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Posts Tagged ‘Nazis’

„Vielleicht gehen wir alle mal drauf“ Ein Film von Christa Maerker – 1933 – 1948: Diese Folge beschäftigt sich mit Erika Manns „Pfeffermühle“, mit einigen in der Nazizeit geduldeten Kabaretts und mit den ersten Nachkriegsbühnen: „Die Schaubude“ in München und „Die Rampe“ in Leipzig. (Text ARD)

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Portugal, 1942: Ein Mann steht am Hafen von Lissabon und starrt auf das Schiff, das ihn und seine Frau Ruth am nächsten Morgen nach Amerika bringen könnte, in die Freiheit. Aber es gibt keine Rettung: Er hat keine Tickets und keine Pässe. Da trifft er einen Mann, der ihm alle notwendigen Papiere überlassen will. Unter einer Bedingung: Er soll seine Geschichte anhören: Die Geschichte des Mannes, der nun Josef Schwarz heißt, dem die Flucht aus Nazi-Deutschland gelang, der jedoch zurückkehrte, um seine geliebte Frau Helen zu holen. Die Geschichte einer Odyssee durch Europa im Krieg, immer auf der Flucht vor den Nazis, vor Entdeckung und Verhaftung und vor dem Schwager, der alles daransetzt, seine Schwester zurückzuholen.

https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/1-2-die-nacht-von-lissabon-von-erich-maria-remarque?id=11996549

https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-2-die-nacht-von-lissabon-von-erich-maria-remarque?id=12000950

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Eine Lange Nacht über die Schriftsteller Primo Levi und Jean Améry – Von Christoph Piorkowski

Nicht mehr lange, dann werden die letzten Zeugen des Holocaust für immer verstummt sein. In einer Zeit, da die Shoah von verschiedenen Seiten her relativiert wird, kommt dem Genre der Lagerliteratur eine besondere Bedeutung zu. Viele Überlebende haben von Auschwitz unisono als einem „Schwarzen Loch“ der menschlichen Zivilisation gesprochen. Dennoch haben die „Barackengenossen“ Jean Améry (1912-1978) und Primo Levi (1919-1987) aus ihren Erfahrungen gegensätzliche Schlüsse gezogen – und gerieten darüber nach der Befreiung gar in einen öffentlichen Streit. Während den italienischen Juden Primo Levi die Niederschrift seiner „grausigen Erinnerungen“ erleichtert, wird der von den Nazis zum Juden gemachte Österreicher Jean Améry in seinem Leben nicht mehr heimisch. In „Jenseits von Schuld und Sühne“ beschreibt er, wie die Tortur dauerhaft in ihn eingedrungen ist. Levi sucht einen Sinn in der Hölle – Amérys Weltvertrauen ist dauerhaft zerstört.

https://www.holocaustliteratur.de/deutsch/Erzaehlen-vom-Unaussprechlichen-Eine-Lange-Nacht-ueber-Primo-Levi-und-Jean-Amery-Dreistuendiges-Feature-im-Deutschlandfunk-von-Christoph-David-Piorkowski-3123/

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Bayern 2 – Samstag, 5. März 2022 um 15:05 Uhr, (angekündigte Länge: 74:30)

Der 1982 gestorbene Schriftsteller Heinar Kipphardt stützte sich in seiner Erzählung ‚Der Deserteur‘ auf authentische Geschehnisse, die er jedoch – anders als in seinen Dokumentarstücken – in eine fiktive Form kleidete. Auch hier steht sein lebenslanges Thema im Vordergrund: Der Glaube an eine Veränderbarkeit der Welt und die Überzeugung, daß es Aufgabe des Schriftstellers sei, an der Veränderung mitzuwirken.

Valerie Stiegele hat Kipphardts Erzählung mit Notizen und weiteren Materialien aus dem Nachlaß zu einer Hörspielszenerie verarbeitet, die die Vorgänge in einem deutschen Konzentrationslager während des Zweiten Weltkriegs beschreibt. Im Zentrum steht die Einrichtung einer professionellen Fälscherwerkstatt, die Pässe und Devisen für Nazigrößen herstellte. Ihr Erfinder, Hauptsturmführer Max Halske, konzipierte die Werkstatt als ein nach modernsten betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten organisiertes Wirtschaftsunternehmen. Seine „Fachkräfte“ wurden aus den Gruppen der KZ-Häftlinge rekrutiert und mit besonderer Behandlung „belohnt“, um optimale Arbeitsergebnisse zu erzielen. Eine Verquickung von Profitkalkulation und Menschenvernichtung, wie sie zynischer kaum vorstellbar ist. Gegenspieler des „Pflichtmenschen“ Max Halske ist Alfred Härtl, ein wegen seiner Zugehörigkeit zur kommunistischen Partei ins KZ gekommener Schriftsteller, der das Lager zwar überlebte, aber nach Kriegsende an seinen bisherigen revolutionären Idealen verzweifelt.

