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Archive for the ‘Z E N’ Category

Meister Ueda

Als Modell zwischen menschlicher Dynamik zieht Ueda die japanische Begrüßung heran, bei der man sich voreinander  verneigt. In jeder Kultur beinhaltet die Grußform, soweit sie nicht zur bloßen Formalität verkam, ein Verständnis des Zwischenmenschlichen. Der Sinn der japanischen  Verneigung besteht nach Ueda darin, sich gegenseitig vor dem anderen zunichte zu machen, das Ego brechend in die Tiefe des Nichts einzutauchen, wo es weder Ich noch Du gibt. „Mitten im `Zwischen` als dem Raum des Gegenübereinander wird, vom Nichts durchdrungen, eine unendliche Offenheit erschlossen.“ Sich aufrichtend, also aus dem Nichts auftauchend und sich einander zuwendend, stehen sich beide dann als Ich-Du gegenüber, wobei das „Ich-Du im Gegenüber“ vom „Weder-Ich-noch-Du im Nichts“ erfüllt und offen gehalten bleibt. Das Nichts, die Leere wird zum Ursprung eines offenen Zwischen, indem beide zugleich selbständig und völlig selbstlos füreinander da sein können. Jedes erfährt die Ich-Du-Beziehung als eigenes Selbst („Ich und Du, das bin Ich“), kann aber auch als selbstlos dem Du überlassen („Ich und Du, das bist Du“).

Das Zusammengehören absoluter Selbständigkeit und vorbehaltloser Angewiesenheit aufeinander kann als Erfüllung der Grundvoraussetzung jedes Gesprächs gelten, nämlich „der doppelten Fähigkeit zu sprechen und zu hören“. Die Verneigung geht dem Dialog voraus, nicht nur chronologisch, sondern auch sinngemäß, weil sie leibhaftige Gebärde des Grundgeschehens ist, das echten Dialog erst ermöglicht.

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Das Ende des Liedes:

Der Baum auf dem Berge beraubt sich selbst; das Öl in der Lampe verzehrt sich selbst. Der Zimtbaum ist essbar, drum wird er gefällt; der Lackbaum ist nützlich, drum wird er zerspellt. Jedermann weiß, wie nützlich es ist, nützlich zu sein, und niemand weiß, wie nützlich es ist, nutzlos zu sein …

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Hoyu Ishida beschrieb in einem Aufsatz das Problem der Praxis in Shen-huis Lehre von der plötzlichen Erleuchtung. Shen-hui (670-762), ein Schüler des sechsten Patriarchen, behauptete, dessen Lehre unmittelbaren und plötzlichen Erwachens sei direkt von Bodhidharma übermittelt und ginge bis auf die legendären sieben Buddhas zurück. Er behauptete (fälschlich) auch, die Lehre des namensähnlichen Shen-hsiu (605?-706) und seiner Nordschule würde ein „allmähliches Erwachen“ propagieren. Tatsächlich deuten die verschiedenen Erweckungserfahrungen Hui-nengs selbst (laut Plattform-Sutra beim Hören des Diamantsutra, bei dessen Auslegung und beim Verlassen des Tempels) auf einen eher graduellen Weg hin.
Da mit dem Menschen von Beginn an nichts verkehrt sei, stelle laut Shen-hui die Methode der Konzentration auf dem Weg zum Erwachen eine unerleuchtete Technik dar, zumal sie sich an äußere Lehren hielte. Stattdessen solle der Schüler sich seines verwirrten Geistes bewusst werden und seine ursprüngliche Natur erblicken. –

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Shiqi Xinyue („Geist-Mond des Steinflusses“) lebte im 13. Jahrhundert, also am Ende der Sung-Dynastie, in Südchina. Es ist nicht viel über ihn bekannt, er soll einigen Zen-Tempeln vorgestanden und einen guten Ruf im Herrscherhaus genossen haben. J. C. Cleary hat ihn auf Englisch übersetzt und eine zeitliche Einordnung vorgenommen in: A Tune Beyond the Clouds. Zen Teachings From Old China. (Berkeley 1990).- asso-blog

Yaoshan sagte: „Ich tue überhaupt nichts, das stille Sitzen tut etwas.“

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Die Niederlassung des Soto-Zen-Buddhismus in Europa – Die internationalen Lehraktivitäten der Soto-Zen-Schule begannen im Jahre 1967, als Taisen Deshimaru Programme mit Schwerpunkt auf Zazen in verschiedenen europäischen Ländern einführte. Ausgangspunkt seiner Aktivitäten war Frankreich, wo die Verwaltung der europäischen Soto-Zen Niederlassung im Bukkokuzenji-Tempel in Paris gegründet wurde. Er wurde zum ersten kaikyo-sokan (“Verantwortlicher des Soto-Zen”, die heutige Bezeichnung lautet: kokusai-fukyo-sokan) ernannt und bildete zahlreiche Schüler aus. Nach seinem Tod 1982 setzte ein Teil seiner Schüler ihre Aktivitäten an der von Taisen Deshimaru gegründeten „Association Zen Internationale“  fort. Einige handelten unabhängig und suchten sich einen neuen Meister in Japan, wobei manche mehrere Jahre dort verbrachten. Andere wiederum bildeten sich in amerikanischen Zen-Zentren aus und gründeten eigene Zen-Dojo in Europa.- global.sotozen-net

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Ausschnitt aus seinem Dharma Vortrag „Die Wahrheit liegt in dir“ im Zen-Zentrum Tao Chan, Wiesbaden, Deutschland am 24. Juni 2017.

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Sanbo Gowasan

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