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Posts Tagged ‘P(A)rtikel’

In den 1950er und 1960er Jahren kannte ihn jedes Kind.

Der Friedensapostel Max Daetwyler (1886 – 1976) mit seinem schlohweissen Bart und seiner weissen Fahne machte immer wieder mit spektakulären Aktionen auf sich und sein Anliegen aufmerksam.

Die meisten Zeitgenossen hielten ihn für einen weltfremden Spinner und Sonderling. Er wurde geächtet, psychiatrisiert und immer wieder verhaftet. Aber sein konsequent gelebter  Pazifismus nötigte vielen doch zumindest Respekt ab.

1914 verweigerte Daetwyler den Fahneneid, wurde für Unzurechnungsfähig erklärt  und aus der Armee ausgeschlossen. Von da an kämpfte er auf seine Art unermüdlich (und leider weitgehend erfolglos) für den Frieden. 1940 bot er dem  Reichsführer  Adolf Hitler ein Treffen an, um den Krieg zu beenden. Er trat in Ost- und Westberlin auf und soll Walter Ulbricht angeboten haben, gegen 1000.– Fr die
Berliner Mauer abzukaufen. .. Die Schweiz neutralisierte ihn als „Original“.

https://rooschristoph.blogspot.com/2022/10/friedensapostel-max-daetwyler.html

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„Wir sind Erdlinge, nicht Menschen“ – sagte der Philosoph und Wissenssoziologe Bruno Latour. Nun ist er mit 75 Jahren gestorben.

„Der berühmteste und der am wenigsten verstandene französische Philosoph“, so nannte ihn einmal der New Yorker. Als bekannt wurde, dass in der Nacht auf den 9. 10. der französische Soziologe und Philosoph Bruno ­Latour gestorben war, explodierte das Internet vor Kommentaren und Trauer-Posts.

Berühmt war Latour auf jeden Fall, einmal wurde er sogar zum meistzitierten Philosophen der akademischen Welt gekürt. – https://taz.de/Nachruf-auf-Bruno-Latour/!5883777/

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Spätestens nach seiner Aufnahme an der Académie française zählt der französische Wissenschaftsphilosoph Michel Serres zu den ganz Großen seiner Zunft. Für ihn ist ein Umdenken des Menschen gefordert, das sich radikal von der hemmungslosen Ausbeutung der Erde distanziert. – Von Klaus Englert | 30.08.2010

„Geboren wurde ich 1930. Als ich gerade neun oder zehn Jahre alt war, begann der Krieg. Ich erinnere mich sehr gut an diese Kindheitserinnerungen, denn ich erlebte in dieser Zeit nicht nur den 2. Weltkrieg, sondern auch den vorherigen Krieg, den spanischen Bürgerkrieg. Schließlich waren die Franzosen nach dem 2. Weltkrieg noch in zwei oder drei Kolonialkriege verwickelt, besonders in den Algerien-Krieg und den Indochina-Krieg. Folglich habe ich von meiner ganzen Jugend, ich würde sagen vom 9. bis zum 25. Lebensjahr, die Erinnerung an einen permanenten Krieg.“

https://www.deutschlandfunk.de/ein-philosoph-der-kommunikation-100.html

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John Lilburne und die Leveller

In England war das Bürgertum Anfang des 17. Jahrhunderts relativ stark und einflußreich geworden, der König zunehmend verschuldet. Besonders prekär wurde die Lage, als in Schottland ein Aufstand der Puritaner ausbrach und der König Geld für die Anwerbung von Truppen brauchte. Ähnlich wie sein „Vetter“ Ludwig XVI 150 Jahre später in Frankreich brauchte er das Parlament zur Übernahme der Schulden der Krone. Das Parlament weigerte sich aber und forderte die Hinrichtung seines Kanzlers Strafford und des Erzbischofs von Canterbury, Laud, als Verräter. Gleichzeitig nahmen sich Bauern Ländereien der Adligen um sie zu bebauen. Der König verlangte nun die Auslieferung der Anführer der Aufständischen und ließ das Parlament besetzen. Anschließend verzog er sich in den Norden Englands, wo er noch Unterstützung hatte. 1642 erklärte der König dem Parlament den Krieg.

