Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Briefe’

Rainer Maria Rilke: Aber das Bewußtsein vorausgesetzt, daß auch zwischen den nächsten Menschen unendliche Fernen bestehen bleiben, kann ihnen ein wundervolles Nebeneinanderwohnen erwachsen, wenn es ihnen gelingt, die Weite zwischen sich zu lieben, die ihnen die Möglichkeit gibt, einander immer in ganzer Gestalt und vor einem großen Himmel zu sehen!“ (Briefe)

Read Full Post »

Rainer Maria Rilke (Foto) / Rezitation: Axel Grube / Anmerkung: Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist: die Freiheit eines Lieben nicht vermehren um alle Freiheit, die man in sich aufbringt. Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies: einander lassen; denn daß wir uns halten, das fallt uns leicht und ist nicht erst zu lernen (R.M.Rilke an Paula Modersohn-Becker Nov.1908)

Read Full Post »

1920 ist Milena Jesenská 24 Jahre alt und hat in ihrer Heimatstadt Prag bereits einiges Aufsehen erregt: auch, weil sie mit 19 gegen den erbitterten Widerstand ihres nationalistisch-antisemitsch eingestellten Professoren-Vaters den etwas verbummelten jüdischen Literaten Ernst Polak heiratete. Sie schreibt für tschechische Zeitungen und übersetzt, unter anderem Erzählungen eines deutschsprachigen Prager Autors namens Franz Kafka. Die beiden kennen sich aus der Prager Literaturszene, und sie haben über Übersetzungs- und Literaturfragen auch schon korrespondiert, als sich der Briefwechsel-Dialog in jenem Jahr 1920 derart intensiviert, dass Milena den dreizehn Jahre älteren, von ihr bewunderten Autor überreden kann, sich auf der Rückfahrt von einer Kur in Meran in Wien mit ihr zu treffen. Es wird eine überwältigende Begegnung, für beide. Ein Paar werden sie trotzdem nicht. 

https://archive.org/details/feuer-an-blosser-haut

Read Full Post »

MDR Kultur – (Ursendung) (Hördat)

Lyonel Feininger (1871-1956) war ein Avantgardist, seine in der Chicago Sunday Tribune veröffentlichten Comic Serien zählen heute zu den Klassikern des Genres und er schrieb als Leiter der Druckwerkstatt Bauhausgeschichte. In seinen bisher unveröffentlichten Briefen an seine zweite Frau Julia offenbart sich ein feinsinniger, wortgewandter, humorvoller Mensch, fortschrittlicher Vater, liebender Ehemann, aber auch zweifelnder Künstler und Beobachter der politischen Vorgänge der damaligen Zeit. Auf beeindruckende Weise verschmelzen Persönliches und gesellschaftliche Brisanz…

Hier anzuhören: mdr.de/kultur

Read Full Post »

15 Jahre lang waren Albert Camus und die Schauspielerin Maria Casarès ein Paar. Während dieser Zeit schrieben sie sich fast 800 Briefe, die nun auch auf Deutsch erschienen sind. Darin schillert eine bisher unbekannte Seite des französischen Schriftstellers durch: die des hemmungslos Liebenden. Von Peter Henning. – DLF

Read Full Post »

Uwe Johnson, einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhundert, war auch ein begnadeter Briefeschreiber. Er schrieb sie als Literatur, mit verweisungsreicher Sprache und wiederkehrenden Motiven. Noch am Tag seines Todes war er auf der Post.

Der 1934 in Pommern geborene Uwe Johnson ist einer der großen deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Als Mitglied der Gruppe 47, befreundet mit Ingeborg Bachmann, Günter Grass, Max Frisch und vielen anderen Intellektuellen seiner Zeit, blieb Johnson aber immer auch ein Einzelgänger und Unangepasster. Er wuchs in der DDR auf, wo er früh staatliche Willkür zu spüren bekam – jedoch ohne sich unterkriegen zu lassen.

1959 zog Uwe Johnson nach West-Berlin und debütierte im selben Jahr als Romanautor: „Mutmassungen über Jakob“ erschien im Suhrkamp Verlag und machte Johnson zu einem der wichtigen zeitgenössischen Autoren. – DLF Kultur

Read Full Post »

(Briefe) Klee sträubte sich auf verschiedenste Weise gegen (den) Zwang und aus seinen Ausflüchten ließe sich ein Kammerspiel zusammenstellen. Mal machte er die ausufernde Bauhausarbeit geltend, mal brachte er seine Linkshändigkeit ins Spiel. Vor allem aber argumentierte er mit der Ereignislosigkeit seines täglichen Lebens, die eine Berichterstattung überflüssig machen würde.

Auch den geschäftlichen Schriftverkehr erledigte Klee nur ungern. In einer Mischung aus Widerwillen und skrupulöser Genauigkeit schob er die Beantwortung von Anfragen oft lange vor sich her. Dann allerdings machte er sich das Schreiben nicht leicht. Erhaltene Entwürfe dokumentieren eine regelrechte Textarbeit, bei der er sorgfältig die Sätze baute und die Worte mit wiederholten Korrekturen auf ihren Gehalt hin abwägte. Letztendlich aber fühlte sich Klee durch Korrespondenz und jede Art schriftlicher Äußerung von seiner eigentlichen Arbeit abgehalten. – zwitscher-maschine.org/archive

Read Full Post »

Deutschlandfunk Kultur – Samstag, 14. November 2020 um 00:05 Uhr – Von Hermann Vinke

Am 14. November 1920, also vor einhundert Jahren, wurde die Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek in Bremen geboren. Sie entstammte einer Familie von Malern, Musikern und Keramikern, wuchs in Fischerhude auf und schloss sich 1941 in Berlin der Roten Kapelle an, einer der größten Widerstandsgruppen im Dritten Reich, die zugleich den größten Frauenanteil besaß. Wie Sophie Scholl von der Weißen Rose in München, entwarf und verteilte Cato Flugblätter, wurde zum Tode verurteilt und nach fast zehnmonatiger Haft am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Ihre Briefe aus der Haft, gelesen von Julia Jentsch, gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen einer politischen Gefangenen während der NS-Zeit.

Read Full Post »

 Ö1 – https://radiothek.orf.at/oe1/20200107/585322

Ungeheure, ausgestreckte Felder unter wolkigem Himmel‚, kündigte Vincent van Gogh seinem Bruder in einem seiner letzten Briefe an; Landschaften, die seine ‚ganze Traurigkeit und äußerste Einsamkeit‘ ausdrücken sollen. Gefühle, die er mit Worten nicht beschreiben konnte.

Read Full Post »

Older Posts »