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Posts Tagged ‘Nazis’

Geheime Reichssache, Erster Teil: ARD 1987, Regie: Michael Kehlmann, Buch: Edmund Wolf. Mit: Michael Degen, Tatjana Blacher, Alexander Kerst, Hans Schulze, Udo Weinberger u.a.

Geheime Reichssache ist ein deutsch-österreichischer Fernsehzweiteiler aus dem Jahr 1988, der am 10. Dezember 1988 im Bayerischen Fernsehen zum ersten Mal gesendet wurde. Regie führte Michael Kehlmann nach einem Drehbuch von Edmund Wolf. Der Spielfilm behandelt die Ereignisse der Blomberg-Fritsch-Krise des Jahres 1938, in deren Verlauf sowohl der Reichskriegsminister Werner von Blomberg als auch der Oberbefehlshaber des Heeres Werner von Fritsch ihre Ämter aufgeben mussten. Hitler bildete nach ihrem Abgang eine neue, ganz auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Wehrmachtsspitze. Das Amt des Reichskriegsministers ließ er dabei unbesetzt, übernahm aber dessen Kompetenzen. Als eine Art militärisches Büro schuf er für sich das Oberkommando der Wehrmacht, das er mit General Wilhelm Keitel besetzte. Neuer Oberbefehlshaber des Heeres wurde Generaloberst Walther von Brauchitsch.

Der Film führt die Ereignisse sehr stark auf Intrigen Hermann Görings und der SS unter Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich zurück, die – jeweils durchaus eigene Interessen verfolgend – in Blomberg und Fritsch vor allem institutionelle Konkurrenten sahen, während Hitler – so die Eingangssequenz des Filmes – auf die Intrigen gegen die Wehrmachtsführung eingegangen sei, weil Blomberg und Fritsch seine Kriegsabsichten nicht entschlossen genug mitgetragen hätten.

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Feature in RBB Kultur – Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher in den Erinnerungen von Zeitzeugen

Dreizehn Zeitzeugen berichten: eine Überlebende der Konzentrationslager, die als Zeugin auftritt und Aufsehen erregt, zwei Verteidiger, die Witwe des Generals Alfred Jodl, der Sohn von Hans Frank, drei Dolmetscher und fünf Journalisten. Ganz gleich, in welcher Rolle, sie müssen alle, um sprechen oder berichten zu können, Übersetzungen finden – Übersetzungen für etwas, das, wie Erika Mann damals sagte, irgendwo geschehen sein musste, vielleicht auf dem Mond, nur nicht in Deutschland. Die Erinnerungen der Zeitzeugen verknüpfen sich dabei zu einem imaginären gemeinsamen Gespräch. (Hördat)

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Von Rudolf Herz und Julia Wahren | Der Soldat Adolf Hitler sitzt 1919 im Kino und schaut den antibolschewistischen Propagandafilm „Desperados“. Zu dem Zeitpunkt sind Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht bereits ermordet, die bayerische Räterepublik niedergeschlagen und München entwickelt sich zum „Mekka der Rechten“. Recherche, Fakten und Spekulation über einen verschollenen und vergessenen Film. // Komposition: Michael Emanuel Bauer / BR 2018 Bayern 2 Hörspiel Pool

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Viele renommierte Protagonisten des nationalsozialistischen Kunstbetriebs waren auch nach 1945 hauptberuflich als bildende Künstler tätig. Sie produzierten Werke für den öffentlichen Raum, erhielten lukrative Aufträge von Staat, Wirtschaft und Kirche, lehrten an Kunstakademien, nahmen an Wettbewerben teil und waren in Ausstellungen vertreten. Dabei konnten sie auch von dem antimodernistischen Klima der Nachkriegsjahrzehnte profitieren. Ausgangspunkt für die erste Ausstellung zu diesem Thema ist die 1944 im Auftrag von Adolf Hitler und Joseph Goebbels zusammengestellte „Gottbegnadeten-Liste“. Die darauf verzeichneten 114 Bildhauer und Maler galten als „unabkömmlich“ und blieben vom Front- und Arbeitseinsatz verschont. Nachkriegskarrieren „gottbegnadeter“ Künstler wie Willy Meller, Adolf Wamper, Richard Scheibe, Arno Breker, Hermann Kaspar, Werner Peiner, Rudolf Hermann Eisenmenger oder Paul Mathias Padua konterkarieren das Bild des kunstpolitischen Neuanfangs nach 1945. 

