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Archive for the ‘Lange Nacht’ Category

(Ursendung)

https://www.deutschlandfunkkultur.de/eine-lange-nacht-ueber-guenther-anders-der-blick-vom-turm-100.html

Immer von Neuem beschrieb Günther Anders die Beschränktheit seiner Vorstellungskraft. Als er in Amerika im Exil war, versuchte er sich „Auschwitz” und „Hiroshima” vorzustellen; nach seiner Rückkehr nach Europa versuchte er sich beim Anblick der Ruinen den Krieg vorzustellen.

Es ist inzwischen leichter, 100.000 Menschen mit einer Flugzeugbombe oder einer Rakete umzubringen, als einen einzelnen Menschen, den man in die Augen sieht, zu töten. In gewissem Sinne wird die Menschheit nie mehr ohne Atomwaffen leben können, denn die Blueprints sind wie die diabolische Verwirklichung der Ideen Platons nicht auszulöschen.

Günther Anders: „Wenn ich verzweifelt bin, was geht’s mich an! Machen wir weiter, als wären wir es nicht!“

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Von Markus Metz und Georg Seeßlen – Deutschlandfunk Kultur

Er war die wilde Energie des neuen deutschen Films; der „Satansbraten“, wie er sich selber nannte, der zwischen Leben und Kunst keinen Unterschied machte. Das ruhelose enfant terrible, das schon an der nächsten Arbeit war, bevor die vorige herausgekommen oder grandios gescheitert war. Rainer Werner Fassbinder hat eine ganz eigene Filmsprache und ein Empfinden für Räume und Beziehungen entwickelt. Viele Filmemacher in der ganzen Welt beziehen sich auf dieses Welt-bild, das die intimsten Gefühle und die historischen Geschehnisse zusammenbringen kann. Gerne wäre er, bei allen seinen Talenten, noch zur Musik gekommen. Das und vieles andere wahrscheinlich verhinderte sein früher Tod. Fassbinder hatte nicht allzu viel Zeit, zum Mythos zu werden. Vor 40 Jahren, am 10. Juni 1982, starb er mit 37 Jahren.

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https://www.deutschlandfunkkultur.de/estland-unabhaengigkeit-geschichte-kultur-100.html

Geschichte und Kultur Estlands – „WIR haben noch die Erinnerung“

Das Gebiet des heutigen Estlands wurde seit Jahrhunderten von Dänen, Deutschen, Schweden und Russen beherrscht. Nur während einer kurzen Frist von 1920 bis 1940 war das Land unabhängig und hatte eine bürgerliche Regierung. Seit der „Singenden Revolution“ von 1991 versucht Estland nun, seine Identität, seinen Kern, seine Substanz wiederzufinden.

Diese Ausgabe der „Langen Nacht“ spiegelt die dramatischste Phase wider: das Trauma der sowjetischen Okkupationszeit zwischen 1939 und 1991. Außerdem geht es um die Bedeutung des Gesangs und der Lieder, die zum Überleben der estnischen Identität beigetragen haben.

Doch auch das „Kalevipoeg“ ist ein Identitätsanker: Ohne das Nationalepos aus dem 19. Jahrhundert hätte sich die estnische Sprache nicht weiterentwickelt. Auch in elektronischen (Re-)Konstruktionen des Dichters und Lyrikers Jüri Reinvere oder in den Kompositionen Arvo Pärts entwickeln estnische Komponisten eigene Klangmuster.

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Deutschlandradio Kultur – (Ursendung) – Von Sven Rücker

Eines wird klar: Was das Alleinsein aus uns macht, hängt wesentlich davon ab, was wir aus dem Alleinsein machen.

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Deutschlandfunk Kultur – Samstag, 7. Mai 2022: Dinge umzukehren, selbst in Stein gemeißelte Worte zum Tanzen zu bringen und eine neue Sicht von der Komplexität der Welt zu geben – darin sah Max Ophüls die Aufgabe des Filmregisseurs und setzte in seinen Filmen alles in Bewegung: Kamera, Personen, Objekte. Ein atemloses Tempo im Rhythmus der Musik. Wie das Tanzen, das im fließenden Dahingleiten kein Ende nimmt und Zeichen einer eigenen Zeit setzt. Wie die Liebe, die jenseits der Logik zirkuliert. Frauen sind die Hauptfiguren: Gefangene und Handelnde zugleich. Die schwebende Leichtigkeit seiner Filme schlägt hart auf. Dann ist das Spiel aus, stockt das Leben. Sein Leben war kurz, von. Ein Leben im Zickzack, quer durch Europa bis nach Hollywood und zurück.

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Eine Lange Nacht über den Dichter Novalis – Von Burkhardt Reinartz

Deutschlandradio Kultur – Samstag, 30. April 2022 um 00:05 Uhr (Ursendung)

Vor 250 Jahren kam Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, der sich Novalis nannte, zur Welt. In seinem kurzen Leben von nur achtundzwanzig Jahren prägte der Dichter, Philosoph, Bergbauingenieur und spirituelle Erneuerer die Epoche der Frühromantik. Romantik war für Novalis nichts Nebulöses oder sentimental Kitschiges: „Die Welt romantisieren heißt, sie als Kontinuum wahrzunehmen, in dem alles mit allem zusammenhängt.“

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DLF Kultur

Er ist der meistgelesene Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig ein Eckensteher der deutschen Literaturgeschichte. Dabei gilt er manchen als einer der größten Wortschöpfer der deutschen Sprache, der weit mehr zu bieten hat als ‚Max und Moritz‘. Bekannt ist er als Satiriker, als Meister der Bilderposse, aber kennen wir ihn wirklich: den Sonderling, Satiriker, den Großvater des Comic?

Diese ‚Lange Nacht‘ begleitet den Einsiedler aus Wiedensahl auf seinem Weg zur Kunst, begegnet dem schwermütigen Trinker und Denker und präsentiert Busch als kritischen Philosophen und Prosaschriftsteller.

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