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Posts Tagged ‘Ezra Pound’

Feature von Elke Heinemann

Was vom Dichter übrig bleibt

Venedig, Friedhofsinsel San Michele, zwei schlichte Grabsteine, mit Rosen bedeckt: Ezra Pound, US-amerikanischer Dichter und umstrittenster Protagonist der literarischen Moderne, ruht hier neben seiner langjährigen Geliebten, der Violonistin Olga Rudge.

In Venedig begannen und endeten Pounds Bemühungen um die Erneuerung der modernen Dichtung. 1908 debütierte der junge Mann dort mit einem Lyrikband, 1972 hinterließ der Sterbende zahlreiche Aufzeichnungen im Haus der Geliebten. Ihr Nachlass befindet sich in der Beinecke Library der Yale University, wo 2016 die letzte von 163 Archivkisten geöffnet werden durfte.

https://www.ndr.de/kultur/Feature-Ezra-Pound-reloaded,audio1226354.html

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Ich sehne mich nach Menschen meines Schlags //

Und Werktagsmenschen sprechen mich nicht an //

Ja ich vergeh nach Menschen meiner Geistesart //

Und habe niemand um mich außer Schatten …

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Betrachte ich so recht die Umgangsform des Hundes,

Komm ich zwangsläufig zu dem Schluß,

Daß der Mensch das höhere Tier ist.

Betrachte ich so recht die Umgangsform des Menschen,

Gesteh ich, Freund, ich werde ganz konfus.

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Ezra Pound hat eine für japanische Schauspieler typische Geschichte gefunden. Ein junger Mann folgte einer stattlichen alten Frau durch die Straßen einer japanischen Stadt, als sie sich plötzlich umdrehte und sprach: „Warum folgst Du mir?“ „Weil ihr so interessant seid“ „Das ist nicht wahr, ich bin zu alt, um interessant zu sein“. Er wolle aber doch auf der NO-Bühne ein Darsteller alter Frauen werden, antwortete er ihr. Wenn er ein berühmter NO-Schauspieler werden wolle, sagte sie, dürfe er weder das Leben beobachten, noch ein altes Gesicht aufsetzen, noch den Tonfall seiner Stimme dämpfen. Er müsse die Vorstellung einer alten Frau zu erwecken wissen und alles dazugehörige bereits in sich tragen …

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Canto XIII | Ezra Pound, 1925

https://www.cocosse-journal.org/2020/03/canto-xiii-ezra-pound-1925.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+cocosse-journal%2FDsWZ+%28RSS%29

In a Station of the Metro | Ezra Pound (1912)

https://www.cocosse-journal.org/2016/03/in-station-of-metro-ezra-pound.html

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Hier die einfachste Fassung, auf die ich seine Absicht bringen kann:

Wenn man in Europa einen Menschen auffordert, etwas zu definieren, entfernt sich seine Definition immer mehr von den einfachen, ihm vertrauten Dingen; sie entweicht in eine unbekannte Region, in eine Region abgelegener und immer weiter abgelegener Abstraktion.

Fragt man ihn also, was rot ist, so sagt er, es ist eine „Farbe“.

Fragt man ihn, was eine Farbe ist, so erklärt er, es sei eine Schwingung oder eine Brechung des Lichts oder ein Teil des Spektrums.

Fragt man ihn, was eine Schwingung ist, so sagt er, es sei eine Erscheinungsform der Energie oder etwas Derartiges, bis man schließlich zu irgendeiner Modalität des Sein oder Nicht-Seins gelangt und den Boden unter den Füßen verliert; jedenfalls er. – Lesebuch

https://daowegblog.wordpress.com/2020/02/12/ezra-pound-das-chinesische-schriftzeichen-und-die-folgen-fenollosas-essay-war-seiner-zeit-vielleicht-zu-weit-voraus-um-ohne-weiteres-verstanden-zu-werden/

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Ezra Pound – Images

In einer Metrostation

Das Erscheinen dieser Gesichter in der Menge:

Blütenblätter auf einem nassen, schwarzen Zweig.

(Übersetzung von Johannes Beilharz)

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Ich glaube, wir sind der Verherrlichung der tatkräftigen Dummheit allmählich leid. Die Kunst des Dummen, von Dummen, für die Dummen ist nicht all-genügend. Whistler war der erste Mensch, der erste Maler wenigstens, der im vorigen Jahrhundert zu verstehen gab, dass der intelligente und nicht nur der gänzlich schimmerlose und ungebildete Mensch ein Anrecht auf Kunst hätte …

Nach einer unausstehlichen Generation finden wir wiederum dieses Erwachen nicht an einem Ort bloß, an vielen. Wyndham Lewis, James Joyce. T.S. Eliot, sie alle beweisen einzeln und von sich aus, dass ein gewisses Maß an Verstand, Bildung, Aufgeklärtheit den Menschen nicht unbedingt die künstlerische Gestaltungskraft kosten muß …

De Quincey schreibt von dem „Wunder“, das vollbracht werden kann, „wenn nur ein Mensch etwas lebhafter empfindet, inniger kennt, als irgend jemand es zuvor empfunden oder gekannt hat.“ Ein solches Wunder hat sich in unserer Umgebung ereignet.

Ich glaube schon, dass auf diese Weise viele Wunder an den wenigen vollbracht wurden. Ich staune immer wieder über die Kärglichkeit der menschlichen Begabung zum Leben, über die Vielzahl der Dinge, welche die Menschen so bereitwillig in ihrem Dasein missen. – Von Eva Hesse – Lesebuch – Arche

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