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Posts Tagged ‘Lange Nacht’

Von Markus Metz und Georg Seeßlen – Deutschlandfunk Kultur

Er war die wilde Energie des neuen deutschen Films; der „Satansbraten“, wie er sich selber nannte, der zwischen Leben und Kunst keinen Unterschied machte. Das ruhelose enfant terrible, das schon an der nächsten Arbeit war, bevor die vorige herausgekommen oder grandios gescheitert war. Rainer Werner Fassbinder hat eine ganz eigene Filmsprache und ein Empfinden für Räume und Beziehungen entwickelt. Viele Filmemacher in der ganzen Welt beziehen sich auf dieses Welt-bild, das die intimsten Gefühle und die historischen Geschehnisse zusammenbringen kann. Gerne wäre er, bei allen seinen Talenten, noch zur Musik gekommen. Das und vieles andere wahrscheinlich verhinderte sein früher Tod. Fassbinder hatte nicht allzu viel Zeit, zum Mythos zu werden. Vor 40 Jahren, am 10. Juni 1982, starb er mit 37 Jahren.

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https://www.deutschlandfunkkultur.de/estland-unabhaengigkeit-geschichte-kultur-100.html

Geschichte und Kultur Estlands – „WIR haben noch die Erinnerung“

Das Gebiet des heutigen Estlands wurde seit Jahrhunderten von Dänen, Deutschen, Schweden und Russen beherrscht. Nur während einer kurzen Frist von 1920 bis 1940 war das Land unabhängig und hatte eine bürgerliche Regierung. Seit der „Singenden Revolution“ von 1991 versucht Estland nun, seine Identität, seinen Kern, seine Substanz wiederzufinden.

Diese Ausgabe der „Langen Nacht“ spiegelt die dramatischste Phase wider: das Trauma der sowjetischen Okkupationszeit zwischen 1939 und 1991. Außerdem geht es um die Bedeutung des Gesangs und der Lieder, die zum Überleben der estnischen Identität beigetragen haben.

Doch auch das „Kalevipoeg“ ist ein Identitätsanker: Ohne das Nationalepos aus dem 19. Jahrhundert hätte sich die estnische Sprache nicht weiterentwickelt. Auch in elektronischen (Re-)Konstruktionen des Dichters und Lyrikers Jüri Reinvere oder in den Kompositionen Arvo Pärts entwickeln estnische Komponisten eigene Klangmuster.

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Deutschlandradio Kultur – (Ursendung) – Von Sven Rücker

Eines wird klar: Was das Alleinsein aus uns macht, hängt wesentlich davon ab, was wir aus dem Alleinsein machen.

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Deutschlandfunk Kultur – Samstag, 7. Mai 2022: Dinge umzukehren, selbst in Stein gemeißelte Worte zum Tanzen zu bringen und eine neue Sicht von der Komplexität der Welt zu geben – darin sah Max Ophüls die Aufgabe des Filmregisseurs und setzte in seinen Filmen alles in Bewegung: Kamera, Personen, Objekte. Ein atemloses Tempo im Rhythmus der Musik. Wie das Tanzen, das im fließenden Dahingleiten kein Ende nimmt und Zeichen einer eigenen Zeit setzt. Wie die Liebe, die jenseits der Logik zirkuliert. Frauen sind die Hauptfiguren: Gefangene und Handelnde zugleich. Die schwebende Leichtigkeit seiner Filme schlägt hart auf. Dann ist das Spiel aus, stockt das Leben. Sein Leben war kurz, von. Ein Leben im Zickzack, quer durch Europa bis nach Hollywood und zurück.

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Eine Lange Nacht über den Dichter Novalis – Von Burkhardt Reinartz

Deutschlandradio Kultur – Samstag, 30. April 2022 um 00:05 Uhr (Ursendung)

Vor 250 Jahren kam Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, der sich Novalis nannte, zur Welt. In seinem kurzen Leben von nur achtundzwanzig Jahren prägte der Dichter, Philosoph, Bergbauingenieur und spirituelle Erneuerer die Epoche der Frühromantik. Romantik war für Novalis nichts Nebulöses oder sentimental Kitschiges: „Die Welt romantisieren heißt, sie als Kontinuum wahrzunehmen, in dem alles mit allem zusammenhängt.“

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DLF Kultur

Er ist der meistgelesene Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig ein Eckensteher der deutschen Literaturgeschichte. Dabei gilt er manchen als einer der größten Wortschöpfer der deutschen Sprache, der weit mehr zu bieten hat als ‚Max und Moritz‘. Bekannt ist er als Satiriker, als Meister der Bilderposse, aber kennen wir ihn wirklich: den Sonderling, Satiriker, den Großvater des Comic?

