Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Schriftsteller’

E.T.A. Hoffmann war ein Multitalent: Jurist und Schriftsteller, aber auch Musiker und Zeichner. Der Romantiker ist vor 200 Jahren in Berlin gestorben. – DLF Kultur

„’Ein wunderlicher alter Mann, aus dem niemand klug wird, bleibt er doch, der Archivarius Lindhorst. – Nun soll er leben!‘ – Da fuhr der Student Anselmus aus seinen Träumen und sagte: ‚Das kommt daher, verehrungswürdiger Herr Registrator, weil der Herr Archivarius Lindhorst eigentlich ein Salamander ist, der den Garten des Geisterfürsten Phosphoros im Zorn verwüstete, weil ihm die grüne Schlange davongeflogen.‘“

Das Fantasiestück „Der Goldene Topf“, ( Der goldne Topf ) aus dem hier zitiert wird, hielt E.T.A. Hoffmann für sein bestes Werk. Federleicht erzählt, gelingt es ihm in diesem „Märchen aus der neuen Zeit“, das Wunderbare mitten in die reale Welt Dresdner Beamten einbrechen zu lassen. Stolz berichtete der Autor: „Die Idee so das ganz Fabulose, dem aber wie ich glaube, die tiefere Deutung gehöriges Gewicht gibt, in das gewöhnliche Leben keck eintreten zu lassen ist allerdings gewagt und so viel wie ich weiß von einem teutschen Autor in diesem Maaß noch nicht benutzt worden.“ – 200 Todestag

 

Read Full Post »

Radio Wissen von Carola Zinner in Bayern 2

E. T. A. Hoffmann war ein Universalkünstler, der nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Musiker, Komponist und Zeichner Bedeutendes schuf. Beliebt auch seine vielen Anspielungen aufs Zeitgeschehen.

(BR 2017) – https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/e-t-a-hoffmann-das-unheimliche-im-heimlichen/31633

Read Full Post »

WDR 3 Kulturfeature – Der Außerirdische – Reise durch den Inner Space des Schriftstellers Clemens Setz – Von Manuel Gogos – Wiederholung: So. 15.04 Uhr

Ufos lassen ihn erschauern, Autopsien von Aliens flössen ihm religiöse Gefühle ein. Clemens Setz wird der „Außerirdische“ der deutschen Gegenwartsliteratur genannt. Seine Texte sind literarische Sonderzonen, irgendwo im Grenzbereich zwischen Surrealismus und Science Fiction, sublimem Horror und groteskem Humor. Fragt man den Büchner-Preisträger, wie er zu seinen außerirdischen Stoffen kommt, erzählt er, wie er manchmal abends im Dunkeln sitzt, um sich innerlich in eine Sache „hineinzubohren“. Wie er auf Bildschirme starrt, bis sich die Netzhaut von seinen Augen löst. Wie er die Dinge anschreit, bis sie eine Seele haben.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-kulturfeature/audio-der-ausserirdische—reise-durch-den-inner-space-des-schriftstellers-clemens-setz-100.html

Read Full Post »

Der deutsche Schriftsteller Friedrich Christian Delius ist in der letzten Woche im Alter von neunundsiebzig Jahren gestorben.

Vor zwei Jahren habe ich Die Zukunft der Schönheit gelesen, eine autobiographische Erinnerung, die mich sehr beeindruckt hat. Delius versetzt uns in das Jahr 1966 zurück, als er als zweitjüngstes Mitglied der Gruppe 47 in Princeton gewesen war und glücklich war, dass er sein Gedicht nicht vorlesen musste. Danach besuchte er mit Freunden einen Jazzklub in New York, und die irritierende Begegnung mit dem Free Jazz des Saxophonisten ✺Albert Ayler wird für ihn zu einem Sinnbild der Zeit, dem Mord an Kennedy, dem Vietnamkrieg, den Studentenprotesten und dem Civil Rights Movement.

https://loomings-jay.blogspot.com/2022/06/fc-delius.html

Read Full Post »

DLF Kultur

Er ist der meistgelesene Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig ein Eckensteher der deutschen Literaturgeschichte. Dabei gilt er manchen als einer der größten Wortschöpfer der deutschen Sprache, der weit mehr zu bieten hat als ‚Max und Moritz‘. Bekannt ist er als Satiriker, als Meister der Bilderposse, aber kennen wir ihn wirklich: den Sonderling, Satiriker, den Großvater des Comic?

