Leben im Zenkloster. Zazen im Rohatsu – Räume der Stille in einer immer schneller werdenden Welt –
Das Video ist von klar besserer Qualität als das von früher bekannte Video. Das Bild wackelte, war blass und die Zählung der verlaufenden Zeit unten störte die Aufmerksamkeit sehr …
Das Guqin-Stück „Zen Meditation“ stammt aus dem Album „Heart“ von Li Xiangting. „Zen“ bedeutet Loslösung von äußeren Erscheinungen, frei von Anhaftung an alle Zustände der Existenz; „Meditation“ bezeichnet innere Stille des Geistes. Zen-Meister Pan Guojing erklärte: „Zen bedeutet Verborgenheit; man kann seine Natur nicht erkennen, ohne es direkt zu erfahren. Nur durch Erleuchtung kann man seine wahre Natur erkennen.“ Auf dem Weg vom „gewöhnlichen Wesen“ zur „Erleuchtung“ spielt „Zen Meditation“ eine zentrale Rolle. Ohne seine aktive Kultivierung kann ein gewöhnliches Wesen den Zustand der Buddhaschaft nicht erreichen. In einsamen Momenten, wenn man Li Xiangtings Zen-Meditation hört, schweben die ruhigen Melodien wie ein Hauch von Weihrauch und vertreiben die Unruhe im Inneren. So findet man inmitten des Tumults des Lebens einen Hafen des Friedens: still sitzen, den Geist sammeln, sich auf einen einzigen Zustand konzentrieren, Zen durch Denken und Handeln kontemplieren, Worte transzendieren und alle Überlegungen einstellen.
Beim Shikantaza müssen Sie so fest verwurzelt und massiv in sich gesammelt sein wie ein Berg. Shikantaza ist ein Zustand erhöhter, konzentrierter Geistes-Gegenwart, in dem man weder überspannt noch in Eile und natürlich niemals schlaff ist.
Shikantaza. Nichts anderes als Sitzen. Konzentrierte Geistesgegenwart. Beim Shikantaza, dem Nur-Sitzen, wird die gesamte Aufmerksamkeit vom Sitzen allein beansprucht.
Man sitzt einfach da und läßt kommen, was kommt. Man beobachtet sich nicht, man ist völlig passiv. Es ist ein sehr schwerer Weg, weil er völlig ohne Hilfsmittel gegangen werden muß.
„In der Nacht des zwölften Tages des zwölften Monats des Jahres 1224 war der Mond hinter Wolken. Ich saß in der Kakyu-Halle in Zen-Meditation. Als die Stunde der Mitternachtswache kam, beendete ich die Meditation und stieg von der Halle auf dem Gipfel in die unteren Viertel hinab, und als ich das tat, kam der Mond aus den Wolken und ließ den Schnee glühen. Der Mond war mein Begleiter, und nicht einmal das Wolfsgeheul im Tal machte mir Angst. Als ich bald darauf wieder aus den unteren Vierteln herauskam, war der Mond wieder hinter Wolken. Als die Glocke die Nachtwache signalisierte, machte ich mich noch einmal auf den Weg zum Gipfel, und der Mond sah mich auf dem Weg. Ich betrat die Meditationshalle, und der Mond, der die Wolken jagte, war im Begriff, hinter dem Gipfel dahinter zu versinken, und es schien mir, als würde er mir heimlich Gesellschaft leisten.“ Priester Myoe (1173-1232)
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