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Posts Tagged ‘Symbole’

Ich möchte daran erinnern, daß das Ziel der Menschen, die sich in diesem Film auf ihre Reise in die Zone machen, ein Zimmer ist, in dem sich ihre geheimsten Wünsch erfüllen sollen. Und während sie nun auf dem Weg dorthin das seltsame Gelände der Zone durchqueren, erzählt der Stalker dem Schriftsteller und dem Gelehrten irgendwann einmal die tatsächlich geschehene oder legendäre Geschichte von Dikoobras, der an diesen Ort der Sehnsucht mit der Bitte kam, seinen Bruder, dessen Tod er verschuldet hatte, wieder ins Leben zurückkehren zu lassen. Als dann aber Dikoobras aus dem Zimmer zu sich nach Hause zurückkehrte, da wurde er dort nur unsäglich reich. Die Zone hatte ihm nämlich seinen wirklichen, geheimsten Wunsch erfüllt. Also nicht das, was er sich zu wünschen bemühte. Und da erhängte sich Dikoobras.

Andrej Tarkowskij – Die versiegelte Zeit – Ullstein (201)

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SWR2 Wissen / Aula

Ist Zeit das, was man auf der Uhr abliest? Oder ist Zeit die Dauer, die man fühlt? Oder die Zeiträume, die man erinnert? Warum vergeht Zeit manchmal schnell und weshalb kann sie so grausam langsam kriechen? Weshalb ist Zeit für Kinder eine Ewigkeit und scheint immer mehr zu rasen, einem durch die Finger zu gleiten, je älter man wird? Die Antwort lautet: Die Zeit gibt es nicht. Die Zeit hat die unterschiedlichsten Gesichter und die Auseinandersetzung mit ihr ist alles – nur kein akademisches Glasperlenspiel. Der Philosoph, Buchautor und Tänzer Marco Wehr geht dem Phänomen Zeit auf die Spur.

https://www.swr.de/swr2/wissen/was-ist-zeit-immer-noch-ein-raetsel-swr2-wissen-aula-2022-01-09-100.html

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Mit stärkstem Licht kann man die Welt auflösen.

Vor schwachen Augen wird sie fest, vor noch schwächeren bekommt sie Fäuste, vor noch schwächeren wird sie schamhaft und zerschmettert den, der sie anzuschauen wagt.

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Im letzten Kapitel ihres weltumspannenden Buches „Timefulness. How Thinking like a Geologist Can Help Save the World“ zitiert Marcia Bjornerud Gedanken und Vorschläge zur Überwindung der falschen Zeitvorstellungen, die uns in unserer Zeit – in der erdgeschichtlichen Phase des Anthropozän – beherrschen. Sie selbst folgt mit ihrem Buch der Idee, dass wir durch das Studium der Erdgeschichte Zeiträume betreten, die nur auf den ersten Blick scheinbar endlos sind.

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In dem Maße, wie unser wissenschaftliches Verständnis zugenommen hat, ist unsere Welt entmenschlicht worden. Der Mensch fühlt sich im Kosmos isoliert, weil er nicht mehr mit der Natur verbunden ist und seine emotionale «unbewusste Identität» mit natürlichen Erscheinungen verloren hat. Diese haben allmählich ihren symbolischen Gehalt eingebüsst. Der Donner ist nicht mehr die Stimme eines zornigen Gottes und der Blitz nicht mehr sein strafendes Wurfgeschoss. In keinem Fluss wohnt mehr ein Geist, kein Baum ist das Lebensprinzip eines Mannes, keine Schlange die Verkörperung der Weisheit, keine Gebirgshöhle die Wohnung eines grossen Dämons. Es sprechen keine Stimmen mehr aus Steinen, Pflanzen und Tieren zu den Menschen, und er selbst redet nicht mehr zu ihnen in dem Glauben, sie verständen ihn. Sein Kontakt mit der Natur ist verlorengegangen und damit auch die starke emotionale Energie, die diese symbolische Verbindung bewirkt hatte.

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„Eine Zange kann nur mit einer Zange gefertigt werden.“ Nach diesen Worten aus dem Talmud könnte also nur ein Engel ein zufriedenstellendes Erscheinungsbild von sich vortragen. Weil dies aber nie anders geschehen ist als in der Vorstellung von Nichtengeln über Engel, hat man sich Bilder von ihnen seit Jahrtausenden immer wieder selbst zurechtmachen müssen. Wer nun einmal ein wenig in die sogenannte Angelologie reinleuchtet, erfährt dort vor allem, dass Engel jedenfalls nicht das absolut Gute im Menschen personifizieren. Indessen neigen sie dazu, im äußersten Bild- und Filmkitsch unterzugehen. Ausschließen kann jedoch keiner, dass derart gefertigte Engel über ihre Machart nur ausgiebig lachen und höhnen können.

https://archive.org/details/eintausend-engel-ueber-all-arthus-c.-caspari-1999

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In den letzten rund 5.000 Jahren wurden die meisten Kulturen der Welt von Männern dominiert – man spricht vom ‚Zeitalter des Patriarchats‘ – und das hat zu Konkurrenz, Kontrolle, militärische Gewalt geführt – und die Hälfte der Menschheit – die Frauen – benachteiligt. Kein Wunder, dass gerade sie nach Alternativen suchen. In den letzten 50 Jahren entstand daraus die ‚Moderne Matriarchatsforschung‘. Geseko von Lüpke fragt in den Evangelischen Perspektiven, ob sich darin Antworten für die Zukunft finden.

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Anlässlich des 13. Österreichischen Zeitgeschichtetags (1. Virtueller Österreichischer Zeitgeschichtetag), der vom 16. bis 18. April 2020 unter dem Motto „Nach den Jubiläen“ vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck gänzlich online veranstaltet wurde, hielt Köhlmeier die (virtuelle) Eröffnungsrede.

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William Butler Yeats: Einmal schrieb ich in London auf einem Dinner, wo nur vertraute Freunde anwesend waren, auf ein Blatt Papier: „In fünf Minuten wird York Powell von einem brennenden Haus sprechen“, schob das Papier unter den Teller meines Nachbarn und stellte mir ein Feuersymbol vor und wartete schweigend. Powell brachte das Gespräch von einem Thema auf das andere, und innerhalb von fünf Minuten beschrieb er einen Brand, den er als junger Mann gesehen hatte.

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