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Posts Tagged ‘Leere’

Das zen-buddhistische Nichts hat einen Charakterzug, den wir gewöhnlich Herz nennen. Dieser Begriff Herz lässt sich mit Leere oder unendlichem Raum nicht erschöpfend vergleichen. Außer den Menschen, so heißt es, haben auch die höher entwickelten Tierarten ein Herz, und selbst bei den niederen Lebewesen ist der Keim eines Herzens zu erkennen. Die Leere dagegen besitzt gar kein Herz und auch nichts, was in irgendeiner Weise Leben genannt werden könnte, während selbst noch der Mikrobe Leben eigen ist.

(Seite 39 in „die fülle des nichts“ von Hoseki Shinichi Hisamatsu. Verlag Günther Neske.)

Von Herz zu Herz kennzeichnet das Wesen des Zen, und es bedarf dabei keiner schriftlichen Erläuterung.

 I shin den shin (Jap.) bedeutet „von Herz zu Herz“

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Da das zen-buddhistische Nichts in mancher Hinsicht der Leere oder dem leeren unendlichen Raum sehr ähnlich ist, wird es oft durch einen Vergleich mit den Eigenschaften der Leere erklärt. Im Grunde kann es aber der Leere nicht gleichgesetzt werden, weil dabei ein wesentliches Merkmal unberücksichtigt bleibt, nämlich die Herz-Natur des Nichts.

(Seite 39 in „die fülle des nichts“ von Hoseki Shinichi Hisamatsu. Verlag Günther Neske.)

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Tao liegt in der Leere. Die Leere ist das Fasten des Geistes.

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via John Blofeld (266/267) …

Nach einiger Zeit dehnt sich die Perle aus, bis sie keine Perle mehr ist, sondern ein
Strahlenkranz, in dessen Mitte eine wunderschöne Frau steht, in glänzendes Weiß gehüllt und mit den Füßen auf einem Lotus stehend, der auf den Wellen schwimmt.

Wenn du sehr ruhig bleibst … wird sie vielleicht nach ihrem eigenen Belieben für eine, wie es dir erscheint, lange Zeit bleiben.

Dann wird sich ihre Gestalt zusammenziehen und schließlich zusammen mit Himmel und Meer verschwinden.

Alles, was dann bleibt, ist herrlicher, strahlender Raum, der sich nach allen Seiten ohne Ende erstreckt.

Diese Vision von Raum wird lange bestehen bleiben, wenn du einen so selbstvergessenen Zustand erlangt hast, als wärst du mit ihm in Subjekt-Objekt-loser Einheit vereint. An diesem Punkt sollte es keinen Gedanken wie „ich schaue den Raum“ geben – da ist nur Raum, kein Ich.

Selbstheilung durch die Kraft der Stille. O.W. Barth Verlag 1983. Das Yoga des Mitgefühls: Kuan Yin

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Jeder Mensch ist ein Wanderer, ein Vorüber-Gehender zwischen Geburt und Tod: das zeitlose Bild des Wanderes oder Pilgers zwischen Diesseits und Jenseits. Trotz aller bisweilen auftretenden „Irrwege“ enthüllt sich seine Lebensweise als eine progressiv fortschreitende Spirale der persönlichen und spirituellen Erfahrung, wenn – ja wenn er wirklich geht … Dann schiebt sich ein veborgener Pfad unter seine Füße. Im Schreiten, Schritt für Schritt wandelt sich der Pilger, wandelt sich sein Leben. 

i Ging – Eugen Diederichs Verlag – ISBN 3-424-01248-3, Bd.2

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Das Nichts ist abstrakt. Es ist das Gegen­teil des Seins. Gewis­ser­ma­ßen ein Nicht­sein. Denkt man das Nichts jedoch als Leere, so impli­ziert dies ebenso eine Präsenz, die zwar abwe­send ist oder versteckt bleibt, bereits gewe­sen ist oder noch erwar­tet wird, in jedem Fall jedoch ist.

Das Nichts ist also mitnich­ten nichts. Und wenn Alberto Giaco­metti und Bruce Nauman sich in ihren Werken mit dem Phäno­men des Nichts befas­sen, ist dies immer auch zu verste­hen als eine Ausein­an­der­set­zung mit dem Körper, der sich zu diesem Nichts verhält, mit dem Raum, der es umfasst sowie mit den subjek­ti­ven, körper­lich-sinn­li­chen Erfah­rungs­wei­sen, die letzt­lich auf die Bedin­gun­gen der mensch­li­chen Exis­tenz zurück­füh­ren.

http://www.schirn.de/magazin/kontext/giacometti_nauman/alberto_giacometti_bruce_nauman_die_leere/

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Die Vorstellung vom ewigen Leben hat nichts mit einer Sehnsucht nach Leben zu tun. Die Wahrheit ist, dass es tatsächlich keinen Tod gibt.

Wie aber kann es keinen Tod geben? Weil tatsächlich nur eine einzige Energie existiert, eine einzige allumfassende motivierende Kraft, die die Wurzel aller unserer Aktivitäten ist. Die Große Leere, der allem Leben gemeine Urgrund, ist bereits da, und unaufhörlich entsteht Leben in ihm. Wie könnte es also so etwas wie Leben und Tod geben?

Weil wir jedoch ein so starkes Begehren nach den Dingen verspüren, gehen wir in die Irre und beginnen, Leben und Tod zu trennen. Könnten wir sie aus diesem Raum der Stille und Ruhe betrachten, würden wir erkennen, dass es nie irgendein Leben oder irgendeinen Tod gegeben hat. Alles was existiert, ist diese eine kreisende, fließende Energie“.

(aus: „Cantong Qi – Das Qi der Unsterblichkeit“).

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„Und diese Leere in seinem Leben, die man sich vorstellen muß, die man sich vorstellt und die einem zum Schreien weh tut.“ –

(vgl. Stuart Mill:“Es ist besser, ein unbefriedigter Sokrates zu sein als ein befriedigtes Schwein.“

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nootheater

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