http://jpmarat.de/deutsch/leveld.html

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Clauser, Zeilinger, Aspect

Im Februar 2017 erschien in den Physical Review Letters der kurze Bericht über ein Experiment, das vermutlich wenige beachteten. Physiker in Wien richteten Licht von Sternen aus einer entfernten Ecke unserer Milchstrasse auf eine Vorrichtung, welche die Polarisation von Photonen misst. Das Team der Physiker leitete Anton Zeilinger, der jetzt den Nobelpreis 2022 erhält. 

https://kaeser-technotopia.blogspot.com/2022/10/nobelpreis-fur-quantenspuk-im-februar.html

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Die (un)heimliche Macht minoritärer Sturheit . – Von Filosofaxen

Der Finanzmathematiker und Publizist Nassim Taleb spricht in seinem Buch «Skin in the Game» (2018) von der «verborgenen Asymmetrie im alltäglichen Leben». Damit meint er etwas Banales, das in einer Schweizer Redensart sehr schön zum Ausdruck kommt: «Der Gschiider git nah, der Esel blibt stah» – «der Kluge gibt nach, der Esel bleibt stehen». Unter einem Esel will ich hier schlicht eine Person verstehen, die ihre Meinung unter keinen Umständen ändert; unter einem Klugen, wer seine Meinung je nach Umständen ändert. Es braucht oft nur eine kleine Anzahl Esel, um ziemlich grosse kollektive Effekte – auch unter Klugen – zu bewirken. 

https://kaeser-technotopia.blogspot.com/2022/09/esel-und-kluge-die-unheimliche-macht.html

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Bist du dafür oder dagegen?  Transphil oder transphob, vegan oder nichtvegan, regulierten oder deregulierten Markt, Impfen oder Nicht-Impfen, Waffenlieferung an die Ukraine oder nicht? Der Imperativ des Positionsbeziehens ist endemisch. Aber vergessen wir nicht das Gegenteil des Entweder-oder,  das Weder-noch. Und darauf verweist der Wortstamm von «neutral»: keines von beiden. Man verbindet damit gern die Haltung des Ausweichens, Zauderns, Lavierens. Roland Barthes, Autor der berühmten «Mythen des Alltags», zählte das Weder-noch-Denken seiner Zeit zu diesen Mythen. «Ninisme» nannte er es («ni.. ni..»). Er meinte damit ein Denken, das sich dank eines «mythischen» neutralen Standpunkts über den damaligen Konflikten zwischen links und rechts als erhaben wähnt: «Man wägt Methoden mit der Waage ab, belädt ihre Schalen nach Gutdünken, um sich selber als unbelasteter Schiedsrichter betrachten zu können (..) Schon möglich, dass unsere Welt zweigeteilt ist, doch man kann sicher sein, dass über dieser Spaltung kein neutraler Gerichtshof waltet: keine Rettung für die Richter, sie sitzen im gleichen Boot». 

https://kaeser-technotopia.blogspot.com/2022/09/nzz29.html

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andyamholst 

Jüngst traf ich in einer bekannten hessischen Flughafen- und Bankenstadt an
einem mittelmässigen Strom in einer mittelmässigen Fußgängerzone einen
mittelmässigen ehemaligen Schulnebenmirsitzer, der sogleich auch losplapperte.
Sein Leben war in den vergangenen 35 Jahren angefüllt mit überbordendem Erfolg
(Studium, Betrieb übernommen, Heirat, Haus, Investment, „in die Politik gegangen“, etc) …,..

Geschichte über Blödheit (1)

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Peter Bichsel meets Saul Kripke

«Warum heisst das Bett nicht Bild», fragte sich der alte Mann in Peter Bichsels Kurzgeschichte «Ein Tisch ist ein Tisch». Eine eminent philosophische Frage. Sie bewog den alten Mann zu einer radikalen Umdeutung der Wörter. «‚Jetzt ändert es sich’, rief er, und er sagte von nun an zu dem Bett ‚Bild’. ‚Ich bin müde, ich will ins Bild’, sagte er, und morgens blieb er oft lange im Bild liegen und überlegte, wie er nun zu dem Stuhl sagen wolle, und er nannte den Stuhl ‚Wecker’. Hie und da träumte er schon in der neuen Sprache, und dann übersetzte er die Lieder aus seiner Schulzeit in seine Sprache, und er sang sie leise vor sich hin.»

https://kaeser-technotopia.blogspot.com/2022/09/der-alte-mann-und-der-tisch-peter.html

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