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Posts Tagged ‘Arno Schmidt’

Vorm Bücherregal. Ich griff eins heraus, dessen Farbe mir leidlich ins Gesicht fiel; dunkelgrüner Lederrücken mit hellgrünem Schildchen : ‹J. A. E. Schmidt, Handwörterbuch der Französischen Sprache. 1855›. Ich schlug aufs geratewohl auf, Seite 33 : ‹Auget = Leitrinne, in welcher die Zündwurst liegt› – ich kniff mich in den Oberschenkel, um mich meiner Existenz zu vergewissern : Zündwurst ? ? ! ! (und dieses ‹auget› würde ich nun nie mehr in meinem Leben vergessen; ein gußeisernes Gedächtnis ist eine Strafe !). –

Sommermeteor, in: Trommler beim Zaren, 1966

https://weheklag.wordpress.com/2021/03/05/gusseisernesgedaechtnis/

https://www.arno-schmidt-stiftung.de/eba/search?title=Sommermeteor.&q=gu%C3%9Feisernes%20Ged%C3%A4chtnis

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Ein (eigentlich) unlesbares Werk. Gleichwohl ein Klassiker der Moderne. Unterhaltsam und lustvoll aufbereitet von Martin Reik (Schauspieler am neuen theater Halle) und Alexander Suckel (Literaturhaus Halle).

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Corona hat schon besser ausgesehen als in seiner 2019er Erscheinung. 1814 war es eine charismatische Zauberin, das ist: Hexe, protagonistisch tätig in: Corona. Ein Rittergedicht in drei Büchern. Von Friedrich Baron de la Motte Fouqué. Stuttgart und Tübingen, in der J. W. Cotta’schen Buchhandlung, 1814. Und kaum hat Arno Schmidt kein Radioprogramm darüber ausformuliert, das es heute als CD — es ist nie ein Streaming — zu erwerben gibt, schon weiß man nichts mehr davon. – Von Doctor Fausti Weheklag und Höllenfahrt

weheklag.wordpress.com

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Aus dem Leben eines Fauns, 1952/53 entstanden, schildert das Leben des kleinen Beamten Düring in der Lüneburger Heide während der NS-Zeit. Der Wind, der Mond, die Heidelandschaft, die Romantiker bilden eine Gegenwelt, die vom Nationalsozialismus nicht erfasst werden kann.

In dem 1951 entstandenen Prosatext Brand’s Haide kehrt der Soldat Schmidt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. In Blakenhof, in der Lüneburger Heide, versucht er, sein Leben neu einzurichten.

 Bayern 2 Hörspielpool

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Wuchtig, in gedrängter Vierzeil‘ singe ich vom Cinnamone …

Wir erleben einen ganz ungewohnt aufgeräumten Arno Schmidt in Kalauerlaune. Aus der Reihe: So sinnenfroh konnte der alte missmutige Zausel, nein: Dichterfürst also auch.

Laut den Anmerkungen der Bargfelder Ausgabe konnte bis zur Auflage von 1992 „über Anlaß und Entstehung des von den Herausgebern so genannten ‹Zimtfragments› […] nichts in Erfahrung gebracht werden.“ Als Textgrundlage konnte nur das Manuskript dienen, das vermutlich mit Schmidts restlichem Nachlass im Stiftungsarchiv zu Bargfeld aufbewahrt wird. – weheklag

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Zur Zeit der Antike zieht eine geographische Expedition vom Mittelmeer Richtung Süden. Sie vermessen die Welt. Doch Philostratos, ihr Anführer, hadert mit seiner Rolle. Er fühlt sich verkannt von einer Welt, regiert durch Gier und Neid. Einzig die Bücher sind sein Trost. Da verheißt ihm der Bericht eines geheimnisvollen Beduinen die Existenz der menschenleeren Silberstadt. Die muss er finden …

Die Produktion basiert auf der Theatervorstellung Enthymesis (2014) – Schauspieler: Richard Gonlag

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Arno Schmidt: Vorspiel, Darmstadt i. d. Barbarei, 20. 9. 1958:

Müde vom Durchwandern öder Letternwüsten, voll leerer Hirngeburten, in anmaaßendsten Wortnebeln; überdrüssig ästhetischer Süßler wie grammatischer Wässerer; entschloß ich mich : Alles, was je schrieb, in Liebe und Haß, als immerfort mitlebend zu behandeln !

https://weheklag.wordpress.com/

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In Arno Schmidts Literatur finden sich viele Zitate, offene ebenso wie ungekennzeichnete. Bereits im Frühwerk montierte der Autor Textpassagen aus der Literatur der Romantik in seine Romane; in seinen späteren Werken nimmt die Zitatdichte stetig zu. Günter Jürgensmeier stellt am Beispiel von »Abend mit Goldrand« den Nachweis dieser Zitate und ihrer Quellen mithilfe von Computern auf eine verläßliche Basis und identifiziert auch nicht sofort als Zitat erkennbare Passagen als solche. Seine Arbeit steht hier als PDF zum kostenlosen Download bereit.

Günter Jürgensmeier: »und noch was Andres«. Die Zitate in Arno Schmidts Abend mit Goldrand und ihre Quellen.

https://www.arno-schmidt-stiftung.de/Archiv/ZitateinAbendmitGoldrand.html

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Einige „Seltsame Tage“ erlebte Arno Schmidt sicherlich während seiner Zeit in Darmstadt – in einer Stadt, über die er einmal an Helmut Heißenbüttel schrieb: „Lieber tot in der Heide als lebendig in Darmstadt.“ Hier entstand auch seine gleichnamige Erzählung. Dennoch waren die Jahre in Darmstadt wichtige für Arno Schmidt. Knapp vier Jahre verbrachte das Ehepaar Schmidt in Darmstadt. Produktive Jahre, in denen zahlreiche Erzählungen und Kurzromane entstanden, in denen Darmstadt nicht nur Bühne, sondern selbst Akteurin ist…,.. HR2

 

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