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Fragen an den Autor. Archiv. 25.2.07 – Muss die Biologie den Begriff „Fühlen“ neu definieren? Bewerten auch Tiere und Pflanzen ihre Umwelt? Wie verlief die Evolution? Welche Stellung hat der Mensch?

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DLF – Samstag, 13. Aug 2022 20:05, (angekündigte Länge: 91:45)

Um 1830 in einem Dorf im Oderbruch: Der verschuldete Schankwirt und „Dorfmaterialist“ Abel Hradscheck entdeckt unter seinem Birnbaum die Leiche eines stark verwesten Franzosen aus der Zeit der Befreiungskriege. Als eines Tages ein Gläubiger bei ihm die Schulden eintreiben will, ermordet ihn Hradscheck und verscharrt die Leiche in seinem Keller. Hradscheck gerät unter Mordverdacht, wird verhaftet, aber dank der „Franzosen-Leiche“ unterm Birnbaum wieder freigelassen. Doch sein Gewissen läßt ihm keine Ruhe. In seinem Haus scheint es zu spuken; er hört die Stimme des Ermordeten in seinen Träumen. Auch das Gerede der Leute im Dorf über den geheimnisvollen Mord und die wundersame Erbschaft Hradschecks verstummt nie. Erst stirbt nach langem Siechtum seine Frau, die von Erinnerungen an die Mordtat heimgesucht wird. Und am Ende ereilt auch ihn, geradezu unausweichlich, die gerechte Strafe.

1888 erschienen, gehört dieses scheinbar abseitigste Werk im Schaffen Fontanes zu den bedeutendsten Kriminalerzählungen in der deutschen Literatur.

https://www.hoerspielundfeature.de/hoerspiel-unterm-birnbaum-102.html

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Ich gestehe, einiges Bedenken getragen zu haben, den so ganz träumerisch erscheinenden, im friedlichsten Naturgebiete liegenden Gegenstand, den ich folgends behandeln werde, zu einer Zeit zur Sprache zu bringen, wo der großartige Drang und Gang der Zeit jedes, auch des sonst Friedlichsten, Aufmerksamkeit und Interesse so überwiegend und in bezug auf Gegenstände von so viel größerer Bedeutung in Anspruch genommen. Verlange ich denn nicht, daß man das bisher in stillster Zeit nie gehörte Flüstern der Blumen jetzt beim Rauschen eines Windes zu hören beginne, der ältestbewurzelte Stämme zu stürzen vermag, daran glauben, darauf achten lerne zu einer Zeit, wo die lauteste Menschenstimme es schwer findet, zur Geltung zu kommen oder solche zu behaupten.

Indes las ich einmal, wie bei mancher Art Taubheit leise Stimmen gerade um so besser vernommen werden, je lauter zugleich eine Trommel gerührt wird. Die Erschütterung, die ein waches Ohr betäubt, erweckt das schlafende. Nun weiß ich wohl, daß die Trommel der Zeit nicht zugunsten der leisen Stimmen der Blumen gerührt wird; aber könnte sie dem Hören dieser Stimmen nicht auch zustatten kommen?

https://www.projekt-gutenberg.org/fechner/nanna/nanna.html

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Für Zen-Meister Dōgen ist der Wille zur Wahrheit im menschlichen Leben von zentraler Bedeutung für den Weg aus dem Leiden zur Klarheit und zum Erwachen. Es geht in seinem fulminanten Werk Shōbōgenzō dabei um eine klare und ganz praktische Wahrheit im Gegensatz zu Täuschung und Dumpfheit, aber nicht um abstrakte und metaphysische Theorien der absoluten Wahrheit. Es werden auch kein extremer Idealismus und keine unerfüllbaren ethischen Forderungen beschrieben: Dōgen schöpft aus seiner umfassenden Lebenserfahrung, die er auch auf seiner Chinareise sammeln und für die Nachwelt übermitteln konnte…,..

https://yudoblog-f.blogspot.com/

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Emanuele Coccia entwickelt in seinem Buch „Die Wurzeln der Welt“ eine neue Philosophie, die sich an den Prinzipien des pflanzlichen Weltverhältnisses orientiert. Vieles daran erinnert mich an Helmuth Plessners „Stufen des Organischen“ (1928/1975), mit dem ich mich in diesem Blog ebenfalls schon auseinandergesetzt habe, was z.B. das Verhältnis der Pflanzen zu ihrer Umwelt betrifft und ihre Position im Weltgefüge als offene Formen. (Vgl. insbesondere meinen Blogpost vom 22.10.2010) Da Coccia Plessner nicht erwähnt, sind diese inhaltlichen Parallelen wohl zum einen auf die Sache zurückzuführen, zum anderen aber vermutlich auch auf Gustav Theodor Fechners Buch „Nanna oder Über das Seelenleben der Pflanzen“ (1848), auf das sich Coccia explizit bezieht und das auch Plessner nicht unbekannt gewesen sein dürfte…,..

