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Archive for the ‘Persona’ Category

1972 wurde zu Ehren von Hannah Arendt (1906 – 1975) in Toronto eine Konferenz abgehalten, bei der Freunde und Kollegen Aspekte ihres Werkes kritisch diskutierten. In den bisher unveröffentlichten Tondokumenten nimmt Arendt u.a. Stellung zu ihrer Unterscheidung von Macht und Gewalt, von Politischem und Sozialem, von Denken und Handeln. – Von Christine Nagel

„Ich war immer der Meinung, dass man so zu denken anfangen müsste, als wenn niemand zuvor gedacht hätte. Und dann beginnen sollte, von den anderen zu lernen.“

Auf diese Weise war es ihr möglich, sich als unabhängige Denkerin auf philosophische Autoren des Abendlandes zurück zu beziehen, und ihre Gegenwart nach dem Holocaust kritisch zu begleiten. –

http://radio.friendsofalan.de/denken-ohne-gelaender-die-lange-nacht-ueber-hannah-arendt-auf-wunsch-wieder-online/

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Zu den Lehren der Hitlerzeit gehört die von der Dummheit des Gescheitseins. Aus wievielen sachverständigen Gründen haben ihm die Juden noch die Chancen des Aufstiegs bestritten, als dieser so klar war wie der Tag. Mir ist ein Gespräch in Erinnerung, in welchem ein Nationalökonom aus den Interessen der bayrischen Bierbrauer die Unmöglichkeit der Uniformierung Deutschlands bewies. Dann sollte nach den Gescheiten der Faschismus im Westen unmöglich sein. Die Gescheiten haben es den Barbaren überall leicht gemacht, weil sie so dumm sind. Es sind die orientierten, weitblickenden Urteile, die auf Statistik und Erfahrung beruhenden Prognosen, die Feststellungen, die damit beginnen „Schließlich muß ich mich hier auskennen“, es sind die abschließenden und soliden  statements, die unwahr sind.

HITLER war gegen den Geist und widermenschlich. Es gibt aber auch einen Geist, der widermenschlich ist: sein Merkmal ist wohlorientierte Überlegenheit. gleichsatz.de.

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FOLGE 7 – FRAUENSCHWUND BEI DR. FUCHSBERGER

POLT

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AUWEHZWICK 2.0 – FOLGE 6 – DR. LAMBERGERS RUIN

POLT

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documenta 14 – Wang Bing

Ein Riesenreich, das keiner kennt: Der Filmemacher Wang Bing hält die Schattenseiten von Chinas Wirtschaftsboom fest – Armut, Ausbeutung und Verfall. Seine brillant subtilen Dokus waren ein Höhepunkt der documenta – und wurden leider miserabel präsentiert. Zu den zahlreichen Unzulänglichkeiten der documenta 14 zählte ihre miserable Präsentation: Die dilettantische website sah aus, als hätten sie hacker um etwa 1992 programmiert…
Impressionen des Films „Three Sisters“ (2012) von Wang Bing
Auszüge aus dem Dokumentarfilm „San Zimei – Drei Schwestern“ (2012) des chinesischen Filmemachers Wang Bing über das Leben von drei armen Bauernmädchen im Bergland von Yunnan, aufgeführt auf der documenta 14 in Kassel.
 Wang Bing nutzt Film für Expeditionen in die Exotik des Gewöhnlichen, etwa in „Three Sisters“ von 2012. Drei Mädchen im Vorschulalter wohnen mit ihrem Vater in einem Dorf im südchinesischen Yunnan. Das Bergland ist karg, die Erträge der Terrassenfelder mager, alle Dörfler halten Ziegen und Schafe. Da der Vater nicht alle drei Töchter zugleich ernähren kann, wandert er mit den beiden jüngeren in die Stadt ab und gibt die zehnjährige Yingying in die Obhut von Verwandten. Die Kamera begleitet sie einfach durch ihren Tagesablauf.- kunstundfilm.de

Zu Sehen – ARTE France

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Elendsporno aus der Panorama-Perspektive: Konzept-Künstler Ai Weiwei dreht eine Doku über Flüchtlingsströme weltweit als wirren Bildersalat – mit gigantischem Aufwand und grotesk dürftigem Resultat. Jede TV-Reportage bietet mehr.

Dieser Film war wohl unvermeidlich. Seit einigen Jahren dreht sich das Werk von Ai Weiwei vornehmlich um seine persönlichen Erfahrungen – und in gewisser Weise ist er selbst ein Flüchtling. Nach seiner dreimonatigen Inhaftierung 2011 in Beijing und anschließendem Hausarrest durfte er Ende 2015 nach Berlin ausreisen. Dort hat er eine Gastprofessur an der Universität der Künste und ein 3000 Quadratmeter großes Atelier mit einer Schar von Assistenten. Doch in jüngster Zeit fehlte ihm ein zündendes sujet. – kunstundfilm.de

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Das Klima zu schützen, halten viele Deutsche für eine gute Idee. Theoretisch zumindest. Kaum einer bestreitet, dass es gut wäre, weniger Auto zu fahren, seltener zu fliegen und generell beim Konsum auf die Bremse zu treten. Doch sobald es konkret wird, machen die meisten einen Rückzieher. Sobald wir unser persönliches Verhalten ändern müssten, verlieren wir schnell die Lust am Kampf gegen die Erderwärmung. Lieber machen wir weiter wie bisher und beruhigen unser Gewissen mit Ersatzhandlungen, die keinem wehtun. Wir spenden für Klimaschutzprojekte, um die Kohlendioxid-Emissionen von Flugreisen zu kompensieren. Und wir sind stolz darauf, bei den tonnenschweren Spritschluckern, mit denen wir unsere Kinder zur Schule fahren, in modernste Abgasfiltertechnik investiert zu haben – die aber leider den CO2-Ausstoß kein Bisschen drosselt. Wir fühlen uns gut, ohne wirklich etwas zu ändern. Wir werden aktiv, ohne etwas zu bewirken. Sind wir Scheinheilige beim Klimaschutz? JA sagt der Soziologe und Bestsellerautor Harald Welzer. NEIN sagt der profilierte Umweltpolitiker und frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer.

http://www.deutschlandfunk.de/streitkultur.2926.de.html

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