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Posts Tagged ‘Ezra Pound’

Betrachte ich so recht die Umgangsform des Hundes,

Komm ich zwangsläufig zu dem Schluß,

Daß der Mensch das höhere Tier ist.

Betrachte ich so recht die Umgangsform des Menschen,

Gesteh ich, Freund, ich werde ganz konfus.

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Ezra Pound hat eine für japanische Schauspieler typische Geschichte gefunden. Ein junger Mann folgte einer stattlichen alten Frau durch die Straßen einer japanischen Stadt, als sie sich plötzlich umdrehte und sprach: „Warum folgst Du mir?“ „Weil ihr so interessant seid“ „Das ist nicht wahr, ich bin zu alt, um interessant zu sein“. Er wolle aber doch auf der NO-Bühne ein Darsteller alter Frauen werden, antwortete er ihr. Wenn er ein berühmter NO-Schauspieler werden wolle, sagte sie, dürfe er weder das Leben beobachten, noch ein altes Gesicht aufsetzen, noch den Tonfall seiner Stimme dämpfen. Er müsse die Vorstellung einer alten Frau zu erwecken wissen und alles dazugehörige bereits in sich tragen …

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Canto XIII | Ezra Pound, 1925

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In a Station of the Metro | Ezra Pound (1912)

https://www.cocosse-journal.org/2016/03/in-station-of-metro-ezra-pound.html

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Hier die einfachste Fassung, auf die ich seine Absicht bringen kann:

Wenn man in Europa einen Menschen auffordert, etwas zu definieren, entfernt sich seine Definition immer mehr von den einfachen, ihm vertrauten Dingen; sie entweicht in eine unbekannte Region, in eine Region abgelegener und immer weiter abgelegener Abstraktion.

Fragt man ihn also, was rot ist, so sagt er, es ist eine „Farbe“.

Fragt man ihn, was eine Farbe ist, so erklärt er, es sei eine Schwingung oder eine Brechung des Lichts oder ein Teil des Spektrums.

Fragt man ihn, was eine Schwingung ist, so sagt er, es sei eine Erscheinungsform der Energie oder etwas Derartiges, bis man schließlich zu irgendeiner Modalität des Sein oder Nicht-Seins gelangt und den Boden unter den Füßen verliert; jedenfalls er. – Lesebuch

https://daowegblog.wordpress.com/2020/02/12/ezra-pound-das-chinesische-schriftzeichen-und-die-folgen-fenollosas-essay-war-seiner-zeit-vielleicht-zu-weit-voraus-um-ohne-weiteres-verstanden-zu-werden/

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Ezra Pound – Images

In einer Metrostation

Das Erscheinen dieser Gesichter in der Menge:

Blütenblätter auf einem nassen, schwarzen Zweig.

(Übersetzung von Johannes Beilharz)

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Ich glaube, wir sind der Verherrlichung der tatkräftigen Dummheit allmählich leid. Die Kunst des Dummen, von Dummen, für die Dummen ist nicht all-genügend. Whistler war der erste Mensch, der erste Maler wenigstens, der im vorigen Jahrhundert zu verstehen gab, dass der intelligente und nicht nur der gänzlich schimmerlose und ungebildete Mensch ein Anrecht auf Kunst hätte …

Nach einer unausstehlichen Generation finden wir wiederum dieses Erwachen nicht an einem Ort bloß, an vielen. Wyndham Lewis, James Joyce. T.S. Eliot, sie alle beweisen einzeln und von sich aus, dass ein gewisses Maß an Verstand, Bildung, Aufgeklärtheit den Menschen nicht unbedingt die künstlerische Gestaltungskraft kosten muß …

De Quincey schreibt von dem „Wunder“, das vollbracht werden kann, „wenn nur ein Mensch etwas lebhafter empfindet, inniger kennt, als irgend jemand es zuvor empfunden oder gekannt hat.“ Ein solches Wunder hat sich in unserer Umgebung ereignet.

Ich glaube schon, dass auf diese Weise viele Wunder an den wenigen vollbracht wurden. Ich staune immer wieder über die Kärglichkeit der menschlichen Begabung zum Leben, über die Vielzahl der Dinge, welche die Menschen so bereitwillig in ihrem Dasein missen. – Von Eva Hesse – Lesebuch – Arche

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Der schüchterne Arides

Hat eine garstige Frau genommen;

Er hatte Leid das Leben, das er führte,

Lustlos und entmutigt, dacht er, es käm nicht

Darauf an, ob er dies oder was andres täte.

Sagte bei sich: “ Mir selber bin ich zur Last,

Soll die, wenn sie mich mag, denn haben.“

Er schaufelte sein Grab.

 

(Seite 47 im Ezra Pound Lesebuch, Arche)

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Ein paar Gebote: (1) Ein image ist etwas, das einen intellektuellen und emotionalen Komplex innerhalb eines Augenblicks darstellt. Ich gebrauche die Bezeichnung „Komplex“ im Sinne der neueren Psychologen. (Stand: März 1913)

Die Darstellung eines solchen Komplexes innerhalb eines Augenblickes erzeugt ein Gefühl zeitlicher Befreiung und Lösung aus zeitlichen und räumlichen Schranken, ein Gefühl jähen Wachsens, wie wir es vor großen Kunstwerken erleben.

Es ist besser, im Leben ein einziges image dargestellt zu haben, als dicke Bände zu verfassen.

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CANTOS von Ezra Pound

Von Christian Bertram – deutschlandfunkkultur.de

Als Schlüsselfigur avantgardistischer Kunstbewegungen, inspiriert von der Antike, dem alten China oder der Renaissance revolutionierte Ezra Pound das Dichten der Moderne. ‚Cantos‘ – Gesänge – nannte er sein weltumspannendes Epos, das er 1915 begann und das in über 50 Jahren zu einem gigantischen Werk anwuchs. In ihnen dichtete er nicht nur gegen Kriege und deren Ursachen an, sondern besang vielstimmig und figurenreich die Menschheitskulturen in ihren Höhen und Tiefen.

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