https://erkenntnisethik.blogspot.com/2018/10/emanuele-coccia-die-wurzeln-der-welt.html

Emanuele Coccia: „Metamorphosen“Die Ewigkeit der Körper

Mit der Geburt beginnt die Abnabelung, ein neues Leben geht aus einem anderen Leben hervor. Aber auch der neue Körper wird sein ganzes Leben lang mit zahllosen anderen Körpern verbunden bleiben. Emanuele Coccia entwickelt eine neue Lebensphilosophie mit grandios überraschenden Einsichten. – Von Leander Scholz

https://www.deutschlandfunk.de/emanuele-coccia-metamorphosen-die-ewigkeit-der-koerper-100.html

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Wenn wir über das Leben und dessen Ursprünge sprechen, denken wir an Menschen oder Tiere. Doch was ist mit den Pflanzen? Ohne sie wäre schließlich erst gar kein höheres Leben möglich. Der Autor Emanuele Coccia hat diesem Thema mit „Die Wurzeln der Welt“ ein ganzes Buch gewidmet. Als Tiere identifizieren wir uns sehr viel unmittelbarer mit anderen Tieren als mit Pflanzen, schreibt Coccia.

Die Pflanzen seien bislang nur Gegenstand der Botanik, in der Philosophie spielen sie seit Aristoteles‘ Vorstellung eines vegetativen Seelenvermögens keine Rolle mehr. Kaum zu glauben, denn sie sind die eigentlichen Erschaffer der Welt. Coccia schreibt: Allein schon durch ihre Existenz verändern die Pflanzen ganz global die Welt, ohne sich dabei auch nur zu bewegen, ohne überhaupt zu handeln. Sein bedeutet für sie Welt machen, und umgekehrt ist die Konstruktion (unserer) Welt, das Weltmachen, nur ein Synonym für das Sein.

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Philip Larkin

Sie versauen dich, deine Mutter und dein Vater.

Vielleicht nicht mit Absicht, trotzdem tun sie es.

Sie füllen dich an mit ihren eigenen Fehlern.

Und geben noch welche obendrauf, nur für dich.

Aber sie wurden selbst versaut.

Von Narren in altmodischen Hüten und Mänteln,

die die Hälfte der Zeit rührselig-streng waren

und sich ansonsten an die Gurgel gingen.

Der Mensch reicht das Elend weiter an den Menschen.

Es ist abgründig wie ein Festlandsockel.

Sieh zu, dass du da so bald wie möglich rauskommst,

und krieg bloß keine Kinder.

(aus Maarten t`Harts “Der Schneeflockenbaum)

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4. FEBRUAR 2014 VON UWE KALKOWSKI

Das Buch »Zehn Milliarden« von Stephen Emmott hat es in sich. Und zwar gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen ist es buchgestalterisch ein echter Hingucker, mit einem aufwändig produzierten und sehr haptischen Umschlag, der Innenteil schon fast ein typographisches Gesamtkunstwerk. Und zum anderen geht es um nichts Geringeres als den Untergang unserer Welt.

Ich erinnere mich vage, irgendwo einmal von einem Zeitpunkt in der Erdgeschichte gelesen zu haben, bis zu dem Natur und Mensch sich in einem perfekten ökologischen Gleichgewicht befanden. Dieser Zeitpunkt war um das Jahr 1780 erreicht, also kurz vor Beginn der Industrialisierung der westlichen Welt. Seitdem geht es mit der Zahl der Menschen auf diesem Planeten stetig bergauf und mit dem ökologischen Gleichgewicht immer rasanter bergab.

https://kaffeehaussitzer.de/stephen-emmott-zehn-milliarden/

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Wo steht geschrieben, daß der Tod gerecht sein muß? Heute Morgen in Los Angeles war er nicht gut in Form. Seine silberne Sichel verfehlte den Vagabunden Leo und traf statt seiner die Stripperin Rita. Da der Tod keine Lust hat, ein Urteil zu fällen, überläßt er den beiden die Entscheidung, wer ihn schließlich begleiten soll. Köhlmeiers raffinierte Geschichte wartet mit einem überraschenden Ende auf. Alternativ: Auf dem Hollywood-Boulevard wirft der Tod seine Sense nach Leo Pomerantz, aber er trifft die Stripperin Rita Luna. Keiner von Beiden will sterben, und so lässt der Tod Leo und Rita aus ihrem Leben erzählen. Der bessere Erzähler überlebt. Alternativ: Die Geschichte vom Vagabunden Leo Pomeranz, der Stripperin Luna und dem großen Dünnen, dem Tod, der an diesem Morgen schlecht in Form war und einen ungewöhnlichen Wettbewerb anordnete..

https://archive.org/details/sunrise_202010

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