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Posts Tagged ‘Hermann Hesse’

Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Sagen wir’s mal so: Hermann Hesse war ein sehr ordentlicher, dem Expressionismus nahestehender Maler. Leider hat er alle schriftstellerische Schaffenskraft daran verschwendet, Thomas Mann sein zu wollen, der seinerseits alle Schaffens- und Lebenskraft daran verschwendet hat, Goethe sein zu wollen. 17 Jahre nach Thomas Mann hat Hesse dann doch noch seinen Literatur-Nobelpreis eingefahren, und wir wissen, was von Literatur-Nobelpreisträgern zu halten ist.

https://weheklag.wordpress.com/2021/04/16/hessenovalis1900/?fbclid=IwAR37jDD44FcUFEk5s9iKwgOnx9y2SMI0cyFaEImLCmz24S5KYMu46bct8kA

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»Ihn durchdrang stärker als jemals das Gefühl des Heimatlosen, der keine Haus- oder Schloss- oder Klostermauern zwischen sich und der großen Angst gebaut hat, der bloß und allein durch die unbegreifliche, feindliche Welt läuft, allein zwischen den kühlen, spöttischen Sternen, zwischen den lauernden Tieren, zwischen den geduldigen standhaften Bäumen.«

Hermann Hesse »Narziß und Goldmund«

Die große Angst. Und keine Mauern zwischen sich und dem Leben. Was für eine wunderbare Formulierung für das Gefühl jener Zeit. Wir alle waren gestartet, suchten unseren Platz, unsere Route, unseren Plan. Die Aufbruchstimmung war mit Händen zu greifen, zumindest in der Erinnerung.

Die große Angst. Ein Textbaustein*

 

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Auszug der Erzählung von Hermann Hesse / Rezitation: Ulrich Matthes / In Hermann Hesses 1922 erschienener Erzählung »Siddhartha. Eine indische Dichtung« begibt sich Siddhartha, Sohn eines Brahmanen, auf die Suche nach Erkenntnis. Der Läuterungsweg des Protagonisten spiegelt die Auseinandersetzung des Autors mit indischer Philosophie und den fernöstlichen Religionen wider. Die Geschichte ist stark stilisiert; die Lebensdaten des Religionsstifters Buddha lassen darauf schließen, dass die Handlung etwa um 500 v. Chr. in Indien angesiedelt ist.

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Hermann Hesse

Man braucht vor niemand Angst zu haben. Wenn man jemanden fürchtet, dann kommt es daher, daß man diesem Jemand Macht über sich eingeräumt hat.

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Nachdem Hesse 1914 vehement den Krieg als seelischen Bewährungsprobe und Mittel einer grundlegenden Erneuerung des deutschen Volkes verteidigt hatte, veröffentlicht Hesse ab 1917 unter dem Pseudonym „Emil Sinclair“ eine Reihe von Artikeln, die kritisch zum Krieg Stellung nehmen.

Die Kämpfe haben sich mittlerweile noch einmal radikalisiert. Beide Seiten setzen Giftgas und Tanks ein, versuchen mit Offensiven, die Hunderttausende Opfer kosten, dem Krieg eine entscheidende Wendung zu geben. Je länger der Krieg dauert, desto nachhaltiger werden Hesses publizistische Appelle, sich für den Frieden einzusetzen. Der Friede sei aber nicht allein auf Kongressen zu erzielen, schreibt Hesse in der Neuen Zürcher Zeitung, sondern müsse von jedem einzelnen gewonnen werden. – diepaideia

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Hermann Hesse ist wie viele andere Dichter seiner Generation ein Verfechter der sogenannten „Ideen von 1914“, wie sie bei Kriegsausbruch von einer Reihe deutscher Publizisten vertreten werden.

Besonders die Thesen Werner Sombarts, der der „Krämerseele der angelsächsischen „Händler“ den „Opfermut deutscher Helden“ entgegensetzt, leuchten Hesse ein, aber auch Max Schelers Buch „Der Genius des Krieges und der deutsche Krieg“, in dem der Göttinger Phänomenologe den Krieg enthusiastisch begrüßt und das „geistige Deutschland“ aufruft, sich gegenüber englischem „Materialismus“ und „Imperialismus“ zu behaupten, findet seine Zustimmung. Auch der von Hesse geschätzte protestantische Theologe Ernst Troeltsch sieht in der Kriegseuphorie des August 1914 die Geburtsstunde eines „Glaubens an den Geist“, der über die Dekadenz der materialistischen Epoche triumphiere. diepaideia

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Hermann Hesse liebte seinen Garten am Bodensee. Fast 100 Jahre später kaufte die Biologin Eva Eberwein Hesses Domizil und rettete es vor Abriss und Verfall. Dazu ist nun ein Buch erschienen.- 3sat

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Hans Fander rief mich die Tage an. Fragte mich, ob ich das Gedicht Im Nebel von ➱Hermann Hesse kenne. Das kenne ich seit über sechzig Jahren, es stand auf der ersten Seite der Welt am Sonntag, die ich am Sonntagvormittag für meinen Vater unten im Ort am Bahnhofskiosk gekauft hatte. Es hat mich sehr beeindruckt. Auf dem Rückweg, die Bismarckstraße hinauf, habe ich es auswendig gelernt. Ich kann es immer noch aufsagen. Hans Fander hatte das Gedicht gerade auf seine ➱Seite gesetzt. Es ist ein Text über das Alter und das Älterwerden. Sie können die Seite gerne in Ihren Blog setzen, sagte er. Das schien ihm wichtig zu sein. Ich erfülle ihm gerne den Wunsch: loomings-jay + fander-kiel.de

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Am 23. März des Jahres 1782 erschien der Roman Les Liaisons dangereuses. Ein Skandalerfolg. Der Briefroman von Choderlos de Laclos gilt heute als ein Hauptwerk der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts und zählt zur Weltliteratur. Das war mir nicht so klar, als ich den Roman las, über den Hermann Hesse sagte: Unter den erotischen und gesellschaftskritischen Romanen des französischen 18. Jahrhunderts vielleicht der klügste, kühlste, unsentimentalste. Literarisch und psychologisch glänzend. Ich glaube, ich habe den Roman damals gelesen, weil mir jemand erzählt hatte, dass da Sex drin vorkäme. Das ist für Jugendliche natürlich ein Grund, um Romane zu lesen. Vor allem die, die in dem Schrank mit den abgeschlossenen Glastüren sind…

http://loomings-jay.blogspot.de/2016/03/liaisons-dangereuses.html

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