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Posts Tagged ‘Gedicht’

Wenn du Glücklich bist

Schau tief in dein Herz

Und du wirst sehen

Was dich glücklich macht ist

Nichts anderes als das

Worum du getrauert hast

 

Wenn du traurig bist

Schau wieder in dein Herz

Und du wirst sehen

Was du beweinst

Ist einst Dein Glück gewesen

Khalil Gibran

firstlightinthemorning:

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Deine Mutter und deine Schwestern bringen

Zu deinem Stein Kränze von Blumen,

die sie gesammelt haben auf dem schlichten Blumenbeet,

das deine Wonne war.

Diesen Kränzen, welche die Sonne an einem Tag zum Welken bringt,

habe ich dieses Buch hinzugefügt,

welches, ich hoffe es, einen nächsten Tag haben wird.

So, scheint mir, setzen wir unsere Studien gemeinsam fort,

gestärkt, wie ich bin in meinem unerschütterlichen Glauben an

  das Erwachen im JENSEITS.

 

Jean-Henri Fabre – Erinnerungen eines Insektenforschers 1 – Matthes & Seitz Berlin. Seite 286. Anhang.

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Ich bin mir genug

Bin zwar Nichts
Unbedeutend im Sein
Aber ich bin
Ich
Bin mir genug
im Sein

© Otto Lenk

 

via: https://firstlightinthemorning.tumblr.com/post/648729202848317440/das-wunderbare

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Liu Zongyuan 柳宗元 (773–819)
Der alte Fischer 漁翁
漁翁夜傍西岩宿
曉汲清湘燃楚竹。
煙銷日出不見人
欸乃一聲山水緑
回看天際下中流
岩上無心雲相逐
Unter dem westlichen Felsen verbringt der alte Fischer die Nacht.
Am Morgen schöpft er das klare Wasser des Xiang,
Entfacht aus Bambushölzern ein Feuer.
Die Nebel lichten sich, die Sonne bricht durch,
Kein Mensch mehr zu sehen.
Plötzlich ein Platschen von Rudern
im Grün der Gewässer und Berge.
Von der Mitte des Stromes blickt er zum Rande des Himmels,
Über den Felsen jagen einander die Wolken,
Absichtlos.

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Heinrich Heine


"Sie liebten sich beide, doch keiner - 

Wollt' es dem andern gestehn; 

Sie sahen sich an so feindlich, 

Und wollten vor Liebe vergehn. 

Sie trennten sich endlich und sahn sich - 

Nur noch zuweilen im Traum; 

Sie waren längst gestorben, 

Und wussten es selber kaum". 

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John F. Kennedy war der erste amerikanische Präsident, der einen Dichter einlud, bei der Inauguration ein Gedicht zu sprechen. Der 86-jährige Robert Frost hatte ein Gedicht mit dem Titel Dedication geschrieben, kam aber über die ersten Zeilen nicht hinaus: loomings-jay.blogspot.com

                                                                                            Summoning artists to participate

In the august occasions of the state  …
Bei der Inauguration von Joe Biden trug Amanda Gorman ihr Gedicht The Hill We Climb vor, sie ist mit zweiundzwanzig Jahren die jüngste Dichterin bei einer solchen Zeremonie. Sie hatte ihr Gedicht noch nicht ganz fertig, als sie im Fernsehen die Ereignisse vom 6. Januar sah. Da schrieb sie ihr Gedicht zuende: And then on the Wednesday in which we saw the insurrection at the Capitol, that was the day that the poem really came to life. And I really put pedal to the metal. Und sie schrieb den Tag mit in ihr Gedicht hinein:
We’ve seen a force that would shatter our nation rather than share it,

Would destroy our country if it meant delaying democracy.
And this effort very nearly succeeded.
But while democracy can be periodically delayed,
It can never be permanently defeated.

In this truth, in this faith we trust.
For while we have our eyes on the future,
History has its eyes on us.
+

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Die Terrasse der Phönixe in Chin-Ling

 

Die Phönixe sind beim Spiel auf ihrer Terrasse.

Die Phönixe sind fort, der Fluß rinnt dahin, allein.

Blumen und Gras

Verdecken den dunklen Pfad

wo das Stammhaus der Wu stand.

Die bunten Tuche, die bunten Kappen von Chin

Liegen zuunterst in den alten Erdhaufen.

 

Die Drei Berge sinken unter den Himmelsrand,

Die Insel vom Weißen Reiher

trennt die Wasserläufe.

Die steilen Wolken verdecken nun die Sonne,

Ch`ang-an ist mir aus den Augen entschwunden

Und ich bin betrübt.

 

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Beim Abschied von einem Freunde

 

Blaue Berge im Norden der Wehr,

Weißer Fluß ringsum, der sie einfaßt;

Hier müssen wir auseinandergehen,

Von dannen ziehen, meilenweit durch totes Steppengras.

 

Sinn wie eine weite säumige Wolke

Abendrot wie der Abschied alter Bekannter,

Die sich von fernher verneigen über gefalteten Händen.

Unsere Pferde wiehern einander zu

als wir uns wenden.

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