https://www.dhm.de/ausstellungen/die-liste-der-gottbegnadeten-kuenstler-des-nationalsozialismus-in-der-bundesrepublik/#/

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Dem Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher folgte eine Reihe wichtiger Nachfolgeprozesse der Alliierten gegen Personen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, die das nationalsozialistische Regime unterstützt haben oder unterstützt haben sollen. Die Ministerialbeamten der Wilhelmstraße verteidigten sich damit, dass ihre Dienstanweisungen dazu dienen sollten, das Schlimmste zu verhindern. Im Gefängnistrakt in Nürnberg warteten auf ihren Prozess Ernst von Weizsaecker, Steengracht von Moyland, Ernst-Wilhelm Bohle, Otto Meisner, Hans-Heinrich Lammers, Richard W. Darré, Graf Schwerin von Krosigk, Otto Dietrich, Gottlieb Berger und Walter Schellenberg. Darüber spricht Carl Friedrich von Weizsäcker in diesem Film.

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SWR 2 – Sonntag, 22. August 2021 um 18:20 Uhr, (angekündigte Länge: 100:00) – Hördat

‚Warum hast du geschwiegen, warum hast du es wohl verschwiegen … auf welchem Boden wir stehen?‘ fragt Josef Winkler in seinem Text seinen verstorbenen Vater. Erst spät, nach dem Tod des Vaters, erfährt Winkler, dass der Roggen für das tägliche Brot der Familie auf einem Feld des kleinen Dorfes im Kärntner Drautal, der Sautratten, angebaut wurde, in dem 1945 der Leichnam Odilo Globocniks verscharrt worden war. Globocnik hatte sich in den letzten Kriegstagen in Kärnten versteckt und als er entdeckt wurde, mit Zyankali Selbstmord begangen. Er war der Organisator und Leiter der sogenannten ‚Aktion Reinhardt‘, maßgeblich verantwortlich für die Ermordung von mehr als eineinhalb Millionen Juden und Roma in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka zwischen Juli 1942 und Oktober 1943 und bis zuletzt stolz darauf. ‚Alle haben sie vom Brot aus den SAUTRATTEN gekostet und haben vom Brot aus den SAUTRATTEN gelebt, das aus dem Kadaver des Judenmassenmörders wuchs und haben dieses tägliche Brot gib uns heute weitergereicht in die nächste und übernächste Generation …‘, schreibt Winkler in dem 2017 für das Burgtheater entstandenen Text, ‚Warum hast du geschwiegen, mein Tate, warum hast du es wohl verschwiegen, denn du mußt es gewußt haben, wie all die anderen im Dorf…‘

Hörspiel des Jahres (Österreich) 2019 – https://www.swr.de/swr2/programm/download-swr-16154.pdf

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NS-Wirtschaft, Großraumplanung und Nachkriegsordnung

„In der Geschichtsschreibung der Bundesrepublik wird allzu oft verdrängt, dass die großen Monopole  der  Stahl-, Elektro- und Chemieindustrie die hauptsächlichen Entwicklungslinien der Aufrüstung des III. Reiches selber bestimmten. Sie gaben die entscheidenden Phasen dieser Entwicklung vor und dirigierten die Durchführung der gewaltigen Rüstungsprogramme. Organisationen wie die „Reichsgruppe Industrie“ (oder später der „Wehrwirtschaftsstab“) und die vielfachen personellen Verbindungen mit staatlichen Stellen und führenden Positionen im Parteiapparat wurden zu Hebeln einer Politik, die den Krieg als unausweichliche Konsequenz beinhaltete. Der „unabänderliche Wille des Führers“ war häufig nichts anderes als die demagogische Aufbereitung von Programmen und Perspektiven, die durch die Planungsstäbe der großen Konzerne erarbeitet worden waren.“

Michael Bartsch / Hans-Frieder Schebesch / Rainer Scheppelmann, „Der Krieg im Osten 1941-1945“, 1981; Pahl-Rugenstein Verlag, S. 43 – liquidae.wordpress.com

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WDR 5 – Schon vor 1945 überlegten die Amerikaner wie man den autoritätshörigen Deutschen die Demokratie beibringen könnte. In Reeducation-Trainings schulten sie eine Diskussionskultur, aus der auch die deutsche Nachkriegsliteratur hervorging. Wenn ein politisches System seine Macht verliert und aus einer Diktatur eine Demokratie wird, was passiert dann mit der Kultur, mit den Medien und den Kommunikationsformen? Müssen sich nur die Institutionen ändern oder auch die Menschen?

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