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Archive for the ‘GEIST’ Category

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Aus Gregorianischem Gesang und mittelalterlicher Schule hat der estnische Komponist Arvo Pärt seine ganz eigene Musiksprache entwickelt. Im „Tintinnabuli“-Stil reduziert er das Klangmaterial aufs absolut Nötige und erschafft so eine ganz neue Form von musikalischer Einfachheit und Schönheit.

Ausgangspunkt seines Schaffens aber war die musikalische Avantgarde. Pärt schrieb z.B. auch die erste estnische Zwölftonmusik. Den früheren Sowjet-Funktionären galt er als zu modern und zu religiös. Zum 90. Geburtstag streifen „Kaisers Klänge“ durch den magisch schönen Klangkosmos von Arvo Pärt.

#https://www.hr2.de/programm/klassik-oper/kaisers-klaenge–sendungstitel,epg-kaisers-klaenge-830.html

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Das Herzsutra ist einer der wichtigsten Texte des Mahayana Buddhismus. Er wird von allen Schulen rezitiert vom Zen bis hin zu den esoterischen Schulen. Die zentrale Botschaft ist, dass es möglich ist, in die völlige Freiheit des Geistes und die Freiheit vom Leiden zu gelangen. Eines von vielen Beispielen aus einem Zentempel in Japan: http://drachengesang.com/maka-hannya-shin-gyo/

Das Mantra, das am Ende des Sutra in Sanskrit mit japanischer Aussprache zitiert wird:

Gegangen, gegangen, hinübergegangen,
vollends hinübergegangen,
Erwachen – leuchte auf!

japanische Aussprache:

GYA TEI GYA TEI HA RA GYA
TEI HA RA SŌ GYA TEI
BO JI SO WA KA

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Holger Kalweit: Während der Jenseitsodyssee kommt es in allen Kulturen auf die gleichen Verhaltensweisen des Heroen, des Schamanen oder des vorübergehenden Besuchers an: Der Reisende darf sich nicht von den monströsen Kreaturen und Naturgefahren einschüchtern lassen, sonst verschlingen ihn die Angreifer, und er wird Opfer seiner selbsterschaffenen Projektionen. Das beste Mittel zur Gegenwehr ist eine gelassene Aufmerksamkeit, die sich nicht von Angstgefühlen forttragen läßt. Diese Art der Aufmerksamkeit ist typisch für die Meditation des Zen-Mönchs.

Traumzeit und innerer Raum, Die Welt der Schamanen

https://www.zvab.com/buch-suchen/titel/die-welt-der-schamanen/autor/holger-kalweit/buch/

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Deutschlandradio Kultur – (Ursendung)

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-masken-das-zweite-gesicht-100.html

Masken haben den Menschen auf verschiedene Weise schon immer fasziniert, denn sie können einerseits etwas verbergen und zugleich auf etwas Unbekanntes hinweisen. So erscheinen in nahezu allen traditionellen Kulturen Masken als Botschafter zur Welt der Ahnen. Auch die Theatermaske hatte ursprünglich kultische Bedeutung – verlassen hat sie die Bühne nie, ob in der Comedia del’Arte, bei Bertold Brecht oder im japanischen No-Theater. Ohne Masken ist auch kein Fasching oder Karneval denkbar, denn der Alltagsmensch will für ein paar verrückte Tage ein ganz Anderer sein. Außenseiter und Randgruppen wiederum verbergen ihre wahre Identität oft hinter einer gesellschaftlich akzeptierten Maske, einer angepassten Identität, die ihnen Konformität verspricht. Masken können aber auch Schutz vor Krankheiten bieten – ob zur Zeit der großen Pestepidemien oder zuletzt während Corona. Diese Lange Nacht ist eine Reise durch die vielen Welten der Masken. Mit Besuchen in ethnologischen Museen, bei Maskenbauern, Performern, Fetisch-Liebhabern und Ausgestoßenen.

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Die Vorstellung, die sich ein Mensch oder ein Volk vom Leben macht, lässt sich immer aus deren Vorstellung vom Jenseits ablesen. Der dümmste Pessimist wird sich ein Paradies, ein ewiges Glück, eine ewige Seligkeit (lies Plattitüde) erfinden; so machten es die Griechen, so machten es die Christen. – Ein intelligenter Pessimist denkt hinsichtlich des Jenseits an das Nichts, so Buddha, so Schopenhauer. –

Welche Einstellung wird nun ein tief nachdenkender Mensch hinsichtlich aller dieser Fragen haben? Es wird natürlich eine Einstellung jenseits aller Einstellungen sein, sie wird damit anfangen, gar keine Einstellung zu sein. Abstrakt, solitär und ewig in der Sicherheit und der Freude, die er empfindet, weil er das Weltall anders sieht, immer auf der Suche nach neuem Glück und neuen Wunderlichkeiten, ist für ihn die Frage, ob das Leben gut oder böse, gewiss die letzte aller Ideen, denn wenn das Leben in die Tiefe geht, hört es auf, gut oder böse zu sein.

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https://www.deutschlandfunk.de/arvo-paert-wird-90-gespraech-mit-der-theologin-dorothee-bauer-uni-wien-100.html

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Die Offenbarung spielt immer die Hauptrolle. Ein Gemälde offenbart sich uns, ohne dass wir etwas sehen, sogar, ohne dass wir an etwas denken, aber es kann auch vorkommen, dass der Anblick von etwas uns ein Gemälde enthüllt, aber in diesem Fall wird das Gemälde keine getreue Wiedergabe dessen sein, was seine Offenbarung bewirkt hat. Sondern es wird ihm von ungefähr ähnlich sehen wie das Gesicht eines Menschen, den man im Traum sieht, und derselbe Mensch in Wirklichkeit einander ähnlich sehen.

Das Geheimnis der Arkade

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Ein Misanthrop in der Postapokalypse: der Protagonist in „Schwarze Spiegel“ ist froh, als letzter Mensch durch die Ruinen Europas zu wandern – jedenfalls will er uns das glauben machen. Arno Schmidts Prosa ist unverwechselbar! Er mischt kurze Erlebnis- und Bewusstseinssplitter mit romantischen Naturbeschreibungen.

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