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Posts Tagged ‘Qi’

Riten des Gewahrseins

In den letzten Jahren ist viel chinesisches Wissen in den Westen gelangt und auf großes Interesse gestoßen. Dies gilt vor allem für die chinesische Medizin und für Körpertechniken wie Qigong und Taiji, wie man an der Zahl der Bücher ablesen kann, die zu diesem Thema erschienen sind. Die Struktur des Denkens, das der chinesischen Medizin wie auch dem Qigong und dem Taiji zugrundeliegt, wird allerdings noch zuwenig verstanden. Die Komplexität dieses Wissens einerseits und die fremde kulturelle Ausformung andererseits erschweren den Blick auf das Wesentliche.

Prägend für die chinesische Auffassung des Körpers ist der Begriff Qi. Qi wird oft als Lebensenergie übersetzt, bedeutet aber auch Atem, Dunst, Gas, Hauch, Atmosphäre, Geist, Einfluß, Gefühl, Wesen. Man sieht, daß es eigentlich unmöglich ist, einen adäquaten Begriff im Deutschen zu finden, der die Fülle dieser Bedeutungen abzudecken imstande ist. Der Begriff Qi bezieht sich aber nicht nur auf den Menschen oder auf körperliches Geschehen. Das Qi stellt eine kosmogonische Kraft dar, aus der alles Seiende entstanden ist…,..

https://schuledesrades.org/palme/docs/arpad/?Q=3/5/69/1

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In der Video Serie „Das 1×1 des Qigong“ stelle ich wichtige Grundlagen bezüglich Indikationen, Wirkungen, Anwendungsgebiete etc. der Qigong Übungspraxis vor und erkläre aus meinem über 30-jährigen Erfahrungsschatz wie sich die taoistischen Klassiker in die Übepraxis integrieren lassen. In dieser Folge geht es um einen bedeutenden Lehrsatz der taoistischen Klassiker: „Der Geist lenkt das Qi und das Qi lenkt den Körper.“ Hierzu gibt es verschiedene Betrachtungsweisen. Über die gängige Erläuterung hinaus stelle ich meine Erfahrung und deren Anwendung ins Qigong vor.

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Qi Wecken: Ihr Körper sollte nun so entspannt wie möglich sein. Die ersten sechs Arm- und Beinbewegungen dienen dazu, die Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Gelenke zu richten und diese bewusst zu öffnen und zu entspannen. Dazu gehören die Hüftgelenke, Knie, Fußknöchel, Schultergelenke, Ellbogen und Handgelenke. Wenn Sie die Bewegungen nacheinander ausführen, werden diese Gelenke eines nach dem anderen gelockert und entspannt. (23)

Während Sie still dastehen, sollten sie versuchen, geistig zur Ruhe zu kommen und sich völlig auf Ihre Bewegungen zu konzentrieren. Der erste Schritt der mentalen Vorbereitung besteht darin, das Qi in das Dantian sinken zu lassen.

Die Anwendung in der Kampfkunst – Application 1

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Über die Wichtigkeit von Congee oder Zhou als diätetisches Gericht haben wir schon geschrieben, und auch zwei Rezepte gepostet (hier und hier). Hier ist eine traditionelle Beilage dazu: Jiang luobo 酱萝卜 – Eingelegter Rettich.
Rettich ist ein wichtiges diätetisches Nahrungsmittel. Er unterstützt die Funktion der Lungen, wirkt befeuchtend (shengjin 生津), weitet die Mitte und stärkt die Funktion der Milz, wirkt Stagnationen im Verdauungstrakt entgegen, transformiert Schleim, und leitet innere Hitze aus. Wirkungen auf das Qi, die jeder von uns brauchen kann. essen-und-trinken.de und:

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PSC (propagated sensation along channels) bedeutet das Phänomen der Deqi-Ausbreitung entlang einer Leitbahn. Dieses Leitbahnphänomen wird auch beim Autogenen Training  oder bei den Chinesischen Atem- und Konzentrationsübungen des Qigong.

