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Posts Tagged ‘Juden’

Shushani irritiert jeden. Er taucht unerwartet in irgendeiner Stadt oder irgendeinem Land auf und verschwindet genauso überraschend wieder. Er wirkt gleichermaßen abstoßend und anziehend. Er präsentiert sich die meiste Zeit wie ein Penner, schmutzig, ungekämmt und schlecht gekleidet (ist aber aus irgendeinem Grund von Schuhen und von Hygiene besessen, öffnet Türen nur mit dem Ellenbogen und rastet aus, wenn jemand sein Essen berührt). 

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Die Nacht, in der Paul Marcus ermordet wird

Bei den Novemberpogromen 1938 werden im Rheinland und in Westfalen-Lippe 131 jüdische Menschen ermordet. Einer von ihnen ist Paul Marcus aus Düsseldorf. Hier erzählen wir seine Geschichte, schildern die Gräuel der Reichspogromnacht und erklären ihre Bedeutung auf dem Weg in den Holocaust.

https://reportage.wdr.de/die-toten-der-novemberpogrome-1938-nrw

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Deutschlandfunk Kultur https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-etty-hillesum-trotz-allem-kein-hass-dlf-kultur-88960633-100.html(Ursendung) 

Etty Hillesums Tagebücher (1941- 43) sind weit mehr als eine Chronik der holländischen Judenverfolgung. Liebe und Hass, Verzweiflung und Hoffnung im Angesicht der Shoa beschäftigen Hillesum in ihren Aufzeichnungen. Erstaunlich schnell wächst die junge Frau zu einer radikalen Altruistin heran. Etty Hillesum findet ihre Mitte in der Beziehung zum Göttlichen und erkennt dadurch ihre eigentliche Berufung: den jüdischen Mitmenschen in mörderischen Zeiten seelisch und praktisch beizustehen. Sie lehnt es ab, unterzutauchen und folgt anderen Amsterdamer Jüdinnen und Juden aus Solidarität in das holländische Transit-Lager Westerbork. Dort wirkt die moderne Mystikerin als „denkendes Herz der Baracke“. Ein Jahr später wird sie, noch keine 30 Jahre alt, mit ihrer Familie nach Auschwitz-Birkenau deportiert und Ende November 1943 umgebracht. – https://www.wikiwand.com/de/Etty_Hillesum

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Lange Nacht. – Raul Hilbergs Buch „Die Vernichtung der europäischen Juden“ gilt heute als Standardwerk. Mit seinen akribischen Recherchen über die Shoah wurde er zum Pionier der Holocaust-Forschung. Doch lange kämpfte er vergeblich um Gehör.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-raul-hilberg-pionier-der-holocaust-forschung-dlf-kultur-5ae33582-100.html

https://www.wikiwand.com/de/Die_Vernichtung_der_europ%C3%A4ischen_Juden

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Die schriftlichen Hilfsgesuche von Juden an Papst Pius XII. (1939-1958) aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sind jetzt vollständig im Netz einsehbar. Wie Vatican News meldet, wurde die 2022 begonnene digitale Erschießung der rund 2.500 Dokumente unlängst abgeschlossen. Von A wie „Anonym“ bis Z wie „Zylberman“ können die Gesuche nun online eingesehen werden. Oft ging es darin um Hilfen für Ausreisen in Länder außerhalb Europas. Zuständig für die Erschließung und Aufbereitung der in 170 Bänden gesammelten Dokumente ist das vatikanische Staatssekretariat.

https://www.katholisch.de/artikel/43729-hilfsgesuche-von-juden-an-papst-pius-xii-online-zugaenglich

Auch Forscher der Universität Münster beschäftigen sich mit Tausenden Bittschriften von Juden aus Europa an Papst Pius XII. während der NS-Zeit. Das Projekt „Asking the Pope for Help“ wurde Ende Januar offiziell gestartet. Dabei sollen rund 15.000 Bittschreiben an Pius XII. in einem Online-Archiv frei zugänglich gemacht werden. Die von einem Historiker-Team unter Leitung des Münsteraner Kirchenhistorikers Hubert Wolf entdeckten Dokumente stammen aus den vatikanischen Archivbereichen zu Pius XII.

