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Archive for the ‘Symbole’ Category

Eine Welt ohne Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Unterdrückung, eine Gesellschaft, in der die Freiheit aller Einzelnen die Bedingung der Freiheit aller ist, ein Fortschritt, der allen Mobilität, gute Arbeit, materielle Fülle und Gesundheit bringt – diese soziale Utopie ist so alt wie die europäische Neuzeit.

In der Krise der kopernikanischen Wende wurden die ersten utopischen Entwürfe von Mönchen, Staatsmännern, Philosophen formuliert. Aus den Krisen der industriellen Gesellschaft wuchsen die radikalen liberalen, sozialistischen oder kommunistischen Philosophien eines Fortschritts, der allen die volle Entwicklung ihrer Fähigkeiten ermöglichen solle. Das kapitalistische Wachstum hat den Wohlstand in unserem Teil der Welt ins Unermessliche wachsen lassen, aber auch die globale Ungleichheit, die ökologischen Gefahren, die Kriege, die wirtschaftlichen Katastrophen. Heute zerstört dieser Fortschritt die Grundlagen unseres Lebens, und es wächst die Erkenntnis, dass nur noch radikale Änderungen Leben und Überleben sichern können.

Aber was ist aus den utopischen Konzepten geworden? Brauchen wir neue Utopien oder reichen die alten? Und was hindert Menschen daran, für ihre Interessen zu kämpfen?

https://www.deutschlandfunk.de/die-ideen-sind-da-doch-wir-noch-nicht-so-weit-warum-utopien-100.html

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Am nächsten Morgen vor dem Frühstück ging Arthur Symons mit mir auf den Rasen hinaus, um ein Stück eines Gedichtes aufzusagen, des einzigen, das er jemals nach einem Traum aufgeschrieben hatte. Er hatte die Nacht davor von einer wunderschönen Frau geträumt, aber sie war bekleidet und hatte keinen Pfeil und Bogen. Als er nach London zurückkehrte, erwartete ihn eine Erzählung, die Fiona Mackert (?) an Savoy geschickt hatte und, wie ich glaube, die Bogenschützin hieß. Jemand in der Erzählung hatte die Vision von einer Frau, die einen Pfeil in den Himmel schoß, und dann von einem Pfeil, der einen Faun traf und seinen Leib durchbohrte, das Herz des Fauns herausrieß und mit dem haftenden Herzen in einem Baum steckenblieb.

Einige Wochen später war auch ich in London und begegnete unter Mathers Schülern einer Frau, deren kleines Kind – vielleicht zur gleichen Zeit wie meine Vision, vielleicht ein wenig später – aus dem Garten gelaufen kam und rief: „Mutter, ich habe eine Frau gesehen, die hat einen Pfeil in den Himmel geschossen, und ich habe Angst, dass sie den lieben Gott getötet hat!“

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Blow up zeigt zu Beginn des neuen Jahres einen weiteren Beitrag über Farben im Film – nach dem Blau geht es diesmal um die Farbe Rot.

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Aber meistens wiederholte man bestimmte Namen und zeichnete oder stellte sich bestimmte symbolische Figuren vor, die eine genaue Bedeutung angenommen hatten, nicht nur für den dunklen Bereich des eigenen Geistes, sondern für den Geist des Volkes.

Ich beschloß, die Namen zu wiederholen, die im kabbalistischen Lebensbaum (Sohar) mit dem Mond assoziiert sind, den göttlichen Namen, den Namen des Engelordens, den Namen der Planetensphäre (usf,), und wahrscheinlich, obwohl ich mich nicht genau daran erinnere, bestimmte geometrische Figuren zu zeichnen Ich beschloß (…) meine Mondbeschwörung in Galway zu machen. Das tat ich Nacht für Nacht vor dem Schlafengehen, und nach vielen Nächten, acht oder neun etwa, sah ich zwischen Schlaf und Wachen einen galoppierenden Zentauren und einen Augenblick später eine nackte Frau von unsagbarer Schönheit, die auf einem Piedestal stand und mit einem Pfeil auf einen Stern schoß. Ich habe den Farbton dieses herrlichen Fleisches noch vor Augen, mit dem verglichen alles menschliche Fleisch ungesund aussieht, und ich erinnere mich, dass andere, die solche Gestalten gesehen haben, dasselbe Merkmal im Gedächtnis behielten.

Das wäre möglich, es war groß und weiß, aus Kulmbach zur Leihe?

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Von Marco Maculotti

(…)  Meyrink … beginnt seine vierzigjährige „Suche“, kopfüber in die Welt des Okkultismus, des Spiritismus, der esoterischen Wissenschaften, der kabbalistischen Lehren und orientalischen Praktiken wie Yoga und Tao eintauchen. Jahrzehntelang widmete er sich telepathischen Experimenten, Sitzungen, alchemistischen Transmutationen, yogischen und „magischen“ Praktiken jeglicher Art; erlebt persönlich die Einnahme von Halluzinogenen und Giften; er interessiert sich für die phänomene der Vorausschau und entwickelt auch erhebliche praktische Fähigkeiten; er wird in eine sehr große Anzahl von Geheimgesellschaften und para-freimaurerischen Logen in Kontinentaleuropa eingeweiht. Der so erworbene Erfahrungs- und Wissensschatz wird für Meyrink die eigentliche Grundlage und zugleich den Kern seines schriftstellerischen Schaffens darstellen, zu dem wesentliche Romane wie Der Golem  und Das grüne Gesicht gehören.

https://axismundi.blog/de/2018/09/25/Gustav-Meyrink-%C3%BCber-die-Grenzen-des-Okkulten/

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Demokritos beschwört den Geist seines einstigen Lehrers, des persischen Magiers und dabei ägyptischen Priesters Ostanes* und erhält von ihm die Auskunft, seine Geheimschriften befänden sich im „Tempel“; dieser wird fruchtlos durchsucht, und erst später öffnet sich eine Säule, die Bücher kommen zu Vorschein, enthalten jedoch nicht als den Spruch:

Die Natur freut sich über die Natur, die Natur siegt über die Natur, die Natur herrscht über die Natur.“

*https://www.wikiwand.com/de/Ostanes

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Wenn einer ein geniales Werk schreibt oder eine schöpferische Tat vollbringt, geschieht es denn nicht durch ein Wissen und eine Macht jenseits seines Geistes? Ich glaube nicht, dass sie durch ein Bild hervorgerufen wird. Aber unsere Bilder müssen uns vorgegeben sein, denn diese können wir nicht bewußt wählen. Jetzt weiß ich, dass Offenbarung aus dem Selbst kommt, jedoch aus einem uralten Selbst der Erinnerung.

Meine Freunde meinten, dass der dunkle Bereich des Geistes – das Unterbewußtsein – eine unberechenbare Macht habe, sogar über Ereignisse. Um Ereignisse oder seinen eigenen Geist beeinflussen zu können, mußte man die Aufmerksamkeit dieses dunklen Bereichs erregen, ihn gleichsam in eine neue Richtung lenken. Mathers schilderte, wie er als Bub immer wieder ein Ereignis herbeigezogen hatte, dass er sich wünschte; und er nannte dieses Herbeiziehen eine instinktive Magie.

Das weiße Buch zum Nobelpreis? Könnte sein?

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