PSC zeigt eine große Affinität zu erkrankten Organen. Die Nadelung etwa von asthmawirksamen Punkten sollte bewirken, dass sich das Deqi-Gefühl (PSC) zu den Bronchien hin ausbreitet. Wenn das der Fall ist, ist mit einem guten Resultat zu rechnen. (A. Meng, 29/30)

 

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Ein Zitat (hier allgemein über Qigong) über die Zehn Meditationen auf dem Berge Wu Dang: „Wenn das Qi frei und üppig kreist, dann werden im Schnee die Blumen blühen.“

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 „In einem Buch des Elixiers heißt es: »Die Henne vermag ihre Eier auszubrüten, weil ihr Herz unentwegt hinhorcht.« Das ist das ganze Geheimnis. Das warme Chi ist die Ursache des Ausbrütens. Wärme allein vermag kein Ei auszubrüten; es braucht Chi dazu, das die Wärme in die Schale eindringen läßt. Der Geist der Henne vermag der Lebenskraft Eingang zu verschaffen. Das eben ist ihr »Hinhorchen«, die Konzentration ihres Geistes. Wo der Geist ist, da ist auch Chi. Die Henne mag wohl zuweilen ihre Eier verlassen, aber ihre Aufmerksamkeit bleibt immer wach dabei.
Wo der Geist wohnt, gibt es keine, auch nicht die geringste Unterbrechung. (…) Der Geist neigt leicht zum Vagabundieren, aber man kann ihn klären (d.h. einen, konzentrieren) durch Chi (Atemkraft). Chi wird leicht grob; daher muß man es durch den Geist verfeinern. Befolgt man dies, kann es nicht ausbleiben, daß der Geist sich konzentriert.“
Hrsg. Mokusen Miyuki: „Die Erfahrung der Goldenen Blüte“, O.W. Barth.
via: http://www.kirtimichel-traumwelten.de/id368.htm

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Baopuzi schrieb im 4 Jahrhundert:

 „Der Mensch lebt inmitten von qi, und qi erfüllt den Menschen. Von Himmel und Erde bis zu den Zehntausend Wesen, alles bedarf des qi, um zu leben. Wer das qi zu führen weiß, nährt im Innern seinen Körper und wehrt nach außen hin schädigende Einflüsse ab“:

 

Qi stellt – wie yinyang und die Fünf Wandlungsphasen – ein zentrales Konzept chinesischen Denkens und der traditionellen Medizin Chinas dar. Es beschreibt sehr komplexe und verschiedenartige Vorgänge menschlichen Lebens. Es ist ein ganzheitliches Konzept, das duale Denkmuster von Psyche und Soma transzendiert… – Ein paar Assoziationen lasse ich an dieser Stelle weg, um gleich zu folgendem Punkt zu kommen. Der Mensch wird mit einer bestimmten Menge qi, dem yuanqi, geboren, dem vorgeburtlichen qi. Dieses qi muss laufend ergänzt werden, durch die Atmung und die Aufnahme von Nahrung. Die Vereinigung dieser beiden qi formt das nachgeburtliche qi, houtian zhi qi. Hierdurch ist das Leben und die Abwehr übelwollender Einflüsse gewährleistet. Schlechte oder fehlerhafte Nahrung, falsches Atmen etc. führen zu einem schwachen Abwehrqi und Krankheit ist die Folge.

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Aus einem wahrscheinlich schon historischen und kaum mehr (?) erhältlichen Artikel (Leseblätter, Fernleihe, lang ist`s her) hier Auszüge aus dem Artikel von Josephine Zöller unter dem Titel: „Prophylaxe, Therapie, Uralte Chinesische Weisheit„.

Qi als Naturkraft, im Makro- wie im Mikrokosmos. Ohne Qi kein Leben. Qi scheint offenbar mit keiner der bisher erforschten Naturkräfte identisch, wie z.B. der Elektrizität. der Europäer fühlt sich bemüßigt zu fragen: Was ist Qi? – Dem Chinesen hat sich diese Frage nie gestellt. Man hat dort die Erfahrung gemacht, dass das Qi existiert. –  Man kann nicht sagen, es sei Gas, es sei Luft, es sei der Atem, auch nicht, dass es unsere Seele sei. Aber mit all diesem hat es zu tun.

In der japanischen Sprache heisst es Ki, im Indischen ist es das Prana, im Altgriechischen könnte das Wort, der Begriff Pneuma dem, was die Chinesen mit Qi meinen, eng verbunden sein. Qi  ist auch dem altdeutschen Od nahe, Kleinod oder in Odem. Mit Odem schließt sich auch der Kreis zum Atem. So wie im Kosmos alles in pulsierender Bewegung ist, Energie und Masse, Nichts und Etwas, Polarität zwischen dem, was wir mit Plus und Minus bezeichnen, so ist auch der Atem – mit ihm das Qi – eine Bewegung zwischen Ein und Aus, Auf und Ab. Qi ist im ständigen Fließen.

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