Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Jean Paul’

„»Ich will dir zeigen,« sagte die Gestalt, »wie ich sie vernichte.« Ein Sarg wurde durchsichtig – im weichen Gehirn des darin zusammenfallenden Menschen blickte noch das lichte Ich, vom Moder überbauet, von einem kalten finstern Schlaf umwickelt und vom zersprungenen Herzen abgeschnitten. Ottomar rief: »Lügende Gestalt, das Ich glimmt noch – wer zertritt den Funken?« – Sie antwortete »Das Entsetzen! – Sieh hin!« Eine Dorfkirche hatte sich gespaltet: ein bleierner Sarg sprang auf, und Ottomar sah seinen Körper darin abbröckeln und das Gehirn bersten; aber kein lichter Punkt war im offenen Haupte. Nun machte die Gestalt ihn starr und sagte »Ich habe dich aus dem Gehirn herausgezogen – du bist schon lange gestorben« – und umgriff ihn schnell und schneidend mit den kalten metallenen Fühlhörnern und lispelte: »Entsetze dich und stirb, ich bin Gott«…“ – Von Wolf Gräbel (Facebook) – und dieser Link:

Read Full Post »

„Ich spiele nicht mit dem Leben, aber das Leben spielt mit mir, als ob es mein Spielen kenne oder verachte“.

„Ich greife alles an und mich greift alles an“.

Read Full Post »

Read Full Post »

Universität Würzburg
Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition

http://www.jp-exzerpte.uni-wuerzburg.de/

 

Read Full Post »

„Ein Deutscher ist mit Vergnügen alles, nur nicht er selber.“ Jean Paul

Obrigkeitshörigkeit und Untertanengeist der Deutschen ziehen sich durch die neuere Geschichte. Das ist vielfältig beschrieben worden. Carl Friedrich von Weizsäcker wird die treffende Charakterisierung zugeschrieben, der typische Deutsche sei absolut obrigkeitshörig, ein typischer Befehlsempfänger und des eigenen Denkens entwöhnt; er sei zwar ein Held vor dem Feind, aber im bürgerlichen Leben kennzeichne ihn ein totaler Mangel an Zivilcourage. – kritisches-netzwerk.de

Read Full Post »

Jean Paul

„Das Lesen nimmt so gut wie das Reisen die Einseitigkeit aus dem Kopfe.“

Read Full Post »

Entgegen einer weithin … verbreiteten Meinung entsprang die folgende, keineswegs unbekannte „Vision“ nicht einem Traum am Sommerabend, sondern beharrlichem, zehn Jahre währenden Nachdenken und Schreiben.

Der Traum ist nur ein literarischer Rahmen, um unter der Zensur die Wahrheit sagen zu können. Zunächst sollte Shakespeare höchstselbst die ernüchternde Einsicht vortragen, doch dann wählte Jean Paul Jesus selbst, obwohl von demselben auch nur ein Häufchen Asche übrig geblieben war. Der Gedanke ist nicht nur blasphemisch, sondern auch von hinreißendem Witz. Wenn denn einer weiß, was nach dem Tode los ist, dann jener, der schon einmal da war. Er muß es schließlich wissen… – holbachinstitut.wordpress.com

Read Full Post »

Der Traum – die Reise ist ein Kapitel in Jean Pauls Roman Titan überschrieben. Eine Stelle darin ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Jean Paul schreibt: „Alle unsichtbaren Stimmen redeten sie an und fragten: ›Wer ist der Vater der Menschen und ihre Mutter und ihr Bruder und ihre Schwester und ihr Geliebter und ihre Geliebte und ihr Freund?‹ Die Jungfrau hob fest das blaue Auge auf und sagte: ›Gott ists!‹ – Und darauf blickte sie mich aus dem hohen Glanze zärtlich an und sagte: ›Du kennst mich nicht, Albano, denn du lebst noch.‹ – ›Unbekannte Jungfrau,‹ (sagt‘ ich) ›ich schaue mit den Schmerzen einer Liebe ohne Maß in dein erhabenes Angesicht, ich habe dich gewiß gekannt – nenne deinen Namen.‹ – ›Wenn ich ihn nenne, so erwachst du‹, sagte sie. ›Nenn ihn‹, rief ich. – Sie antwortete, und ich erwachte.“ – glanzundelend.de

Jean Pauls Zeilen lesen sich wie ein Brevier von Navid Kermanis Roman Dein Name, das als Totenbuch, Tagebuch und Familiensaga konzipiert ist.

und

ICH KENNE SIE GAR NICHT

http://www.navidkermani.de

Read Full Post »

In der Bewertung der Jury heißt es: „Alexander Kluge hat über Jahrzehnte hinweg größten Einfluss auf das kulturelle Leben Deutschlands gehabt. Von seinem vielgestaltigen Werk können wir hier nur den literarischen Anteil würdigen, der erstaunlich genug ist. Kluge erfand seine ganz eigene literarische Form und hat ihr klassische Gestalt verliehen: die geschichtsphilosophische Episode. Was es mit der Geschichte auf sich hat, dieser Frage entgeht niemand; und Kluge gibt Antwort darauf in Tausenden von Einzelgeschichten, immer originell, immer in der ihm eigenen virtuosen Technik des Assoziierens und Collagierens und einem so knappen wie eleganten Stil, doch ohne dem Leser eine bestimmte Meinung aufzuzwingen, dafür als brillanter Netzwerker in Kooperation mit Künstlern aller Genres. Seine Texte geben zu denken und fordern auf zur geistigen Selbständigkeit. Mit dem Jean-Paul-Preis, dem bayerischen Staatspreis für Literatur, wird ein großer Autor und großer Aufklärer geehrt.“

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kulturwelt/alexander-kluge-ueber-jean-paul-100.html

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/hoerspiel-und-medienkunst/Alexander-Kluge-hoerspiele100.html

http://www.kluge-alexander.de/aktuelles.html

Read Full Post »

Older Posts »