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Posts Tagged ‘Zettel’

»…Es krassirt ein entsetzlicher Müßiggang. – Müßiggang ist aller Laster Anfang. – Was die Leute nicht Alles aus Langeweile treiben! Sie studiren aus Langeweile, sie beten aus Langeweile, sie verlieben, verheirathen und vermehren sich aus Langeweile und sterben endlich an der Langeweile und – und das ist der Humor davon – Alles mit den wichtigsten Gesichtern, ohne zu merken warum, und meinen Gott weiß was dabei. Alle diese Helden, diese Genies, diese Dummköpfe, diese Heiligen, diese Sünder, diese Familienväter sind im Grunde nichts als raffinirte Müßiggänger…« – Georg Büchner, Leonce und Lena

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Vincent van Gogh: Ein Gefangener der zur Einsamkeit verurteilt ist, den man hindern würde zu arbeiten, würde auf die Dauer, zumal, wenn es zu lange dauert, die Folgen davon spüren, ebenso gewiss wie einer, der zu lange Hunger gelitten hat. Genau wie jeder andere Mensch habe ich das Bedürfnis nach den Banden der Freundschaft.

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Halldor Laxness: Man kennt nicht den Augenblick, da in einem das Sehnen aufhört. Das ist gewissermaßen so, wie wenn eine Wunde heilt; oder, wie wenn man stirbt. Man kennt nicht den Augenblick, da die Wunde aufhört zu schmerzen; ebenso der Augenblick, da man stirbt. Plötzlich ist man geheilt; plötzlich tot.

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Rolf Dieter Brinkmann: Er merkte, wie sie ihm zuhörte, und dieses, das sie ihm zuhörte, war so zufällig, empfand er. Es war für sie jetzt wahrscheinlich dasselbe reden wie immer; ein Reden von ihm, das sie gewohnt war, das sie beide erschöpfte.

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Franz Werfel: Diese Gestalten der SS, ich werde nicht leugnen, dass sie zum Teil hochgewachsen und eindrucksvoll waren, belehrten mich über die Form der modernen Tyrannei, die nicht nur aus der Herrschaft eines einzelnen, einer Clique, einer Klasse besteht, sondern aus einer geschlossenen Despotie der Nutznießer.

Der Anblick dieser z.T. prächtigen Figuren, die durch die Menge schritten, als wäre die vielberufene Volksgemeinschaft lästiger Schlamm.

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Zettel 47

Franz Werfel: Der Zwang, den Feind nachzuahmen, bewusst oder unbewusst, ist einer der Höllenzwänge auf Erden.

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Franz Werfel: (fs) … Alle können sie umprägen, nur uns nicht. Sie können uns umbringen, verjagen, ausrauben, aber nicht beugen, selbst wenn wir ihnen dabei mithelfen. Denn wir sind immun, ganz und gar. Diese gottgewollte Immunität ist der Grund, warum sie in uns unglücklich verhasst sind. Solange in dem verlorensten Weltwinkel noch einer unseres Stammes lebt, kann die Macht der Weißstrümpfe (der Nazis) nicht total sein.

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