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Posts Tagged ‘Leben’

Franz Werfel: Im allgemeinen merkt sich der Stadtmensch die Bäume nicht, die an seinen Wegen wachsen. Mir aber war`s, als erkannte ich sie alle, und sie alle erkannten mich. Mein Fuß ging auf einem schwingenden Bogen, so weich wie nirgends anders auf der Welt. Ein wollüstig gefederter Boden war`s, ein dürrer, duftender Sumpf, denn auf den entfernteren Pfaden und Labyrinthen des Parks blieb das Fall-Laub liegen und bildete Jahresschichten. Überall öffneten sich Durchblicke, Gänge, Stollen, ins malachitne Bergwerk gesprengt. Manchmal war`s wie ein langer Basar des Schweigens, in den das unbewegte Gezweig mit ausgestreckten Händen hineingriff und verschiedenfarbige Sorten von Stille feilbot. Immer wieder gelangte ich zu den beiden Weihern, zu diesen stehenden Wassern meiner ertrunkenen Kindheit, mit ihren giftigen Überzügen aus kupferigen Grünspan. In diesen Überzügen klafften jähe Löcher voll gurgelnden Schwarzwassers auf, in dem sich große Kaulquappen und winzige Fische tummelten wie verrückt. (Notiz, Zettel, …)

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Grundlagen. Es ist schwierig, ohne jegliche Bewegung auch nur kurz am Leben zu bleiben. Ein Lebewesen, das all seiner Sinne beraubt ist, lebt nicht mehr. Kein Lebenstrieb ohne Gefühl: es ist das Gefühl des Erstickens, das uns atmen macht.

Und ohne ein Minimum wenigstens reflektorischen Denkens würde nicht einmal ein Käfer alt.

(Die vier Bestandteile des Tuns. Moshe Feldenkrais. Bewusstheit durch Bewegung). Suhrkamp.

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Die Plastikberge wachsen, die Gletscher schmelzen, Bäume und Wälder sind bedroht. Was es braucht, um dieser fatalen Entwicklung entgegenzusteuern, ist ein radikal neues Verhältnis zur Natur – und ihrer Seele. Eine Gegenseitigkeit zwischen allen Wesen tue not, so Andreas Weber. andreas-weber.de/Blog

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Immanuel Kant: Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.

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Sein Leben verlief öde und ohne Bedeutung, bis es irgendwann gänzlich zur Bequemlichkeit gerann. Aber er wusste, es gibt schlimmeres, viel schlimmeres. – notizeneinesnotizenmachers.blogspot.com

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Andreas Beers versteht sich selbst als Teil der Natur. Der biologisch-dynamische Landwirt setzt sich seit vielen Jahren für eine Landwirtschaft ein, die die Natur gesamthaft betrachtet. Dabei geht es ihm nicht nur um die Flächen, die für Nahrungsmittel bearbeitet werden, sondern auch um die Umgebung und um den Menschen – und um die Mitgestaltung im Leben…,..

https://www.zeitpunkt.ch/wir-haben-heute-die-autonomie-allen-wichtigen-lebensbereichen-verloren?fbclid=IwAR0GTBvNwDEQE5E4xKiNY6GdM3uDykyVWA_moReYtNjFwYCarAAM5JumcBM

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„Ich spiele nicht mit dem Leben, aber das Leben spielt mit mir, als ob es mein Spielen kenne oder verachte“.

„Ich greife alles an und mich greift alles an“.

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(…) In dem Roman Der Jüngling wird ein von Dostojewski-Experten oft übersehener Begriff angesprochen, (…) Bei dem Roman handelt es sich um die Bekenntnisse eines jungen Mannes, der auf der Suche nach einer Richtung für sein Leben ist. Diese erscheint ihm in der seltsamen Vokabel des „lebendigen Lebens“, welches er so definiert: „Das lebendige Leben muss etwas unglaublich Einfaches sein, das Alltäglichste und Unverborgenste, etwas Tagtägliches und Allstündliches, etwas dermaßen Gewöhnliches, dass wir einfach nicht glauben können, dieses Einfache könnte es sein, und deshalb gehen wir schon so viele Jahrtausende an ihm vorüber, ohne es zu bemerken und zu erkennen.“ Diese Vorstellung von einem „nicht langweiligen und fröhlichen Leben“ bedeutet nichts anderes, als die Intensität des Lebens zu spüren – philomag.de

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Was ist alles, was wir tun, andres, als eine nervöse Angst, nichts zu sein: von den Vergnügungen angefangen, die keine sind, sondern nur noch ein Lärm, ein anfeuerndes Geschnatter, um die Zeit totzuschlagen, weil eine dunkle Gewißheit mahnt, daß endlich sie uns totschlagen wird, bis zu den sich übersteigenden Erfindungen, den sinnlosen Geldbergen, die den Geist töten, ob man von ihnen erdrückt oder getragen wird, den angstvoll ungeduldigen Moden des Geistes, den Kleidern, die sich fortwährend verändern, dem Mord, Totschlag, Krieg, in denen sich ein tiefes Mißtrauen gegen das Bestehende und Geschaffene entlädt.

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