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Posts Tagged ‘Gedicht’

Grausam unter stillen Sternen

würgt das Leben dich kaputt.

Heulst du? Laß dich nicht entkernen:

Lachen ist dein Menschengut.

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yama nite mo

ukaramu toki no

kakurega ya

miyako no uchi no

matsu no shita io

Wenn selbst in den Bergen

meine Betrübnis nicht weicht,

ist mein Schlupfwinkel

inmitten der Hauptstadt

die Klause unter der Kiefer

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Engel in der modernen Poesie – Gebrochene Flügel

Weihnachtsengel aus Gips oder Holz sind oft kitschig. Aus Sicht jener biblischen Autoren, die das Weihnachtsgeschehen in Worte zu fassen suchten, sind Engel eher verstörend und irritierend. Auch zeitgenössische Dichter sehen das so, wenn sie jene „Flatterwesen“ erkunden. – Von Burkhard Reinartz | 25.12.2021

Der Engel in dir
freut sich über dein
Licht
weint über deine Finsternis

aus seinen Flügeln rauschen
Liebesworte
Gedichte Liebkosungen
Er bewacht deinen Weg

Lenk deinen Schritt
engelwärts

Rose Ausländer

deutschlandfunk.de/gebrochene-fluegel

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Ich starb als Stein und sprosst’ als Pflanze auf
Ich starb als Pflanze und ward Tier darauf
Ich starb als Tier und bin zum Mensch geworden
Was grauet mir, hab’ durch den Tod ich je verloren?

Als Menschen rafft er mich von dieser Erde
Dass ich des Engels Fittich tragen werde

Als Engel noch ist meines Bleibens nicht
Denn ewig bleibt nur Gottes Angesicht

Dort trägt mein Flug mich noch weit über Engelshort
Zu unermesslich hohem Ort
Dann ruf’ zu nichts mich, denn in mir klingt’s wie Harfenlieder
Dass zu Ihm wir kehren wieder

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Dichtung von Joachim Ringelnatz / Rezitation: Otto Sander / Anmerkung: Wenn ich die Gesichter rings studiere, Frage ich mich oft verzagt: Wieviel Menschen gibt’s und wieviel Tiefe? (J. Ringelnatz)

Es gehen Menschen vor mir hin Und gehen mir vorbei, und keiner Davon ist so, wie ich es bin. Es blickt ein jedes so nach seiner Gegebenen Art in seine Welt. Wer hat die Menschen so entstellt?? Ich sehe sie getrieben treiben. Warum sie wohl nie stehenbleiben, Zu sehen, was nach ihnen sieht? Warum der Mensch vorm Menschen flieht? Und eine weiße Weite Schnee Verdreckt sich unter ihren Füßen.

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Dichtung von Dichtung von Johann Ludwig Tieck / Rezitation: Reiner Unglaub / Anmerkung: Und keiner wird zur Demut aufwärts schweben, Der nicht zuvor um seinen Stolz gewußt. (L.Tieck) / Rezitation: Reiner Unglaub / Anmerkung: Und keiner wird zur Demut aufwärts schweben, Der nicht zuvor um seinen Stolz gewußt. (L. Tieck)

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Dichtung von Paul Verlaine, französischer Lyriker, hatte enge Verbindung zum Bohème-Milieu, vagabundierte mit A. Rimbaud 1871-73 durch Nordfrankreich, England und Belgien / Rezitation: Fritz Stavenhagen /

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Wenn meine Eltern hier wären,

oder … hätt` ich eine Frau,

wie wäre es leicht,

dies zu ertragen!

Doch ich bin allein

im verstaubten Raum,

auf verschlissener Matratze.

An Hiob denk ich

aus dem Alten Testament

und so … kann ich

die nagende Pein ertragen.

Ich bin dankbar dafür.

Die Leute draußen, die denken:

Ja, wenn wir krank werden,

unser Erspartes verlieren,

wenn unsere Arbeit davon schwimmt.

Immer ein „Wenn“.

Darum haben sie Angst

vor der Zukunft.

Aber für mich …

Selbst wenn ich krank werde,

nichts von früher erspart hab`,

auch nicht weiß, womit

ich was verdienen soll …

selbst wenn ich nichts

zu essen habe und wenn ich

verhungern soll …

Daran ist nichts Besonderes.

Ich bin dankbar dafür.

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