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Posts Tagged ‘Kulturfeature’

WDR 3 – Sonntag, 29. August 2021 um 15:04 Uhr – (schon online)

‚Er ist der Größte von uns allen! Nun schreibt das endlich! Nun lasst das mal mit der Dunkelheit und mit der sächsischen Kohle und mit dem Heizerphänomen‘, so feierte der Dichter Uwe Kolbe 1994 Wolfgang Hilbig, den ehemaligen Industriearbeiter und Schriftsteller aus Meuselwitz in Thüringen, der 2002 den Büchnerpreis erhielt. Tatsächlich zeichnete sich Wolfgang Hilbigs Werk von Anbeginn nicht allein durch Themen aus, die er auch aus seinen Erfahrungen in der Arbeitswelt der DDR bezog, sondern vor allem durch die kühne Modernität seines Schreibens. Er bot den Zerstörungen der Landschaft, der Kultur und eben auch der Menschen in der DDR Widerstand mit seiner alles dematerialisierenden Schönheit der Sprache, wie Ingo Schulze es formulierte. Ein Spitzelbericht der Staatssicherheit über eine Lesung des Autors in privatem Kreis 1983 charakterisierte seine Texte dagegen mit Begriffen wie ‚Pessimismus‘ und ‚Orientierungslosigkeit‘, sprach von ‚Angstzuständen‘. WDR 3

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Joseph Beuys ist einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Wenig bekannt ist, dass Klang und Musik genauso zu seinem Schaffen gehören wie Fett und Filz. Wie also klingt Joseph Beuys?

  • Im 1968 entstandenen „ja ja ja ja ja – nee nee nee nee nee“ wird eine zufällig aufgeschnappte Phrase zur Basis einer einstündigen Rezitation, die das gesprochene Wort in litaneihafte Musik verwandelt. Ein in Filz eingenähter Konzertflügel steht im Zentrum der Aktion „Infiltration homogen für Konzertflügel“ von 1966. Obwohl kein Klavierton hörbar ist, glaubt Beuys an einen physikalisch nicht messbaren „Innenton“, der Tieren und Menschen gleichermaßen eigen sei.
  • WDR 3

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WDR 3 – Sonntag, 10. Nov 2019, 15:04 Uhr

Im Feature erzählt Lilienthal von seiner Jugend in Montevideo und von den Anfängen der deutschen Fernsehkultur, als er die Studios in Baden-Baden durch verkohlte Trümmer veredelte und der Nachkriegs-BRD ihre Raubtiere in der Badewanne zeigte. Später diskutiert er als erster Direktor der Abteilung Film und Fernsehen an der Akademie der Künste in Berlin mit Harun Farocki und Holger Meins und begründete den Filmverlag der Autoren mit. In Chile und Nicaragua dreht Peter Lilienthal mit dem offenen Blick des Emigranten Filme im Schein brennender Reifen. Erinnerungen eines Bilderzauberers, dazu die Skizzen eines Hörspiels, das Aufschluss gibt über die Arbeitsweise und das Feuer eines Grandseigneurs, der wenig Aufhebens um sich macht.

https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-kulturfeature/peter-lilienthal-100.html

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Sendetermin: WDR 3 – Samstag, 19. Jan 2019 12:04,

Der Schriftsteller Hermann Lenz – Ein Gespräch mit Peter Handke „Nie jemand hat in deutscher Sprache solche Absätze geschrieben. Ein Satz gibt den anderen auf eine Weise, wie das noch nie geschehen ist“, sagt Peter Handke über den großen Erzähler Hermann Lenz, den es immer wieder neu zu entdecken gilt. Als Hermann Lenz, geboren 1913 in Stuttgart, aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrte, wollte er nichts anderes als in der Dachstube sitzen und schreiben. Das tat er auch, und seine Bücher erschienen, doch lange Zeit mit mäßigem Erfolg. Dann griff ein begeisterter Leser ein: der junge Peter Handke, der in Romanen wie „Der Kutscher und der Wappenmaler“ oder „Verlassene Zimmer“ in unruhigen Zeiten lesend ein Zuhause fand. Durch Handkes Hilfe wurde Lenz jenseits der 60 doch noch zu einem preisgekrönten Autor und konnte bis zu seinem Tod 1998 seinen großen autobiographischen Romanzyklus fortschreiben. Norbert Hummelt hat Peter Handke im November 2015 in Paris besucht. Im stillen, hoch konzentrierten Gespräch erinnert sich Handke auf sehr persönliche Weise an Begegnungen mit Hermann Lenz und schildert die Faszination, die von dessen Büchern ausgeht. So entsteht das Porträt einer seltenen Freundschaft zweier bedeutender Schriftsteller.

Hier zum Anhören: WDR3

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Kulturfeature | 1. Dezember 2018, 12.04 – 13.00 Uhr | WDR 3

Kann neue Poesie ein ganzes Land in Aufruhr versetzen? Offensichtlich – wenn es sich um eine Insel handelt, deren nationale Identität mit auf einer Jahrhunderte alten literarischen Tradition beruht. In Island brach in den 1950er Jahren ein spektakulärer Lyrikstreit aus.

Als Island vor 100 Jahren, am 1. Dezember 1918, vom dänischen König die Souveränität gewährt wurde, war das ein erster Schritt in die Freiheit. Allerdings blieb der Monarch das isländische Staatsoberhaupt. Endgültig endete die dänische Herrschaft erst, als sich die Isländer mitten im Zweiten Weltkrieg, am 17. Juni 1944, zur unabhängigen Demokratischen Republik erklärten.- WDR3

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Halleluja„, „So long Marianne“, „Bird on a Wire“ – Leonard Cohen, der große Dichter, Sänger und Melancholiker, der Frauenheld und Frauenschwarm, gesegnet mit einer unverwechselbaren Stimme, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Kari Hestharmar hat ihn 2005 besucht.

You want it darker“ Cohens letztes und erst kürzlich erschienenes Album ist geprägt von tiefer Melancholie. Hier verhandelt er ein letztes Mal sein Lebensthema von Vergänglichkeit und Abschied. Als die norwegische Journalistin Kari Hesthamar Leonard Cohen im Herbst 2005 in Los Angeles besuchte, sprach er drei Tage lang mit ihr, obwohl er sonst kaum noch Interviews gab. Er erinnere sich nicht besonders gut, behauptete der Star. Jetzt, wo er älter geworden sei, glaube er an die Kraft des Augenblicks.- wdr3-kulturfeature/leonard-cohen

 

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