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Archive for the ‘Blütensthaub’ Category

Philip Larkin

Sie versauen dich, deine Mutter und dein Vater.

Vielleicht nicht mit Absicht, trotzdem tun sie es.

Sie füllen dich an mit ihren eigenen Fehlern.

Und geben noch welche obendrauf, nur für dich.

Aber sie wurden selbst versaut.

Von Narren in altmodischen Hüten und Mänteln,

die die Hälfte der Zeit rührselig-streng waren

und sich ansonsten an die Gurgel gingen.

Der Mensch reicht das Elend weiter an den Menschen.

Es ist abgründig wie ein Festlandsockel.

Sieh zu, dass du da so bald wie möglich rauskommst,

und krieg bloß keine Kinder.

(aus Maarten t`Harts “Der Schneeflockenbaum)

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MDR Kultur – Montag, 27. Juni 2022 um 22:00 Uhr – DDR 1979, 65 Min. (Kunstkopfstereo)

E.T.A. Hoffmanns Märchen „Der goldene Topf“ markiert einen der Höhepunkte deutscher Kunstmärchendichtung. Magisch-spukhaft-phantastische Elemente verschmelzen mit der realistischen Alltagswelt und wollen die Phantasie des Hörers um außergewöhnliche zauberhafte Impulse und Situationen bereichern.

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E.T.A. Hoffmann war ein Multitalent: Jurist und Schriftsteller, aber auch Musiker und Zeichner. Der Romantiker ist vor 200 Jahren in Berlin gestorben. – DLF Kultur

„’Ein wunderlicher alter Mann, aus dem niemand klug wird, bleibt er doch, der Archivarius Lindhorst. – Nun soll er leben!‘ – Da fuhr der Student Anselmus aus seinen Träumen und sagte: ‚Das kommt daher, verehrungswürdiger Herr Registrator, weil der Herr Archivarius Lindhorst eigentlich ein Salamander ist, der den Garten des Geisterfürsten Phosphoros im Zorn verwüstete, weil ihm die grüne Schlange davongeflogen.‘“

Das Fantasiestück „Der Goldene Topf“, ( Der goldne Topf ) aus dem hier zitiert wird, hielt E.T.A. Hoffmann für sein bestes Werk. Federleicht erzählt, gelingt es ihm in diesem „Märchen aus der neuen Zeit“, das Wunderbare mitten in die reale Welt Dresdner Beamten einbrechen zu lassen. Stolz berichtete der Autor: „Die Idee so das ganz Fabulose, dem aber wie ich glaube, die tiefere Deutung gehöriges Gewicht gibt, in das gewöhnliche Leben keck eintreten zu lassen ist allerdings gewagt und so viel wie ich weiß von einem teutschen Autor in diesem Maaß noch nicht benutzt worden.“ – 200 Todestag

 

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Andre Malraux: Angst kann man in sich immer finden. Man muss nur tief genug suchen.

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Tres Ragas: 01 – Raga – Hem Bihag 02 – Raga – Manj Khamaj 03 – Raga – Sindhi Bhairavi

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Arno Gruen: „Ohne Vergangenheit“, schreibt Terrence DesPres (1976) in seiner poetischen Huldigung an die Überlebenden aller Vernichtungslager der Welt, „haben wir nichts, auf dem wir stehen können, haben wir keinen Kontext, in dem wir die Energien für eine moralische Version unseres Seins organisieren können.“ Durch seine Schreie behauptet der Mensch sein Recht, seine Vergangenheit mitzuteilen, Widerstand zu leisten und Hilfe einzufordern. „Stille in ihrer primären Eigenschaft ist eine Konsequenz des Terrors, eine Auflösung des Selbst und der Welt. Gekritzelt auf eine Latrinenwand in einem sowjetischen Lager war diese Aufschrift: Soll der verdammt sein, der schweigt, nachdem er seine Freiheit wiedererlangt hat.“ – „Zu schweigen“, schreibt Nadeshda Mandelstam (1970), ist das wahre Verbrechen gegen die Menschheit.“ Zeuge sein bedeutet, jene Hilflosigkeit zu überschreiten, welche sonst Hoffnung und Selbstachtung verdorren läßt.

Arno Gruen – Der Verlust des Mitgefühls – Über die Politik der Gleichgültigkeit – dtv

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