Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Zettel’

Flann O`Brien: »Ist es das Leben?« gab er zurück. »Ich wäre gern damit verschont«, sagte er, »denn es ist von nur sehr wenig Nutzen. Man kann es nicht essen oder trinken oder in der Pfeife rauchen, es schützt nicht vor Regen, und im Dunkeln ist es eine schwache Gefährtin, wenn man es auszieht und nach einer Nacht voller Porter mit ins Bett nimmt, weil man von roter Leidenschaft geschüttelt ist. Es ist ein großer Fehler, und ohne es ist man besser dran, und dasselbe gilt für Bettpfannen und importierten Schinken.«

Aus dem Zettelkasten des Bonaventura

Read Full Post »

Joseph Conrad: Der Mensch ist staunenswert, aber er ist kein Meisterwerk. […] Manchmal denke ich, dass der Mensch an einen Ort gekommen ist, wo er nicht erwünscht ist, wo kein Platz für ihn ist; denn wenn es nicht so wäre, warum sollte er dann all den Platz wollen? Warum sollte er hierhin und dorthin rennen und sich anpreisen mit großem Geschrei, über die Sterne reden, die Grashalme in ihrer Ordnung stören?

Read Full Post »

K begreift nicht, was der Aufseher damit sagen will. Er begreift nicht, daß das Problem in ihm selbst begründet ist, dass nur er sich allein sich retten könne, und die Tatsache, das er den Rat des Aufsehers nicht befolgen kann, ist ein Hinweis darauf, dass er sich am Ende geschlagen geben muß.

Read Full Post »

Der Aufseher macht eine Bemerkung, die übrigens für jeden zutrifft, der sich in Not befindet und Hilfe sucht. Der Aufseher sagt: „Wenn ich nun aber auch Ihre Fragen nicht beantworte, so kann ich Ihnen doch raten, denken Sie weniger an uns und an das, was mit Ihnen geschehen wird, denken Sie lieber mehr an sich.“

Read Full Post »

Wer der Welt entsagt, muss alle Menschen lieben, denn er entsagt auch ihrer Welt. Er beginnt daher, das wahre menschliche Wesen zu ahnen, das nichts anderes als geliebt werden kann, vorausgesetzt, dass man ihm ebenbürtig ist.

Read Full Post »

Godwin Samarartne: Frei ist, wer keine Erwartungen erfüllen muss. Weder eigene noch fremde.

Read Full Post »

Jean Paul: Am Tage bin ich in der Einsamkeit. Nachts geh` ich in Gesellschaft, nämlich zu Bette unter die vielen Traumwesen …

Read Full Post »

Zettel 2247

@flederzombie: In alten Büchern leben die ausgestorbenen Wörter. Daneben wirkt die Sprache der Zeitgenossen wie tot.

Man kann gar nicht still genug sein, um den Lärm der anderen auszugleichen.

Read Full Post »

Es gibt nichts anderes als eine geistige Welt; was wir sinnliche Welt nennen, ist das Böse in der geistigen, und was wir böse nennen, ist nur eine Notwendigkeit eines Augenblicks unserer ewigen Entwicklung.

Read Full Post »

Older Posts »