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Posts Tagged ‘Burkhard Reinartz’

Engel in der modernen Poesie – Gebrochene Flügel

Weihnachtsengel aus Gips oder Holz sind oft kitschig. Aus Sicht jener biblischen Autoren, die das Weihnachtsgeschehen in Worte zu fassen suchten, sind Engel eher verstörend und irritierend. Auch zeitgenössische Dichter sehen das so, wenn sie jene „Flatterwesen“ erkunden. – Von Burkhard Reinartz | 25.12.2021

Der Engel in dir
freut sich über dein
Licht
weint über deine Finsternis

aus seinen Flügeln rauschen
Liebesworte
Gedichte Liebkosungen
Er bewacht deinen Weg

Lenk deinen Schritt
engelwärts

Rose Ausländer

deutschlandfunk.de/gebrochene-fluegel

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Tag für Tag im Deutschlandfunk – Von Burkhard Reinartz

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 Ö1 – Dienstag, 9. November 2021 um 16:05 Uhr – Von Burkhard Reinartz – https://oe1.orf.at/player/live

Adam Zagajewski verteidigt »das Recht auf Unendlichkeit«, gegen den nüchternen Zeitgeist, die »Notwendigkeit der Leidenschaft gegen das Diktat der Ironie«. Er fordert »Wildheit« und den Mut, tiefgehende persönliche Erfahrungen auszusprechen. Nach den Nine-Eleven-Anschlägen macht der „New Yorker“ mit Zagajewskis Gedicht „Versuch’s, die verstümmelte Welt zu besingen“ auf. Geschichte und individuelles Schicksal bilden im Werk des Dichters eine untrennbare Schnittmenge. Alles ist in nur einem Augenblick möglich: Die toten Juden »fahren um die Wette Schlitten und werfen Schneebälle ans Fenster«, während »die Welt in meinen Mantel ein- und auskriecht wie in einen Ameisenhaufen«. Adam Zagajewski, 1945 in Lemberg geboren, gilt heute als der wichtigste Lyriker Polens. Nach seiner Emigration lebt er in Berlin, Paris, Amerika und seit einigen Jahren wieder in Krakau. »Verteidigung der Poesie bedeutet, etwas verteidigen, was im Menschen steckt, nämlich die fundamentale Fähigkeit, das Wunderbare der Welt zu erleben und lange Momente im Staunen zu verharren.«

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Deutschlandradio Kultur – Von Astrid Nettling. Die meisten kennen Dantes „Göttliche Komödie” dem Namen nach. Wer aber hat sie tatsächlich gelesen? Und doch fasziniert das Werk des in Florenz geborenen Dichters seit 700 Jahren die Menschen weltweit durch seine dichterische Kraft und Schönheit. Entstanden ist die „Divina Commedia” zwischen 1306 und 1321 in den langen Jahren seines Exils. Vollendet hat Dante sein Werk kurz vor seinem Tod. Er stirbt am 14. September 1321 in Ravenna. Die „Lange Nacht” nimmt den Hörer mit auf den so sprach- wie bildermächtigen Weg durch seine „Divina Commedia” und begleitet den Dichter durch die düsteren Schrecknisse des „Inferno”, die Läuterungen des „Purgatorio” und die lichterfüllte Schönheit des „Paradiso”.

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Der Augenblick ist die extremste Form von Gegenwart. Im Zeitfenster von nur wenigen Sekunden entscheidet sich, ob alles anders wird oder bleibt wie es ist. Das Heitere und das Grausame, das Leichte und Schwere können in einem Hauch von Zeit zusammenfallen. Von Burkhard Reinartz

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Deutschlandfunk Kultur – Freitag, 14. Mai 2021 um 20:05 Uhr, von Burkhard Reinartz

„Meine ersten Narrative waren die der Repression“, sagt Terézia Mora über ihre vom Katholizismus und ungarischem Kommunismus geprägte Jugend. In ihrem Erzählband, „Seltsame Materie“, gibt es neun Tote in zehn Erzählungen, „Häusliche und sexuelle Gewalt, Tierquälerei, böse Zungen und Sprachlosigkeit, Gestank und Matsch.“ Die erste der Erzählungen handelt vom Fortgehen und auch Terezia Mora ist fortgegangen, 1989 aus ihrem Heimatdorf Sopron nach Berlin. „Zäh sein und durchhalten“. Den Übergang, an dem ihre Protagonistin Flora im Roman „Das Ungeheuer“ scheiterte, hat sie inzwischen hinbekommen. Was geblieben ist: Die Gabe, als Emigrierte vom Rand vielleicht besser ins Zentrum deutscher Mentalität schauen und schreiben zu können.

Moras Credo: „Der Bereich, in dem es an Worten fehlt, ist derjenige, in den der Schriftsteller hinein schreibt“. 

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Deutschlandfunk Kultur. „Unter seinem Hut ist Utopia“ – Eine Lange Nacht über Joseph Beuys.

Von Berit Hempel Regie: Burkhard Reinartz

Schamane, Scharlatan, Vordenker? Der Zeichner, Bildhauer und Aktionskünstler Joseph Beuys erklärte einem toten Hasen Bilder, teilte sich mit einem Kojoten mehrere Tage einen Galerieraum, arbeitete mit ungewöhnlichen Materialien wie Fett, Filz und Honig. Mit wenigen Zeichenstrichen und einzelnen Wörtern öffnete er neue Gedankenräume. Beuys sah den Menschen in seiner Gesamtheit als Künstler und wollte das politische System und die Gesellschaft verändern. Durch seinen allumfassenden Ansatz veränderte er die Kunst. Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 geboren, gilt als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit seinem erweiterten Kunstbegriff und der Theorie der „sozialen Plastik“.

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Alles wird nie erzählt – Von Manfred Bauschulte. Regie: Burkhard Reinartz

Die beiden Amerikaner Henry (1843-1916) und William (1842-1910) James haben die Dimensionen der menschlichen Erfahrung erkundet wie wenige. Gegenseitig angetrieben von erstaunlicher Produktivität wirkte der ältere Bruder, William, als Psychologe und Philosoph und der Jüngere, Henry James, als Essayist und Romancier. Die „Lange Nacht” erzählt von den leidvollen Dramen in ihrer Familie, von den Schrecken des amerikanischen Sezessionskrieges und den transatlantischen Abenteuern der Brüder. William James gilt heute als Begründer der Emotionspsychologie. Als Meister der indirekten Charakterisierung seiner Figuren war Henry James stilbildend für Autoren wie James Joyce oder John Dos Passos.

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Mein Lebenselixier: der Widerspruch“ sagt der Autor. „Texte in Klangwelten verwandeln, Wort und Musik verschmelzen oder gegeneinander fahren. – Von Klaus Pilger

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