Diese ‚Lange Nacht‘ begleitet den Einsiedler aus Wiedensahl auf seinem Weg zur Kunst, begegnet dem schwermütigen Trinker und Denker und präsentiert Busch als kritischen Philosophen und Prosaschriftsteller.

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Deutschlandradio Kultur – Von Winfried Roth

Zwischen 1918 und 1953 wurden in der Sowjetunion mehrere Millionen Menschen erschossen oder starben bei Zwangsarbeit, noch weitaus mehr fielen Hungersnöten zum Opfer, für die das Regime verantwortlich war. Schon seit der Oktoberrevolution von 1917 zog sich ein krasser Widerspruch zwischen dem Anspruch „sozialer Befreiung“ und dem Ausbau unkontrollierter Macht durch die Geschichte der Sowjetunion. Für die Partei Lenins, Trotzkis und Stalins war Gewalt eine selbstverständliche Form von Politik. Sie richtete sich gegen Vertreter des gestürzten Zarenregimes, in erster Linie aber gegen „Feinde aus den eigenen Reihen“. Sie traf die Dorfbevölkerung, die anfangs großenteils die Kommunisten unterstützte, ebenso wie die Parteielite. Aber die vermuteten „ungeheuerlichen Verschwörungen“ gab es nicht. Seit Mitte der 1930er-Jahre beeinflussten geradezu wahnhafte Vorstellungen die Politik.

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Eine Lange Nacht über die Schriftsteller Primo Levi und Jean Améry – Von Christoph Piorkowski

Nicht mehr lange, dann werden die letzten Zeugen des Holocaust für immer verstummt sein. In einer Zeit, da die Shoah von verschiedenen Seiten her relativiert wird, kommt dem Genre der Lagerliteratur eine besondere Bedeutung zu. Viele Überlebende haben von Auschwitz unisono als einem „Schwarzen Loch“ der menschlichen Zivilisation gesprochen. Dennoch haben die „Barackengenossen“ Jean Améry (1912-1978) und Primo Levi (1919-1987) aus ihren Erfahrungen gegensätzliche Schlüsse gezogen – und gerieten darüber nach der Befreiung gar in einen öffentlichen Streit. Während den italienischen Juden Primo Levi die Niederschrift seiner „grausigen Erinnerungen“ erleichtert, wird der von den Nazis zum Juden gemachte Österreicher Jean Améry in seinem Leben nicht mehr heimisch. In „Jenseits von Schuld und Sühne“ beschreibt er, wie die Tortur dauerhaft in ihn eingedrungen ist. Levi sucht einen Sinn in der Hölle – Amérys Weltvertrauen ist dauerhaft zerstört.

https://www.holocaustliteratur.de/deutsch/Erzaehlen-vom-Unaussprechlichen-Eine-Lange-Nacht-ueber-Primo-Levi-und-Jean-Amery-Dreistuendiges-Feature-im-Deutschlandfunk-von-Christoph-David-Piorkowski-3123/

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dlf kultur

Bohumil Hrabal (1914 – 1997) liebte Katzen und Bier, arbeitete als Altpapierpacker und schrieb. Am liebsten träumte der in einer Brauerei aufgewachsene Mann in Schenken und Kneipen und lauschte dem von Alkohol befeuertem Redestrom der Gäste. Was er hier an Witz, Weisheit und Wahnsinn aufsog, fand Eingang in Texte, die er zunächst nur für die Schublade schrieb und allenfalls engen Freunden vorlas. In den 1960er-Jahren, im Zuge einer liberalisierten Kulturpolitik in der Tschechoslowakei, wurde Bohumil Hrabal zu einem der meistgelesenen Autoren seines Landes, erfolgreich verfilmt und vielfach übersetzt. In Hrabals Prosa finden sich Slapstickmotive, der anekdotische Reichtum und anarchische Humor von Jaroslav Hašek und die Absurdität des Surrealismus. Bei aller Heiterkeit seiner Kneipen- und Kleinstadtgeschichten ist sein Blick auf die Welt jedoch alles andere als gemütlich…,..

https://www.wikiwand.com/de/Bohumil_Hrabal

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