem japanischen Zen-Kloster. Übersetzt von Herbert Graf. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1977
  • Ein Blick ins Nichts – Erfahrungen in einer amerikanischen Zen-Gemeinde 1973
  • Reine Leere – Erfahrungen eines respektlosen Zen-Schülers 1999)
  • Das Kōan und andere Zen-Geschichten. Rowohlt 1996

https://www.wikiwand.com/de/Janwillem_van_de_Wetering

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Eine Welt ohne Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Unterdrückung, eine Gesellschaft, in der die Freiheit aller Einzelnen die Bedingung der Freiheit aller ist, ein Fortschritt, der allen Mobilität, gute Arbeit, materielle Fülle und Gesundheit bringt – diese soziale Utopie ist so alt wie die europäische Neuzeit.

In der Krise der kopernikanischen Wende wurden die ersten utopischen Entwürfe von Mönchen, Staatsmännern, Philosophen formuliert. Aus den Krisen der industriellen Gesellschaft wuchsen die radikalen liberalen, sozialistischen oder kommunistischen Philosophien eines Fortschritts, der allen die volle Entwicklung ihrer Fähigkeiten ermöglichen solle. Das kapitalistische Wachstum hat den Wohlstand in unserem Teil der Welt ins Unermessliche wachsen lassen, aber auch die globale Ungleichheit, die ökologischen Gefahren, die Kriege, die wirtschaftlichen Katastrophen. Heute zerstört dieser Fortschritt die Grundlagen unseres Lebens, und es wächst die Erkenntnis, dass nur noch radikale Änderungen Leben und Überleben sichern können.

Aber was ist aus den utopischen Konzepten geworden? Brauchen wir neue Utopien oder reichen die alten? Und was hindert Menschen daran, für ihre Interessen zu kämpfen?

https://www.deutschlandfunk.de/die-ideen-sind-da-doch-wir-noch-nicht-so-weit-warum-utopien-100.html

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Dogen wurde in Kyoto am 2. Januar (26. Januar im Sonnenkalender) geboren. Am 26. Januar werden zwei Zeremonien zur Feier seines Geburtstages abgehalten, eine morgens und die andere am Nachmittag. Für die Morgenzeremonie wird eine Rolle mit einem Gemälde von Dogen im Hörsaal aufgehängt. Vor das Gemälde wird ein Eimer mit geweihtem Wasser gestellt, in dem Kräuter wie Aloe und Sandelholz gekocht wurden. Am Nachmittag findet die Dankesfeier (Ho-on Koshiki) statt. Besondere buddhistische Musik genannt shomyo wird als Ausdruck des Dankes gespielt.

https://www.sotozen.com/ger/practice/event/index.html#Winter

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https://diekarthause.jimdofree.com/scriptorium/die-kart%C3%A4user/der-orden/

https://chartreux.org/moines/de/

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Demokritos beschwört den Geist seines einstigen Lehrers, des persischen Magiers und dabei ägyptischen Priesters Ostanes* und erhält von ihm die Auskunft, seine Geheimschriften befänden sich im „Tempel“; dieser wird fruchtlos durchsucht, und erst später öffnet sich eine Säule, die Bücher kommen zu Vorschein, enthalten jedoch nicht als den Spruch:

Die Natur freut sich über die Natur, die Natur siegt über die Natur, die Natur herrscht über die Natur.“

*https://www.wikiwand.com/de/Ostanes

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Wenn einer ein geniales Werk schreibt oder eine schöpferische Tat vollbringt, geschieht es denn nicht durch ein Wissen und eine Macht jenseits seines Geistes? Ich glaube nicht, dass sie durch ein Bild hervorgerufen wird. Aber unsere Bilder müssen uns vorgegeben sein, denn diese können wir nicht bewußt wählen. Jetzt weiß ich, dass Offenbarung aus dem Selbst kommt, jedoch aus einem uralten Selbst der Erinnerung.

Meine Freunde meinten, dass der dunkle Bereich des Geistes – das Unterbewußtsein – eine unberechenbare Macht habe, sogar über Ereignisse. Um Ereignisse oder seinen eigenen Geist beeinflussen zu können, mußte man die Aufmerksamkeit dieses dunklen Bereichs erregen, ihn gleichsam in eine neue Richtung lenken. Mathers schilderte, wie er als Bub immer wieder ein Ereignis herbeigezogen hatte, dass er sich wünschte; und er nannte dieses Herbeiziehen eine instinktive Magie.

Das weiße Buch zum Nobelpreis? Könnte sein?

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Der pflanzenüberwucherte Innenraum einer halbverfallenen (möglicherweise) gotischen Kirche von berückender Schönheit: Angenehme Proportionen eines kraftvollen Raumes, reiches Maßwerk, schöne Fenster, Skulpturen. Im Nachhinein ist völlig klar, daß der Ort nicht besonders ausgedehnt sein konnte, aber das bemerkte man nicht. Denn auch die unscheinbarste Schönheit wirkt immer groß und vollständig. Das ist ihr Geheimnis. 

https://martininbroda.blogspot.com/2023/01/la-chapelle-lange-au-violon.html

Gelegentlich ist die Wirklichkeit doch zu wenig respektabel, als daß wir sie ernsthaft in Erwägung ziehen könnten.

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