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Posts Tagged ‘Afrika’

Wie wenig man in Europa auch von Afrika weiß, eines weiß fast jeder: „Afrika“ gibt es nicht mehr. Wer den riesigen Kontinent so benennt, unterschlägt nicht nur die gewaltigen Unterschiede zwischen den 54 Ländern, als seien sie nicht der Rede wert; er steht auch im Verdacht, das kolonialistische Bild vom indifferent-chaotischen „schwarzen Kontinent“ zu erneuern.

Umso überraschter ist man, dass der 46-jährige senegalesische Wirtschaftswissenschaftler und Essayist Felwine Sarr das A-Wort sogar im Titel seines heute auf deutsch erscheinenden Manifests „Afrotopia“ führt, eines der in den letzten Jahren meistbeachteten Werke in der Postkolonialismusdebatte.

https://www.sueddeutsche.de/kultur/felwine-sarr-neokolonialismus-afrotopia-1.4301691

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Diese aus dem Jahre 2002 stammende Dokumentation von Peter Scholl-Latour dreht sich um den afrikanischen Kontinent und die schmutzigen Geschäfte mit den Ressourcen dort.

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Joseph Conrad war neun Jahre alt, als er den Finger auf einen weißen Fleck der Landkarte legte und sagte: „Dort will ich hin, wenn ich mal groß bin“. Die Absicht, an den Kongo zu reisen, hat er 25 Jahre später in die Tat umgesetzt und weitere 10 Jahre später darüber den Roman „Herz der Finsternis“ geschrieben, sein kühnstes, prophetischstes Buch. Es enthält eine vernichtende Kritik an der Kolonialpolitik der europäischen Mächte, die in seinen Augen nichts anderes war als ein zerstörerischer Beutezug: „Der Pesthauch aberwitziger Raubgier schien alles wie Aasgeruch zu durchdringen. Bei Gott! Ich hatte nie etwas so Unwirkliches in meinem Leben gesehen.“ Markus Boysen liest aus „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad. Hanjo Kesting kommentiert das Werk.

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Ein Mann kämpft gegen die Dürre in Afrika: Der australische Agrarexperte Tony Rinaudo treibt mit erstaunlichen Erfolgen die Wiederaufforstung voran. Ein Besuch in einer Oase in Äthiopien.

Hier könnte man ohne weiteres „Heidi“ filmen. Der Wildbach plätschert lustig vor sich hin. Glücklich mampfen die Kühe das saftige Gras. Das Kinn auf seinen Stock gestützt blickt der Hirtenjunge verträumt ins Tal. Nur die dunkle Haut des Knaben lässt ahnen, dass hier nicht Heidis Heimat ist. Und zwei runde Grashütten verraten vollends, dass sich diese Postkartenidylle auf einem ganz anderen Kontinent als dem bayrischen abspielt. Wir befinden uns in Afrika, genauer gesagt: in den Bergen nahe der südäthiopischen Stadt Sodo.- fr-online.de/panorama

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Der deutsche Schriftsteller, Schauspieler und Ex-RAF-Mann Christof Wackernagel hat sich in das Land Mali verliebt. Doch dann kam der Militärputsch – und Wackernagel konnte nur noch Tagebuch führen. – Von Jonathan Fischer (etc) – christofwackernagel

aktuelle Texte

INHALT:

1. Schiessen statt reden. Ein Spiegelbild – zur Mitverantwortung unserer Gesellschaft für die Angriffe auf sie.
2. Der Film zum Krieg – »im Schmerz geboren«: Blutrausch als gepflegte TV-Unterhaltung zur Förderung der Rüstungsindustrie und des Salafistennachwuchses
3. Schwarzafrika, das weisse Blatt Papier – zu C. Schlingensiefs Albtraum eines Operndorfs für einen Mörder – christofwackernagel/aktuelles

Ein Gedanke zu „aktuelle Texte“

Ronald Steckel – 13. März 2015 um 18:11

  1. lieber Christof, jahrelang war mir schlecht mit Schlingensief & seinem operndorfhype – jetzt habe ich Deinen Schlingensieftext gelesen & aufgeatmet – Allahoderwemimmer sei dank, dass doch noch nicht alle köpfe im allgemeinen ideologiesumpf untergegangen sind…
    herzlich,*ronald

 

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Die EU hat in den Jahren von 2002 – 2014 ein Handelsabkommen mit ECOWAS verhandelt. Das Ziel der Verhandlungen ist es, eine Freihandelszone zwischen den beiden Staatengemeinschaften zu errichten.

De facto geht es dabei vor allem um eine Öffnung des westafrikanischen Marktes für die Produkte aus der europäischen Landwirtschaft und Industrie. Die Folgen davon werden vor allem für die ärmeren Menschen in den westafrikanischen Staaten und die Landwirtschaft sehr negativ sein. Die Bekämpfung von Hunger und Unterernährung durch eine Entwicklung der Landwirtschaft vor Ort, die Entwicklung des Handwerks und der Aufbau einer eigenen Industrie wird durch das Abkommen schwieriger. Die Arbeitslosigkeit wird zunehmen und die Staatseinnahmen sinken. Zu befürchten ist zudem ein neuer Anreiz für Landgrabbing durch finanzstarke GroßinvestorInnen, z.B. um auf großen Flächen Industriealkohol für die Beimischung zu Treibstoffen in Europa zu produzieren.- umweltinstitut.org/

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