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Posts Tagged ‘John Cowper Powys’

Die Wissenschaft der Neuropsychologie hat inzwischen bewiesen, was J. C. Powys und andere lange vorher intuitiv erkannt hatten: dass das Individuum eine nahezu vollkommene Erinnerung an alle Erfahrungen besitzt, die unauslöschlich seinem Nervensystem eingraviert ist, und dass diese schlummernden „Erinnerungsspuren“ durch Zustände ungewöhnlicher Aufregung oder Enthemmung geweckt werden können. Die Wiedererweckung dieser Erinnerung ist ein Einsammeln, eine erneute Inbesitznahme unserer versprengten, in der Vergangenheit verstreuten Ichs. Powys aber ging noch viel weiter. Er glaubte daran, dass die gesamte planetarische Erinnerung der Menschheit in einem einzelnen, einsamen Geist vorhanden ist.
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Mit das gräßlichste unter den geringeren Übeln des Lebens ist die Art und Weise, wie so viele kostbare, symbolische Objekte für immer verschwinden. Für diese verlorenen Unbelebten gibt es keinen Limbus, in den sie kommen können, kein gnädiges Flammengrab. Sie blieben, was sie immer gewesen sind; aber sie werden auf den Abfallhaufen der Welt geworfen; und kein Erlöser kann je kommen, der ihnen ihre Ehre wiedergibt. Selig der Mann oder die Frau am Tag des Jüngsten Gerichts, die auch nur einen dieser Verstoßenen gerettet und vor dem Karren des Straßenkehrers bewahrt haben!

Weymouth und Dorchester

Autobiographie, Seite 62 – P.Kirchheim 1992 – ISBN 3-87410-o2o-0

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„Schlag zwölf … kam es im Einzugsbereich der … tiefsten Tiefen des leeren Raumes zwischen den entlegensten Sternensystemen hinaus in der schöpferischen Stille des Urgrundes zu einem jener unendlich kleinen Wirbel, die immer dann entstehen, wenn ein lebender Organismus in diesem astronomischen Universum einen ungewöhnlichen Schub der Bewusstseinserweiterung erfährt. In diesem Augenblick übertrug sich etwas, eine Welle, ein Zucken, eine Schwingung – zu fein, um magnetisch, zu unterschwellig, um geistig genannt zu werden …“

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… hat inzwischen bewiesen, was J. C. Powys  und andere lange vorher intuitiv erkannt hatten: dass das Individuum eine nahezu vollkommene Erinnerung an alle Erfahrungen besitzt, die unauslöschlich seinem Nervensystem eingraviert ist, und dass diese schlummernden „Erinnerungsspuren“ durch Zustände ungewöhnlicher Aufregung oder Enthemmung geweckt werden können. Die Wiedererweckung dieser Erinnerung ist ein Einsammeln, eine erneute Inbesitznahme unserer versprengten, in der Vergangenheit verstreuten Ichs. Powys aber ging noch viel weiter. Er glaubte daran, dass „die gesamte planetarische Erinnerung der Menschheit in einem einzelnen, einsamen Geist vorhanden ist.“

(Seite 15, Tagebuch. Einleitung von Morine Krissdottir)

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bestand aus zahlreichen Ichs, jedes Ich aber besaß eine merkwürdige unbegrenzte Durchsichtigkeit. Die Masken, die zu tragen wir alle auf schmerzhafte Weise lernen, erkannte er niemals an. Er nannte sich einen „eisbedeckten Stein.“. Viel eher war er ein „harter Kristall“, der gewundene, verschlungene, von unbekannten Kräften gewirkte Linien und Ritzen in sich beschließt, die, ohne sich zu berühren, miteinander verbunden sind, so dass das Innere des Quarzes zu einer Welt silberner und regenbogenfarbener Lichtbrechungen wird… (Seite 17, Tagebuch. Einleitung von Morine Krissdottir)

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In großen, stillen Vasen und Urnen am Grunde ihres Seins scheint die Erinnerung Essenzen aufzubewahren, die die Kraft besitzen, alles zu erlösen. (…) Dort verbirgt sich ein großer Vorrat an Menschheitserinnerungen, begraben unter den zufälligen Eindrücken unseres eigenen Lebens. Bilder, Geschehnisse, feine und unbeschreibliche Gefühle werden aufgewühlt (…), wenn der Wind über unser Gesicht fährt.

John Cowper Powys – Die Tagebücher – Einleitung, Seite 16 – Residenz Verlag 1997

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John Cowper Powys

„Die Talente, die man braucht, um große Geldsummen anzuhäufen, gehören stets zu den niedersten menschlichen Eigenschaften. Die dazu notwendige Art von Geduld und Hartnäckigkeit ist an sich schon eine monströse Perversität, die von einem fordert, die kostbarsten Elemente von Glück zu opfern.“

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Wie ich wegen John Cowper Powys und seiner wunderbaren Romane Hans Henny Jahnn zu lesen versuchte, wie ich damit scheiterte und weshalb ich glaube, dass Powys ein großer Schriftsteller ist. – Von Rolf Vollmann – zeit.de
… Ich habe Jahnn jetzt wegen Powys gelesen, John Cowper Powys, der, fast 91 Jahre alt, 1963 gestorben ist und zwischen 1929 und 1934 drei mächtige Romane herausgebracht hat: Wolf Solent, die Glastonbury Romance und den Strand von Weymouth. Jahnn hat immer wieder auf Powys als einen großen Mann hingewiesen, seine Leser waren es, die in den fünfziger Jahren eine zweite deutsche Ausgabe des Wolf Solent (der 1930 dreibändig deutsch erschienen war) enthusiastisch begrüßten und das noch einmal 1986 taten. Der Enthusiasmus der fünfziger Jahre war eher folgenlos geblieben…

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