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Archive for the ‘GEIST’ Category

 Tractatus logico-philosophicus By Ludwig Wittgenstein

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Martin Buber betont, dass die Grundlage der menschlichen Existenz eine dialogische ist. Erst im Kontakt mit anderen werden Individuen zu Individuen. Für ihn ist der Zweck der Beziehung ihr eigenes Wesen, sie selbst. Die Übertragung der Ich-Du Beziehung auf therapeutische Beziehungen hat jedoch Grenzen: wirkliche Ich-Du Beziehungen implizieren das Aufgeben von Zwecken oder Zielen, und dies ist ja in der therapeutischen Beziehung explizit nicht der Fall.

Diese Annahme ist auch der Grund dafür, dass wirkliche Ich-Du Momente derart selten und gleichzeitig derart wertvoll sind. Es sind die Sternstunden einer jeden Beziehung, wenn es gelingt, und sei es auch nur für kurze Augenblicke, über Zweck und Ziel hinauszugehen! –

(Bruno M. Schleeger, Zen-Buddhismus und Gestalttherapie)

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Saigyo. Blüten

„Wie kommt es,

dass die Blüten nimmermehr

Aufhören,

meine Seele zu entzücken?

Ich habe längst mich von der ganzen Welt

Zurückgezogen;

alles ist mir gleich. –

Wie aber kommt es, dass ich ganz beglückt –

Beim Anblick einer schönen Blüte bin?“

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„Noch für unsere Großeltern war fast jedes Ding ein Gefäß, indem sie Menschliches vorfanden und Menschliches hinzu sparten. Nun drängen, von Amerika her, leere, gleichgültige Dinge herüber, Schein-Dinge, Lebensattrappen. –

Die belebten, die erlebten, die uns mitwissenden Dinge gehen zur Neige und können nicht mehr ersetzt werden. Wir sind vielleicht die letzten, die noch solche Dinge gekannt haben. Auf uns ruht die Verantwortung, nicht allein ihr Andenken zu erhalten. Das wäre wenig und unzuverlässig, sondern ihren humanen und larischen Wert (larisch im Sinne der Hausgottheiten.)

Die Erde hat keine andere Ausflucht, als unsichtbar zu werden: in uns! … Die wir mit einem Teil unseres Wesens am Unsichtbaren beteiligt sind, Anteilscheine (mindestens) haben an ihm, und unseren Besitz an Unsichtbarkeit mehren können während unseres Hier seins, – in uns allen kann sich diese intime und dauernde Umwandlung des Sichtbaren in Unsichtbares, vom sichtbar- und greifbar- sein nicht länger abhängiges vollziehen, wie unser eigenes Schicksal in uns fortwährend zugleich vorhandener und unsichtbar wird“.

https://web.archive.org/web/20100311224745/https://daoweg.wordpress.com/

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Kulturfeature im WDR – Von Holger Noltze

„Titan“ hieß nicht nur sein mit phantastischen Vorschüssen finanzierte Riesenroman. Ein Titan war der Autor Jean Paul selbst, was die schiere Anzahl beschriebener Seiten betrifft. Vor 200 Jahren ist der Großmeister der skurrilen Einfälle gestorben.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-kulturfeature/audio-reise-unter-die-gehirnschale-eines-riesen-100.html

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Alle leeren Seelen neigen zu extremen Ansichten,

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Mit das gräßlichste unter den geringeren Übeln des Lebens ist die Art und Weise, wie so viele kostbare, symbolische Objekte für immer verschwinden. Für diese verlorenen Unbelebten gibt es keinen Limbus, in den sie kommen können, kein gnädiges Flammengrab. Sie blieben, was sie immer gewesen sind; aber sie werden auf den Abfallhaufen der Welt geworfen; und kein Erlöser kann je kommen, der ihnen ihre Ehre wiedergibt. Selig der Mann oder die Frau am Tag des Jüngsten Gerichts, die auch nur einen dieser Verstoßenen gerettet und vor dem Karren des Straßenkehrers bewahrt haben!

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Wieland wird nicht mehr gelesen. Es hieße ihm und seinem Jubiläum wenig Ehre machen, an dieser Tatsache vorbeizugehen oder Hinweise von zweifelhaftem Wert auf die »Stellen« zu geben, die heute noch lesbar sind. Das führt bestimmt nicht auf das Wesentliche. Wesentlich ist das geschichtliche Eingebettetsein Wielands in die Epoche zwischen Barock und der Romantik, und wesentlicher noch, daß dort sein Werk so eng in der Umklammerung der Zeitumstände liegt, daß es nicht ohne seine wertvollsten Partien zu verletzen sich herauslösen ließe. Dagegen kann es kein gewissenhaftes Studium jener deutschen Zeitumstände geben, das nicht zugleich ins Innerste von Wielands Figur hineingriffe.

https://www.textlog.de/benjamin/essays/literarische/christoph-martin-wieland

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„Betrachten Sie das Bild und beobachten Sie genau, wie es sich zu entfalten und zu verändern beginnt. Vermeiden Sie jeden Versuch, es in eine bestimmte Form zu bringen, tun Sie einfach nichts anderes als beobachten, welche Wandlungen spontan eintreten. Jedes seelische Bild, welches Sie auf diese Weise beobachten, wird sich früher oder später umgestalten, und zwar auf Grund einer spontanen Assoziation, die zu einer leichten Veränderung des Bildes führt. Ungeduldiges Springen von einem Thema zum andern ist sorgfältig zu vermeiden. Halten Sie an dem einen von Ihnen gewählten Bild fest und warten Sie, bis es sich von selbst wandelt. Alle diese Wandlungen müssen Sie sorgsam beobachten und müssen schließlich selbst in das Bild hineingehen: Kommt eine Figur vor, die spricht, dann sagen auch Sie, was Sie zu sagen haben, und hören auf das, was er oder sie zu sagen hat. Auf diese Weise können nicht nur Sie Ihr Unbewusstes analysieren, sondern Sie geben dem Unbewussten eine Chance, Sie zu analysieren. Und so schaffen Sie nach und nach eine Einheit von Bewusstsein und Unbewusstem, ohne die es überhaupt keine Individuation gibt“

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