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Deutschlandfunk – Samstag, 29. Januar 2022 um 23:05 Uhr Ursendung)

„Ich errichte eine Stadt!“ – beschließt der Schriftsteller Samuel Agnon, als er 1943 in Palästina von der Auslöschung des jüdischen Lebens in seinem Heimatort Buczacz erfährt. Große Teile seines Spätwerkes widmet der Literatur-Nobelpreis-Träger von 1966 der literarischen Rekonstruktion des ostgalizischen Schtetls, in dem er aufgewachsen ist und der Kultur der chassidischen Ostjuden. Auch für Alicia Jurman, die mehrfach dem sicheren Tod entkommt und als einzige aus ihrer Familie den Holocaust in Buczacz überlebt, wird das Erinnern zur Lebensaufgabe. In Büchern und Vorträgen berichtet sie über ihre Erlebnisse. Der Historiker Emanuel Ringelblum aus Buczacz sammelt wie besessen alle Zeugnisse jüdischer Kultur und richtet im Warschauer Ghetto das für Forscher so bedeutende Geheimarchiv Oneg Schabbat ein. Ein vierter Kämpfer gegen das Vergessen ist der „Nazijäger“ Simon Wiesenthal, der in seinem berühmten Wiener Institut einen dicken Ordner mit Dokumenten über die Mörder in seiner Heimatstadt Buczacz füllt.

Von Lorenz Hoffmann und Lars Meyer

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1914 wurde Etty Hillesum in einer jüdischen Familie in den Niederlanden geboren. Sie war sehr begabt und studierte später Slawistik und Psychologie. Ihr Wunsch war es, Schriftstellerin zu werden. 1941 traf sie den aus Deutschland geflohenen jüdische Chiropsychologen Julius Spier, der ihr spiritueller Lehrer wurde. – hier

Ettys Tagebuch ist das Dokument einer inneren Entwicklung. Es geht auf und ab und in kleinen Schritten voran:

17. Juni 1942: Es scheinen solche Kleinigkeiten, aber es kostet erst mal ein Stück Kampf und Selbsterziehung, bevor Dinge aus der Theorie durch Disziplin und Konkretisierung in den Alltag übergehen. Zum Beispiel abends rechtzeitig und ohne zu viel Widersinn vom Tag Abschied nehmen und nicht noch stundenlang durch irgendwelche Bücher blättern oder durchs Haus laufen aus reiner Unruhe und Unzufriedenheit mit der Tagesleistung. Früher war das oft so. Dann erwartete ich am letzten Moment noch ein Wunder, dass den Tag zu etwas Besonderem machen würde. Ein P.S., in dem alles stehen würde, was dem Tag selbst fehlte. Nun ist das nicht mehr so stark, nur noch ab und zu. Früher waren für mich die Übergänge viel abrupter, vom Tag zur Nacht, von der Arbeit zum Nichtstun, vom Alleinsein zum Zusammensein mit anderen, das ging alles ruckartig. Nun gleitet alles eher ineinander über, weil ein innerer Rhythmus entstanden ist, der der meine und nur der meine ist.

Am 7. September 1943 wurden die Hillesums in Viehwagen nach Auschwitz abtransportiert, wo sie kurz darauf vergast wurden.

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Im Mahlstrom der Zeiten – hinterdentueren

Im Mahlstrom der Zeiten

Die Dame die kommen sollte, war eine langjährige Bekannte ihrer Familie und hieß Ruta Wermuth. Natürlich sagte ich zu, um mehr von ihrer außergewöhnlichen Lebensgeschichte zu erfahren. So machten wir uns auf den Weg zu einer Schule, wo ich das erste Mal hören sollte, was Ruta erlebt hatte:

Die Vernichtung der Juden und die neue Deutsche „Ordnung“ in Europa ließen nicht lange auf sich warten. Der Holocaust überfiel jäh unsere kleine, beschauliche Stadt. Die Deutschen verloren keine Zeit. Bereits einige Tage nach ihrem Einmarsch ließen überall in der Stadt aufgehängte Plakate das Schlimmste befürchten: „Tod den Bolschewiken und Juden!“ Darunter eine Liste von Verboten und Geboten. Wenn man diese genau nahm, war uns gar nichts mehr erlaubt. Bei Zuwiderhandlungen galt auf alles die Todesstrafe. Nur sterben durften wir – das war erlaubt und erwünscht.

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Gershom Scholem im Gespräch mit Jörg Drews, gesendet am 20. Juni 1976 in der ARD

 

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