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Posts Tagged ‘Roman’

Von seinem Großvater erzählte Evan, dass er einmal auf dem Weg von Frongastell nach Pyrsau habe zur Seite treten müssen, um so einen Gespensterzug vorbeizulassen, der ihn eingeholt hatte und aus lauter zwergwüchsigen Wesen bestand. Hastig schritten sie dahin, leicht vornübergebeugt und mit ihren Fistelstimmen untereinander redend.

An der Wand über der niedrigen Werkbank Evans hing an einem Haken der schwarze Schleier, den der Großvater von der Bahre genommen hatte, als die kleinen vermummten Gestalten sie vorübertrugen an ihm, und gewiß ist es Evans gewesen, sagte Austerlitz, der mir einmal sagte, mehr als ein solches Seidentuch trenne uns nicht von der nächsten Welt. (79/80)

W.G. Selbald. Austerlitz. Hanser.

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Amoklauf, Mitarbeitergespräch, Kordröcke – Ulrike Anna Bleier über Erzählen als Momente-Sammeln. Aus dem Roman liest Wiebke Puls.

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by Francois Rabelais

Lesung mit Helmut Krauss

Mit seinem Romanzyklus »Gargantua und Pantagruel« hat der französische Dichter François Rabelais ein humoristisches Meisterwerk der Renaissance geschaffen, das bis heute nichts von seinem Witz verloren hat. Mal ironisch und sarkastisch, dann wieder ruhig und gelehrsam transportiert der Schriftsteller und Mediziner Rabelais erkennbar humanistische Überzeugungen, die seine Zeitgenossen in Aufruhr versetzten. Die fantastische Geschichte um den Riesen Pantagruel und seinen Vater Gargantua wird in der NDR Kultur-Lesung erfrischend interpretiert von Schauspieler Helmut Krauss.

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by Leo Perutz

Ein magischer historischer Roman, der im Prag des 16. Jahrhunderts spielt. Im Judenviertel sterben die Kinder. Ratsuchend beschwört der hohe Rabbi Loew übernatürliche Mächte, die ihn zu einem Vergehen führen, das er selbst begangen hat – eines Nachts, unter der steinernen Brücke.

Im Bannkreis dieses Vergehens bewegen sich eine Vielzahl von Gestalten – Narren und Bettler, die die Gassen und Spelunken der Goldenen Stadt bevölkern, sowie der wohlhabende Jude Meisl, seine schöne Ehefrau Esther und der Kaiser Rudolf selbst, die in ein komplexes Geflecht aus Liebe, Schuld und Sühne verstrickt sind. (25 Folgen)

Hörbuch gelesen von Felix von Manteuffel

https://archive.org/details/nachts_unter_der_steinernen_bruecke

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Es passiert einem doch vergleichsweise hartnäckigen und trainierten Leser wie mir selten, dass ich an einem Roman eines Autors, der mich interessiert, vollständig scheitere. Bei „Die drei Sprünge des Wang-lun“ habe ich nach einem Viertel des Romans aufgegeben, noch ein wenig im dritten und vierten Teil gestöbert und das Buch dann zur Seite gelegt mit dem deutlichen Eindruck, dass, was immer nun noch erzählt werden wird, mich einfach nicht interessiert…,..

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Am Ende ist alles genauso wie am Anfang: Einfach beschissen. Blum, ehemaliger Student der Kunstgeschichte und Volkswirtschaft, versucht auf Malta einen Koffer mit dänischen Pornoheften zu verticken. Dank alter Probleme mit Interpol gestaltet sich sein Aufenthalt aber nicht so erfolgreich wie erwartet. Der Pornokoffer wird geklaut und Blums möglicher Abnehmer hat nichts als ein zerstörtes Hotelzimmer hinterlassen. Doch dann scheint sich Blums Schicksal ausnahmsweise mal zum Guten zu wenden: Ein geheimnisvoller Gepäckaufbewahrungsschein aus München führt ihn zum Hauptbahnhof der bayrischen Hauptstadt. Dort findet Blum einen Karton mit 20 Dosen Rasierschaum, Marke »Old Spice«. In ihnen versteckt: 2,5 kg feinstes Kokain. – Erstsendung: 20.05.2010

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NDR Kultur – (Ursendung)

Beim Spaziergang im Wald findet die 72-jährige Vesta einen mysteriösen Zettel. Darauf wird ein Mord erwähnt, allein – es fehlt die Leiche. Im Hörspiel nach Ottessa Moshfeghs Roman „Der Tod in ihren Händen“ gerät Vestas Fantasie auf gefährliche Abwege. So entsteht ein komplexes Spiel aus Realitätsebenen und Verdachtsmomenten.

https://www.ndr.de/kultur/live/stationndrkultur102-radioplayer.html

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Prachtstraßen, auf denen sich die Menschenmassen drängen, eine monumentale Architektur und der Kreml am Ufer der Moskwa: Moskau ist ganz einfach imposant. In den 1920er Jahren stattet der Teufel höchstpersönlich der Hauptstadt des neuen bolschewistischen Staates einen Besuch ab, und zwar in Michail Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita“. Die Neudichtung des Faust-Mythos gilt als Meisterwerk des russischen Schriftstellers und ist eine fantastische Farce, in der am Ende die Kunst über die Tyrannei triumphiert.

„Was täte dein Gutes, wenn das Böse nicht wäre, und wie sähe die Erde aus, wenn die Schatten von ihr verschwänden?“ – Michail Bulgakow

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RAINER MARIA RILKE – DIE AUFZEICHNUNGEN DES MALTE LAURIDS BRIGGE (Auszug 2. Teil)

Claus Dieter Clausnitzer

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