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Posts Tagged ‘Carl von Ossietzky’

Während die NSDAP mehr und mehr Erfolge verzeichnete, nahmen Künstler, Wissenschaftler, Journalisten und Intellektuelle den Kampf gegen die Nationalsozialisten auf. Sie hatten erkannt, dass Deutschland unter nationalsozialistischer Führung geradewegs in den Krieg steuerte. bpb.de

Carl von Ossietzky, der Herausgeber der Zeitschrift „Weltbühne“, schrieb Ende 1931, als Hitler an der Schwelle zur Macht schien, ein vernichtendes Urteil über den Nationalsozialismus: „Die gleiche Not, die alle schwächt, ist Hitlers Stärke. Der Nationalsozialismus bringt wenigstens die letzte Hoffnung von Verhungernden: den Kannibalismus. Man kann sich schließlich noch gegenseitig fressen. Das ist die fürchterliche Anziehungskraft dieser Heilslehre. Sie entspricht nicht nur den wachsenden barbarischen Instinkten einer Verelendungszeit, sie entspricht vor allem der Geistessturheit und politischen Ahnungslosigkeit jener versackenden Kleinbürgerklasse, die hinter Hitler marschiert.“ –

 

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Im November 1931 war Carl von Ossietzky zu 18 Monaten Haft wegen Landesverrats verurteilt worden, weil die Weltbühne einen Artikel über die illegale Aufrüstung der Reichswehr veröffentlicht hatte.

Die letzten Wochen der siechen Republik, deren nationalistische und völkische Feinde er immer schonungslos angegriffen hatte, verbrachte Ossietzky in Freiheit. Und er blieb in Deutschland, nachdem Reichspräsident Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannt hatte. „Wer den verseuchten Geist eines Landes wirkungsvoll bekämpfen will, muss dessen allgemeines Schicksal teilen“, hatte er einmal geschrieben. – SZ

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