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Archive for the ‘GEIST’ Category

„Orders of Time and Motion – The Shots of Sátántangó“ by Kevin B. Lee A new video essay explores the images on screen in Bela Tarr’s epic film.

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Meister Min-wang baute ein Kloster für Lo-Shan und bat ihn, in der Vortragshalle die Eröffnungsrede zu halten. Als Leiter des Klosters setzte sich Lo-Shan auf seinen Sitz, sprach aber kein Wort außer: “Lebt wohl”, und zog sich auf sein Zimmer zurück. Meister Min-wang folgte ihm und sagte: “Selbst Buddha kann keine andere Lehre erteilt haben als die Eurige heute”. Lo-Shan erwiderte: “Ich dachte, die Lehre sei euch fremd, jetzt aber entdecke ich, dass euch Zen nicht unbekannt ist”. – (via Shunryu Suzuki)

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Heinrich Heine zählt zu den bedeutendsten Dichtern Deutschlands. Geboren wurde er 1797 in Düsseldorf. Mit seiner typischen Melange aus Witz, Satire, Ironie und bitterstem Ernst griff Heine in die literarischen und politischen Kämpfe seiner Zeit ein. – Von Astrid Nettling

Wer kennt nicht das Lied von der „Loreley“? Gesungen wurde es als einfaches Volkslied, geschrieben hat es einer der bedeutendsten Dichter Deutschlands: Heinrich Heine. 1797 als Harry Heine in Düsseldorf zur Welt gekommen, erhält er 1825 den Namen Heinrich, als er nach seinem Jurastudium aus beruflichen Gründen als Jude gezwungen ist, sich taufen zu lassen. Schon früh ist sein Judesein für ihn mit der Erfahrung von Schmerz verbunden, aber ebenso früh erwacht sein rebellischer Geist. Sei es in seinen Liebesgedichten, den „Reisebildern“ und journalistisch-politischen Texten, sei es in seinem Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“, seinen späten „Zeitgedichten“ oder dem letzten Gedichtzyklus „Romanzero“, den der Todkranke in seiner „Matratzengruft“ in Paris verfasst.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-heinrich-heine-aus-meinen-grossen-schmerzen-100.html

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„Denn welche Speise der Mensch in dieser Welt isst, die isst ihn in jener Welt wieder.“

Elias Canetti – Die Umkehrung

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War ein Meister (701-762) in der Gestaltung einer heiteren carpe diem-Stimmung und schon zu Lebzeiten ein berühmter Dichter. Von ihm heißt es, er sei über Bord gefallen und ertrunken, weil er in weinseligem Zustand das Spiegelbild des Mondes im Wasser zu fassen versuchte. Der Titel des folgenden Gedichtes lautet: „Vor uns ein Becher Wein

„… Da sind die Blüten, von Wirbelgewalt entführt, zu Boden gegangen,

mein schönes Mädchen ist trunken bald mit ihren geröteten Wangen.

Am blauen Gaden der Pfirsichbaum, weiß du, wie lange er blüht?

Ein zitterndes Leuchten ist es, ein Traum, er täuscht uns nur und entflieht.

Komm auf zum Tanz! Die Sonne verglüht!

Wer nie voll drängenden Lebens war und toll in jungen Tagen,

der wird, vergebens, wenn erst das Haar weiß ist, seufzen und klagen.“

via: Gudula Linck „Leib und Körper“ Peter Lang Verlag 2001

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Shushani irritiert jeden. Er taucht unerwartet in irgendeiner Stadt oder irgendeinem Land auf und verschwindet genauso überraschend wieder. Er wirkt gleichermaßen abstoßend und anziehend. Er präsentiert sich die meiste Zeit wie ein Penner, schmutzig, ungekämmt und schlecht gekleidet (ist aber aus irgendeinem Grund von Schuhen und von Hygiene besessen, öffnet Türen nur mit dem Ellenbogen und rastet aus, wenn jemand sein Essen berührt). 

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Elias Canetti

So allein sein, dass man keinen mehr übersieht, keinen, nichts.

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Die Vorstellung vom ewigen Leben hat nichts mit einer Sehnsucht nach Leben zu tun. Die Wahrheit ist, dass es tatsächlich keinen Tod gibt.

Wie aber kann es keinen Tod geben? Weil tatsächlich nur eine einzige Energie existiert, eine einzige allumfassende motivierende Kraft, die die Wurzel aller unserer Aktivitäten ist. Die Große Leere, der allem Leben gemeine Urgrund, ist bereits da, und unaufhörlich entsteht Leben in ihm. Wie könnte es also so etwas wie Leben und Tod geben?

Weil wir jedoch ein so starkes Begehren nach den Dingen verspüren, gehen wir in die Irre und beginnen, Leben und Tod zu trennen. Könnten wir sie aus diesem Raum der Stille und Ruhe betrachten, würden wir erkennen, dass es nie irgendein Leben oder irgendeinen Tod gegeben hat. Alles was existiert, ist diese eine kreisende, fließende Energie“.

(aus: „Cantong Qi – Das Qi der Unsterblichkeit“).

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Eine Lange Nacht über Rainer Maria Rilke – Von Burkhard Reinartz

Deutschlandradio Kultur – (Ursendung) https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-rainer-maria-rilke-jedes-wort-ist-eine-frage-100.html

Rainer Maria Rilke (1875-1926) ist einer der weltweit bekannten und viel gelesenen deutschsprachigen Schriftsteller. Doch wer kennt ihn wirklich? Stimmt das gängige Klischee vom pathetischen Dichter mit hohem Ton? Rilke ist ein Grenzauflöser, der die Wahrnehmungsmuster der westlichen Kultur auf den Kopf stellen will und dabei ein Werk von ergreifender Schönheit und erschütternder Wucht geschaffen hat. Leben und Tod, Innen und Außen, Angst, Verzweiflung und Mut verbinden sich bei ihm zur „vollen Sphäre der Kugel des Seins“.

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