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Posts Tagged ‘Menschen’

Die sich ablösenden Generationen werden immer schlechter. Es wird die Zeit kommen, in der sie böse geworden sind, daß sie die Macht anbeten; Macht wird dann Recht für sie sein, und die Ehrfurcht vor dem Guten wird aufhören. Zuletzt, wenn niemand sich mehr über Untaten empört oder angesichts der Unglücklichen Scham empfindet, wird Zeus auch sie vernichten. Und doch könnte selbst dann noch etwas dagegen getan werden, wenn sich nur das einfache Volk erheben und die Tyrannen stürzen würde, die es unterdrücken.

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„Zivilisiertheit ist ein Verhalten, das die Menschen voreinander schützt und es ihnen zugleich ermöglicht, an der Gesellschaft anderer Gefallen zu finden. Eine Maske zu tragen, gehört zum Wesen von Zivilisiertheit. Masken ermöglichen unverfälschte Geselligkeit, losgelöst von den ungleichen Lebensbedingungen und Gefühlslagen derer, die sie tragen. Zivilisiertheit zielt darauf, die anderen mit der Last des eigenen Selbst zu verschonen. Zivilisiertheit bedeutet, mit den anderen so umzugehen, als seien sie Fremde, und über diese Distanz hinweg eine gesellschaftliche Beziehung zu ihnen aufzunehmen.“

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In dem Monty-Python-Film Das Leben des Brian gibt es eine Szene, die man nie mehr vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat. Infolge einer unglücklichen Verkettung von Ereignissen wird der harmlose Normalbürger Brian von einer wachsenden Schar von Menschen, obwohl er sich verzweifelt dagegen wehrt, für einen Erlöser gehalten. Eine Gruppe fanatischer Anhänger versammelt sich unter seinem Fenster…,.. psychologie-heute.de

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Jeder Mensch in seiner ganzen Schüchternheit hat eine bestimmte Grenze, die er nicht überschreiten kann, ohne sich aufzuregen. Es ist unvermeidlich, dass der, der mit konzentriertem Einsatz für sich diese Grenze erweitert hat, die Missgunst derer erweckt, die Konventionen akzeptiert haben, die, da ja von allen allgemein akzeptiert, keinen Einsatz zur Anerkennung benötigen. Und diese Missgunst nimmt üblicherweise die Form von bedeutungslosem Gelächter und Kritik, wenn nicht sogar Verfolgung, an. Aber diese offensichtliche Missgunst ist den monströsen Gewohnheiten vorzuziehen, die von Etikette und Ästhetizismus gebilligt werden.

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Menschen, die blumenreich und gewandt sprechen und von angenehmem Umgang sind, verfügen selten über die Tugend der Menschenliebe.

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John Osborne: Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral.

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Franz Werfel: Ich denke allmählich, von Menschen umgeben zu sein, die, weil es anscheinend gar nicht anders geht, die Stufenleiter der Evolutionstreppe nicht besteigen, sondern vielmehr und häufig möchte man laut ja dazu sagen, hinunterpurzeln in die vollkommene Unwissenheit, das sie selbst aus dem Rahmen des Menschseins fallen.

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Die Automatisierung des Menschen wird überwunden, wenn Du danach strebst zu sein, wie Du warst und wo Du warst, bevor Du warst.

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Die Menschenwelt ist heute in zwei Lager aufgespalten, von denen jedes das andere als die leibhafte Falschheit und sich selber als die leibhafte Wahrheit versteht. Während des ersten Weltkrieges ist mir offenbar geworden, dass sich ein Prozess vollzieht, den ich bis dahin nur geahnt hatte: Die zunehmende Erschwerung des echten Gesprächs, und ganz besonders des echten Gesprächs zwischen Menschen verschiedener Art und Gesinnung. Der unmittelbare, rückhaltlose Dialog wird immer schwerer und seltener, immer unbarmherziger drohen die Abgründe zwischen Mensch und Mensch unüberbrückbar zu werden. Dies, so ging mir damals auf, ist die eigentliche Schicksalsfrage der Menschheit.

Seither habe ich unablässig darauf hingewiesen, dass die Zukunft des Menschen als Mensch von einer Wiedergeburt des Dialogs abhängt. Es gilt, das massive Misstrauen in andern zu überwinden, aber auch das in uns selbst.

Ich meine damit nicht das angestammte Urmisstrauen, etwa das gegen den Artfremden, den Unsteten, den Traditionslosen, das Misstrauen des Bauern im abgelegenen Gehöft gegen den plötzlich vor ihm auftauchenden Landstreicher.

Ich meine das universale Misstrauen unseres Zeitalters. Nichts steht dem Aufstieg einer Kultur des Dialogs so sehr im Wege wie die dämonische Macht, die unsere Welt regiert, die Dämonie des grundsätzlichen Misstrauens.

Entnommen aus:: Werkausgabe „Schriften zur Psychologie und Psychotherapie“

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