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Archive for the ‘Blütensthaub’ Category

„Sie wollen wissen, was ich grundsätzlich am interessantesten finde? In erster Linie, würde ich sagen, das Nichtstun. Das nächste wäre dann, das zu tun, was uns gerade in den Kopf kommt. Man dürfte vorher nicht festlegen, was es sein soll“.

 

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Wie der Ritter zu dem Fischer kam

Es mögen nun wohl schon viele hundert Jahre her sein, da gab es einmal einen alten guten Fischer, der saß eines schönen Abends vor der Tür und flickte seine Netze. Er wohnte aber in einer überaus anmutigen Gegend. Der grüne Boden, worauf seine Hütte gebaut war, streckte sich weit in einen großen Landsee hinaus, und es schien ebensowohl, die Erdzunge habe sich aus Liebe zu der bläulich klaren, wunderhellen Flut in diese hineingedrängt, als auch, das Wasser habe mit verliebten Armen nach der schönen Aue gegriffen, nach ihren hochschwankenden Gräsern und Blumen und nach dem erquicklichen Schatten ihrer Bäume. Eins ging bei dem andern zu Gaste, und eben deshalb war jegliches so schön.

gutenberg.spiegel.de  –  Wikiwand

Friedrich de la Motte Fouqué veröffentlichte die Erzählung 1811 in seiner Zeitschrift Jahreszeiten und noch im selben Jahr als Buch, dem er noch ein Gedicht an seine Heldin voranstellte. Er hatte den Stoff aus einer Schrift von ParacelsusLiber de Nymphis, Sylphis, Pygmaeis et Salamandris, et de caeteris spiritibus. Der romantische Rückgriff auf Märchen und Sagen ist gerade für Fouqué typisch.

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Kleines Dilemma der Undinen-Existenz: Als seelenloses Wesen erlangt die Wasserfrau nur Unsterblichkeit, indem sie sich einem Liebsten menschlicher Gattung anvermählt. Doch indem sie ihn, lachend vor Liebesglück, ins tiefe Wasserreich hinabzieht, ertrinkt er, und sie bleibt seelenlos – und sterblich. Sie tötet, den sie liebt, und sie bleibt, die sie ist.

“A mermaid found a swimming lad,… – wsmiszellen.wordpress.com

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Wahre Liebe ist ein Geisteszustand der eintritt, wenn die Zeit, wenn „Beobachter“ und „Beobachtetes“ nicht existieren.

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„Im Leben lernt der Mensch zuerst das Gehen und Sprechen. Später lernt er dann, still zu sitzen und den Mund zu halten„, Marcel Pagnol.

Das Aufwachsen eines Menschen ist eine sehr ambivalente Erfahrung. Es ist wunderbar, Neues zu erlernen, das Wissen und die Macht der eigenen Kultur zu entdecken. Andererseits erfährt man Abwertungen und muss sein essentielles Selbst verleugnen. Oder die Unterwerfung an die Erwachsenen. In Einzelfällen oder eher in Form von allmählichen Unterwerfungen als einem einzigen grundsätzlichen, dramatischen Akt des Nachgebens. Immer wenn wir einen Aspekt unseres essentiellen Selbst unterwerfen, wird Energie von der Essenz abgezogen und zwecks Unterstützung und Entwicklung der Persönlichkeit kanalisiert. Hier wird eine Persona im ursprünglichen Sinn, also eine Maske geschaffen. Allmählich wird diese Maske immer komplexer, eine gesellschaftlich gebilligte Repräsentation von uns, die uns Beifall einbringt und uns so als normal wie jeder andere erscheinen lässt. Je vollständiger wir uns mit der Maske (Persönlichkeit) identifizieren, je mehr wir vergessen, dass wir eine Rolle spielen, und statt dessen identisch mit der Rolle werden, um so mehr von unserer natürlichen Energie fließt in die Persönlichkeit und um so mehr von unserer Essenz verschwindet. Je mächtiger die falsche Persönlichkeit wird, um so besser gelingt es ihr, die Essenz zu ersticken und deren Energie für ihre eigenen, selbstsüchtigen Ziele zu nutzen. – (Charles Tart: „Hellwach und bewußt leben“)

 

 

 

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Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. sind unersetzlich. Als Blütenbestäuber sorgen sie für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Doch wo finden diese Insekten heute noch ihre Nahrung? Auf Feldern und Wiesen, öffentlichen Flächen und in Gärten blüht es immer weniger.

Wir ändern das. Helfen Sie mit!

Unsere Kulturlandschaft soll wieder blühen – auch für uns Menschen!

Das Netzwerk Blühende Landschaft stellt sich folgenden Aufgaben:

  • Vorhandene Konzepte erfassen, die Honig- und Wildbienen sowie allen anderen nektar- und pollensuchenden Insekten wieder eine Lebensgrundlage schaffen
  • In Zusammenarbeit mit Landwirten, Naturschützern, Beratern, Verbrauchern, Gärtnern, Imkern, Wissenschaftlern und Landschaftsplanern neue, insektenfreundliche Bewirtschaftungskonzepte entwickeln
  • Modellprojekte initiieren und Fördergelder dafür akquirieren
  • Den Dialog mit allen betroffenen Interessenverbänden zur breiten Umsetzung geeigneter Konzepte suchen
  • Gespräche mit politischen Parteien und der Agrarverwaltung führen, um eine entsprechende Lenkung der landwirtschaftlichen Fördermittel zu erreichen
  • Die breite Öffentlichkeit sensibilisieren
  • Eine blühende Landschaft gestalten, in der Menschen und Tiere sich wieder wohlfühlen können
  • http://bluehende-landschaft.de
  • https://www.mellifera.de/blog/nbl-blog/

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Als ich in der deutschen Sprache ankam

Die iranische Schriftstellerin Ayeda Alavie kam nicht nur an einen anderen Ort, sie kam auch in einer neuen Sprache an. Ein Feature über die Gefühlswelt des Ankommens, über Erinnerung, Heimweh und Heimat.

Zimt

Leise schneit es. Am Anfang ist alles weiß. Wie ein weißes Blatt. Dann wird allmählich alles matschig. Zerknittert durch die liederlichen Schritte. Es ist Februar. Gerade vorhin habe ich mein Studium beendet. Mit einer Eins in Linguistik. In der mündlichen Prüfung. Dabei ging es um die Bedeutung der Bedeutung und um die Unbestimmtheit der Übersetzung. Ich rede mit niemandem mehr in meiner Muttersprache. „Zum Schluss wirst Du Deine Muttersprache vergessen, ohne ein gescheites Deutsch gelernt zu haben“, sagt meine Kommilitonin. Ihre ironische Bemerkung hat etwas Wahres in sich, denke ich schweigend, während ich versuche, das, was sie gerade auf Deutsch sagte, in meine Muttersprache zu übersetzen. Ich übersetze alles. Nicht nur Worte. Auch Gegenstände. Ich suche überall nach etwas, das Heimat in sich trägt. Etwas Vergleichbares. Übersetzbares. Oder etwas Universelles wie Zimt. – Bayern 2

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