http://www.xn--hrdat-jua.de/index.php?aktion=suche&dat=2022-03-05

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… sah während der deutschen Besatzungszeit im 2 Weltkrieg, wenn er aus dem Fenster schaute, deutsche Soldaten eine Brücke nahe einem Moorgebiet bewachen. Er sah ihre recht ungewöhnlichen Reaktionen. “Sich auf den Bauch fallen lassen und ratt tatt tatt”, sobald stärkere Geräusche aus dem Moor schallten. Es war natürlich ihre Angst vor dänischen Heckenschützen. Er sah ihre Beruhigung, wenn die Geräusche sich als harmlos herausgestellt hatten. Er dachte an sich, an sie und an seine Zeit. Was würden die Nachfolgenden einer sehr entfernten Zeit über diese denken? Ihm war, sie würden kalt und ruhig und sachlich an den Geschehnissen des Jahrzehnts als kühle Beobachter teilhaben. Sie würden so überlegen reagieren auf einer höheren menschlichen Ebene. Und er dachte, dass die Reaktion jener vielleicht noch furchtbarer sein würde als dieser furchtbare Abend zur Zeit eines elenden Krieges …

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Ö1 – Dienstag, 15. Februar 2022 um 16:05 Uhr – Von Matthias Haydn

Es ist ein ebenso bekanntes wie verstörendes Foto: ein Bub kniet auf einem Gehsteig, mit einem Pinsel malt er vorsichtig das Wort ‚Jud‘ auf eine Hausfassade. Ein Mann mit Hakenkreuzbinde am Oberarm überwacht den Vorgang. Das Bild ist auf der letzten Seite von Georg Thiels zweitem Roman abgebildet, der Autor hat ihm den Titel ‚Jud‘ gegeben. Der Protagonist in Thiels Geschichte stößt 1958 zufällig auf das damals in einer Illustrierten publizierte Foto und erkennt sich selbst als den gedemütigten Jungen aus dem Jahr 1938 wieder. Er fasst den Entschluss den Nazi-Schergen ausfindig zu machen und sich an ihm zu rächen.
Der Autor, er wurde 1971 in Wien geboren und studierte ebendort Geschichte und Politikwissenschaften, hat die Geschichte des Fotos genau recherchiert, sogar den Ort des Geschehens in der Heinestraße konnte er ausfindig machen. Wer jedoch die fotografierten Personen waren und was danach mit ihnen geschah, das konnte er nicht herausfinden. Und deshalb hat Georg Thiel die Geschichte kurzerhand selbst in die Hand genommen und sie weiter geschrieben. (Hördat)

https://oe1.orf.at/player/live

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Was, so fragt Doron Rabinovici, hätte seine Mutter zu diesem Urteil wohl gesagt? Strafe auf Bewährung für einen SS-Mann, der in Stutthof diente – in jenem Vernichtungslager, in das 1944 Schoschana Rabinovici verschleppt wurde. Kann das Bürgerliche Gesetzbuch dem Massenmord überhaupt gerecht werden? „Mitten im Prozess“ erzählt nicht nur vom Versagen der Justiz nach 1945, sondern auch vom Erstarken rechtsextremer Populisten in der Gegenwart, von der Welle rassistischer Attentate weltweit, aber ebenso von der Trauer um die kürzlich verstorbene Mutter und von ihrem Vermächtnis.

https://www.ardaudiothek.de/episode/essay/doron-rabinovici-mitten-im-prozess-oder-die-deutsche-justiz-und-ns-verbrechen/swr2/96812244/

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Bayern 2 – Montag, 31. Januar 2022 um 20:05 Teil 1/2

… Wenn wir uns in dieser Wagenburg zurechtgefunden haben, dann erschließt sich uns Lesern und Hörern vielleicht auch dieses größte Wunder des 20. Jahrhunderts: dass diese ewig kriegführenden Deutschen, dieser Aggressor im Herzen Europas, mit diesem 30. April 1945 die Waffen niederlegt. Und dies nicht aus einem taktischen Kalkül heraus, sondern aus einer bis in die letzten Seelengründe reichenden Erschöpfung, die es möglich macht, ohne Hintergedanken zu kapitulieren – eine große zivilisatorische Leistung, für die Kluge wiederum historische Parallelen anzuführen in der Lage ist, die aber auch etwas von einem Märchen hat: die Deutschen als Hans im Glück, der zwar mit leeren Händen dasteht, der aber von nun an ein anderes Leben führen kann. (Hördat)

http://www.xn--hrdat-jua.de/index.php?aktion=suche&dat=2022-01-31

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Deutschlandfunk – Samstag, 29. Januar 2022 um 23:05 Uhr Ursendung)

„Ich errichte eine Stadt!“ – beschließt der Schriftsteller Samuel Agnon, als er 1943 in Palästina von der Auslöschung des jüdischen Lebens in seinem Heimatort Buczacz erfährt. Große Teile seines Spätwerkes widmet der Literatur-Nobelpreis-Träger von 1966 der literarischen Rekonstruktion des ostgalizischen Schtetls, in dem er aufgewachsen ist und der Kultur der chassidischen Ostjuden. Auch für Alicia Jurman, die mehrfach dem sicheren Tod entkommt und als einzige aus ihrer Familie den Holocaust in Buczacz überlebt, wird das Erinnern zur Lebensaufgabe. In Büchern und Vorträgen berichtet sie über ihre Erlebnisse. Der Historiker Emanuel Ringelblum aus Buczacz sammelt wie besessen alle Zeugnisse jüdischer Kultur und richtet im Warschauer Ghetto das für Forscher so bedeutende Geheimarchiv Oneg Schabbat ein. Ein vierter Kämpfer gegen das Vergessen ist der „Nazijäger“ Simon Wiesenthal, der in seinem berühmten Wiener Institut einen dicken Ordner mit Dokumenten über die Mörder in seiner Heimatstadt Buczacz füllt.

Von Lorenz Hoffmann und Lars Meyer

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