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Posts Tagged ‘Gudula Linck’

 

Buddha Natur

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War ein Meister in der Gestaltung einer heiteren carpe diem-Stimmung und schon zu Lebzeiten ein berühmter Dichter. Von ihm heißt es, er sei über Bord gefallen und ertrunken, weil er in weinseligem Zustand das Spiegelbild des Mondes im Wasser zu fassen versuchte.

Der Titel des folgenden Gedichtes lautet: „Vor uns ein Becher Wein“ (Qian you zunjiu):

„… Da sind die Blüten, von Wirbelgewalt entführt, zu Boden gegangen,

mein schönes Mädchen ist trunken bald mit ihren geröteten Wangen.

Am blauen Gaden der Pfirsichbaum, weiß du, wie lange er blüht?

Ein zitterndes Leuchten ist es, ein Traum, er täuscht uns nur und entflieht.

Komm auf zum Tanz! Die Sonne verglüht!

Wer nie voll drängenden Lebens war und toll in jungen Tagen,

der wird, vergebens, wenn erst das Haar weiß ist, seufzen und klagen.“

via: Gudula Linck „Leib und Körper“ Peter Lang Verlag 2001

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Leib und/oder Körper

Der Körper (lat. corpus) – das ist das solide. „das sicht- und tastbare Ding“, das ich als Objekt an anderen wahrnehme, aber auch an mir selber, wenn ich z.B. an mir herunterschaue. Im Grunde existiert der tast- und sichtbare Körper auch dann noch, wenn Leben schon daraus entwichen ist: corpus: der Leichnam…

Der Leib hingegen hat etymologisch mit „Leben“ zu tun und passt als Begriff wunderbar auf das, was jedes lebendige Wesen an sich und von sich spürt, ohne die fünf Sinne, insbesondere Augen und Hände, zu Hilfe zu nehmen: leibliche Regungen, die nur vage zu lokalisieren sind, wie das Herzklopfen vor Freude und die Examensangst in der Magengrube; oder auch ganzheitliches Spüren von Frische und Mattigkeit; Atmosphärisches wie die Stille der Nacht, die Weite der Ostsee, die freundlich-heiteren Anwandlungen eines Sommernachmittages, die gedrückte Stimmung einer Trauergesellschaft, der feierliche Ernst in einer Kirche…

aus: Gudula Linck: Leib und Körper. Peter Lang Verlag 2001 – ISBN 3-631-34035-4

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