Diese ‚Lange Nacht‘ begleitet den Einsiedler aus Wiedensahl auf seinem Weg zur Kunst, begegnet dem schwermütigen Trinker und Denker und präsentiert Busch als kritischen Philosophen und Prosaschriftsteller.

Read Full Post »

Filetstück 0006: Gelehrsamkeit war Hinnerk sein Fall nicht

Die Welt vermisst schnurrige Geschichten, in denen zwölfjährige Bengel mit aller gebotenen Selbstverständlichkeit Pfeife rauchen.

Wenden wir uns zu seinem 190. Geburtstag an Wilhelm Busch (* 15. April 1832, Wiedensahl). Die ersten beiden seiner Prosawerke – wir haben auf Eduards Traum 1891 und den Schmetterling 1895 aufmerksam gemacht – sind immerhin noch in der gut zugänglichen zweibändigen „Gesamt“-Ausgabe von Rolf Hochhuth 1960 vorhanden, nach seinem letzten Prosastück Meiers Hinnerk 1905 sucht man selbst dort vergebens. Begründet oder auch nur begründbar ist das nicht, aber dafür gibt es ja uns. 

https://weheklag.wordpress.com/2022/04/15/buschmeiershinnerk1905/

Read Full Post »

Schriftstellerei als Beruf ist kein Spaß, schon gar nicht unter den Bedingungen tiefer Armut, unter denen Schmidt einem großen Teil seiner selbst gestellten Lebensaufgabe nachgegangen ist. Aber „nich großzügich denk’n“ – kann man das unterschreiben bei einem Autor, der als überragender deutschsprachiger Literat der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelten muss? Jedenfalls können Leser und Leserinnen sich Arno Schmidt kaum als glücklichen Menschen vorstellen. Und den Autor einer Arno-Schmidt-Biografie?

„Jede Biografie, als Lebensgeschichte, ist eine Setzung“, schreibt Sven Hanuschek und zitiert Schmidt: „ein Schriftsteller löst sich ja langsam auf, in seinem Werke; den zurückbleibenden schäbigen Rest besieht man sich besser nicht“.

https://www.fr.de/kultur/literatur/arno-schmidt-der-einzige-bewohnbare-ort-ist-die-literatur-91470545.html

Read Full Post »

„Man soll sich nicht aus politischen Gründen erschießen, und vor allen Dingen nicht zu früh“, empfiehlt der Kulturtheoretiker und Schriftsteller Klaus Theweleit. Aus Anlass seines 80. Geburtstags am 7. Februar 2022 wiederholt die artmix.galerie ein Gespräch zum Thema Utopie aus dem Jahr 2004. //

Gespräch mit Julian Doepp / Moderation Ralf Homann / BR 2004/2020 // Aktuelle Kultur-Empfehlungen per Mail: http://www.hörspielpool.de/newsletter

Read Full Post »

 Ö1 – Dienstag, 9. November 2021 um 16:05 Uhr – Von Burkhard Reinartz – https://oe1.orf.at/player/live

Adam Zagajewski verteidigt »das Recht auf Unendlichkeit«, gegen den nüchternen Zeitgeist, die »Notwendigkeit der Leidenschaft gegen das Diktat der Ironie«. Er fordert »Wildheit« und den Mut, tiefgehende persönliche Erfahrungen auszusprechen. Nach den Nine-Eleven-Anschlägen macht der „New Yorker“ mit Zagajewskis Gedicht „Versuch’s, die verstümmelte Welt zu besingen“ auf. Geschichte und individuelles Schicksal bilden im Werk des Dichters eine untrennbare Schnittmenge. Alles ist in nur einem Augenblick möglich: Die toten Juden »fahren um die Wette Schlitten und werfen Schneebälle ans Fenster«, während »die Welt in meinen Mantel ein- und auskriecht wie in einen Ameisenhaufen«. Adam Zagajewski, 1945 in Lemberg geboren, gilt heute als der wichtigste Lyriker Polens. Nach seiner Emigration lebt er in Berlin, Paris, Amerika und seit einigen Jahren wieder in Krakau. »Verteidigung der Poesie bedeutet, etwas verteidigen, was im Menschen steckt, nämlich die fundamentale Fähigkeit, das Wunderbare der Welt zu erleben und lange Momente im Staunen zu verharren.«

Read Full Post »

Older Posts »