das Chaos, die massa confusa, das, was von den Alchemisten als Dunkelheit, nigredo, bezeichnet wurde. C.G. Jung setzte den Zustand des nigredo mit der Dunkelheit des Unbewussten gleich. Bemächtigt es sich des Menschen, machen sich Missmut und Bedrücktheit in ihm breit.
Nichts erscheint natürlicher, als dass das nigredo in der 1566 erschienenen, alchemistischen Abhandlung Ars Chemica* mit der Melancholie gleichgesetzt wird – „Melancholia id est nigredo“ (Melancholie, das heißt Dunkelheit) – jenem Zustand, in dem die schwarze Galle (melaina khole) ein Übergewicht bekommt und den ganzen Körper und damit auch die Seele erfasst.
* C.G. Jung. Mysterium Coniunctionis. S. 355.
Laszlo F. Földenyi. Lob der Melancholie. Rätselhafte Botschaften. S. 90. – Matthes & Seitz Berlin





